Sauer auf den AStA

In diesen Tagen ist es wieder einmal Zeit, den Semesterbeitrag zu übersenden. Im Gegensatz zu den Studiengebühren weiß man da ja genau, wofür man bezahlt - und so habe ich heute, während ich die Überweisung ausgefüllt habe, all diese Dinge Revue passieren lassen. Das Semesterticket, das extrem günstige Nahverkehrsmöglichkeiten bietet, macht den Großteil aus. Auch die studentische Unfallversicherung ist eine feine Sache, und wofür war doch gleich noch mal der Rest? Ach ja, für die studentische Selbstverwaltung. Naja, auch eine gute Sache, tröstete ich mich, und warf den Überweisungsträger bei meiner Bank ein.

Kaum im FH-Gebäude angekommen, verging meine gute Laune schlagartig, als ich sah, welche Art von Veranstaltungen ich gerade mitfinanziert hatte:

Johan Rivas

Na großartig. Mein Semesterbeitrag hilft also unter anderem mit, dass sich der AStA einen “bolivarischen* Revolutionär” einladen kann, der den Studenten davon erzählt, wie glücklich Venezuela unter dem Chavez-Regime ist. Und der natürlich auch ausführlich darüber berichten kann, wie die kapitalistischen und imperialistischen USA Südamerika unterdrücken und weltweite Kriege (unter anderem eben den angeblich geplanten Feldzug gegen Venezuela) anzetteln. Der aber sicherlich nichts darüber erzählen wird, wie sich Chavez eine Parteimiliz aufbaut, mit der er innenpolitische Gegner unter Kontrolle halten wird - und der ebenfalls kein kritisches Wort zum sozialistischen Bruder Fidel Castro finden wird, sondern wohl eher dessen Errungenschaften im Kampf um einen modernen Sozialismus loben wird.

Und als ob das allein nicht genug wäre, musste ich auch noch folgende Liste der Mitveranstalter entdecken:

Veranstalter Venezuela

Die Bildungsgemeinschaft SALZ e.V. kann ich schon nur noch mit Mühe schlucken. Dass der AStA hier offen mit einer parteinahen Stiftung kooperiert, kann ja dadurch gedeckt sein, dass es ähnliche Zusammenarbeiten auch mit anderen parteinahen Bildungsstiftungen gibt als mit der der WASG (auch, wenn ich das vor allem für die FNS stark bezweifle). Dass der zweite Kooperationspartner aber die “Sozialistische Alternative SAV” ist, die nicht nur vom NRW-Verfassungsschutz beobachtet wird, sondern aufgrund ihrer revolutionären linksextremen Haltung auch für die parlamentarische Linke zumeist kein akzeptabler Gesprächspartner ist, darüber bin ich richtig sauer.

Jedermann kann ja die Haltung der SAV teilen, in ihr Mitglied sein und sich für ihre Ziele einsetzen. Auch gern im Rahmen der Universität. Dass das aber auch mit meinem Geld geschieht und von Leuten getan wird, die den Anspruch erheben, mich und meine Komilitonen zu vertreten (die - obwohl sie Soziale Arbeit studieren - überwiegend keine extremen Linken sind), das finde ich nicht akzeptabel. Nur unternehmen kann ich leider nichts; außer vielleicht, dem AStA in den nächsten Tagen mal einen geharnischten Brief zu schreiben. Wird zwar auch nichts bringen, aber dann habe ich zumindest das Gefühl, diese Aktion nicht unwidersprochen hingenommen zu haben.

* Übrigens in der Tat ein “bolivarischer” und nicht ein “bolivarianischer” Revolutionär; die Bewegung benennt sich nämlich nach Herrn Bolivar, nicht nach Herrn Bolivarian. Die Endung “-ian” im Spanischen und im Englischen hat die gleiche Bedeutung wie die Endung “-isch” im Deutschen; “bolivarianisch” ist also doppelt gemoppelt. Ich glaube, ich habe zuviel Bastain Sick gelesen…

Ähnliche Beiträge


26 Kommentare zu “Sauer auf den AStA”

  1. 9.01.2007 | 13:40

    Ich kenn mich mit den (west)deutschen Studiengepflogenheiten nicht so aus, aber muss man diesen Beitrag bezahlen?

    Und falls ja: Bezahlen denn die meisten Studenten gern solche Propagandaveranstaltungen mit? Oder ließe sich da eine Mehrheit finden, die das für die Zukunft verbietet?

  2. 9.01.2007 | 13:48

    @Boche:
    Ja, der Semesterbeitrag ist festgelegt und Voraussetzung, um immatrikuliert zu werden bzw. zu bleiben. Man hat also nicht die Wahl, ob man für den AStA bezahlt.

    Möglicherweise könnte man eine Mehrheit finden, aber ganz ehrlich gesagt scheinen die meisten Kommillitonen sich kaum für die Arbeit der studentischen Selbstverwaltung zu interessieren. Und unter denen, die es doch tun, sind eben sehr viele Möchtegern-Revolutionäre…

    Abgesehen davon: Natürlich ist das Geld, das der AStA erhält, nicht viel. Drei oder vier Euro pro Semester, glaube ich. Die Sache ärgert mich schon mehr aus Prinzip.

  3. 9.01.2007 | 13:53

    Man hat also nicht die Wahl, ob man für den AStA bezahlt.

    Natürlich. Ich vergaß, dass wir in Deutschland sind. Hier muss der Bürger/Student/Verbraucher zu seinem Glück gezwungen werden.

  4. 9.01.2007 | 15:35

    Gerade in den Studentenhochburgen wie Köln, aber auch Münster (als Juli im Münsterland kriegt man so einiges mit) ist es teilweise echt extrem für welche politischen Ziele das Geld aller Studenten ausgegeben wird.
    Heute wird Landesarbeitskreisbildung über einen Antrag sprechend und entscheiden, der die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in der verfassten Studentenschaft fordert.

    Ich persönlich kann mit der Studentenschaft leben, wenn sie sich dafür einsetzen würde die Studienbedingungen zu verbessern oder Dienstleistungen für die Studenten anzubieten. Aber es wird immer viel Geld für linke allgemeinpolitische Projekte ausgegeben. Die erwähnte Veranstaltung ist wirklich keine Ausnahme.

  5. Llarian
    9.01.2007 | 15:45

    Es sind leider keine 3 oder 4 Euro, sondern um die 12, das ergibt je nach Uni und Grösse schon gern mal ne halbe Million Euro. Bezahlt werden damit dann gerne so fragwürdige Veranstaltungen wie Vorträge von ehemaligen RAF Terroristen oder “autonome” Referate mit fragwürdiger Rechenschaftsauffassung. An meiner Uni wird auch gerne mal das eine oder andere Strafgeld bezahlt, wenn der Asta mal wieder der Meinung war ein politisches Mandat, dass er nicht besitzt, wahrnehmen zu müssen.
    Und da sich Studenten in einem weit höheren Maße fanatisieren und ideologisieren lassen als der normale Bürger, ist es bisweilen hoffnungslos etwas daran ändern zu wollen. Bezahlen und ignorieren.

  6. Tja.
    9.01.2007 | 15:47

    Es wird dir sicher niemand verbieten, dich selbst bei einer Liste zu engagieren oder bei der nächsten Hochschulwahl eine Liste zu wählen, die das Vorgehen des derzeitigen AstA nicht unterstützt.
    Ich muss ja auch nicht CDU wählen, wenn mir deren Finanzpolitik nicht schmeckt.

  7. 9.01.2007 | 15:49

    wenn ich mich nicht irre, war der gleiche kerl zu genau der gleichen show auch schon in bremen. und da war die asta auch total aus dem häuschen und plant schon große revolutionäre kooperationen mit chaveztreuen studenten.

    laut dem text der dortigen asta-publikation war man besonders beeindruckt über die begrüßung dieses herren: der sendete nämliche “revolutionäre grüße”! WOW!

  8. 9.01.2007 | 15:51

    @Karsten: Also nur weil Du schon alles über Venezuela weißt, und Dir der Vortrag nichts neues bringen wird, brauchst Du Dich nicht über die Gebühren zu ärgern. ;-)

    Gegen mißliebige Asten hat man aber eine Chance: Bei den geringen Wahlbeteiligungen an deutschen Uni müsste es doch ein leichtes sein ebenfalls genervte Kommilitonen zu finden, die die Typen abwählen.

  9. 9.01.2007 | 15:57

    Es kommt Karsten wohl weniger darauf, irgendwelche speziellen Typen abzuwählen, nur damit andere mit der Knete dann wieder anderen Mist verzapfen. Auch RCDS-Asten haben sich nicht immer gerade mit Ruhm bekleckert.

    Der Punkt ist, dass der AStA im Grunde anscheinend einfach nur überflüssig ist. Die derzeitige Praxis ist nur ein komplizierter Weg, das zu zeigen. Bei den Fachschaften sieht das dann schon anders aus.

  10. 9.01.2007 | 16:24

    Nur die Fachschaften waren bei uns vernünftig. Politisch bunt gemischt und recht nah am Thema. Der Asta oder noch besser das Studierendenparlament waren eine kommunistische Witzveranstaltung. Ich war so sauer über diesen Semesterbeitrag. Sobald due Julis oder RCDSler auftraten wurden sie von 75% Mehrheit aus Linken, Offenen Linken, Alternativen Linken, dem PDS Ableger und zwei Grünen Parteien ausgebuht. Von den ganzen Anschlägen und “Aktionen” mal ganz zu schweigen. Alles brav von mir mitfinanziert.

    Im Grunde kann man die Asten abschaffen…

  11. Llarian
    9.01.2007 | 16:47

    Klar kann man ne eigene Liste gründen. Man kann sich aber auch nen Knopf an die Backe nähen und drehen bis mal RTL emfängt. Ist im Endeffekt alles ne Frage der freien Zeit und des Sinns dahinter. Man muss die besagten 12 Euro auch bezahlen, wenn man kein Interesse daran hat die nächste Weltrevolution einzuleiten oder sich Gedanken über freigehandelte Bleistifte aus Kuba zu machen. Denn den meisten Studenten geht es an der Uni eben um eins: Um studieren und nicht darum auf Kosten der anderen Kommolitionen ihre politischen Schreckgespenster zu nähren während man gleichzeitig im 27. Semester Soziologie studiert. Die meisten pfeifen schlicht auf den Asta und zweifeln seinen Sinn an sich an. Da hilft es ihnen wenig, dass man sich an dem Quatsch selbst beteiligen kann.

  12. R.A.
    9.01.2007 | 18:03

    Ich habe ja nun den Fehler gemacht, seinerzeit einige Jahre in so ein Projekt reinzuhängen:
    Liste gegründet, Wahlkämpfe geführt, in Gremien rumgesessen …
    War auch nicht ohne Erfolge (der MSB Spartakus hat sich aus Verzweiflung selbst aufgelöst, weil wir ihn so unter Druck gesetzt haben).

    Aber letztlich ist es natürlich für die Füße.
    Die Zwangsbeiträge sind auch dann falsch, wenn man sie nicht so krass zweckentfremdet oder in die eigene Tasche wirtschaftet wie es die meisten ASten machen.

    Und die studentische Mitbestimmung ist ein Witz, weil die Studenten oberhalb der Fachschaftsebene keinerlei Einfluß mehr haben.
    Und zu Recht, weil sie sich in breiter Mehrheit nicht um die dort zu behandelnden Themen kümmern, sondern um Weltpolitik oder Unfug.

    Eigentlich müßten die Studenten die erfolgreichste politische Lobby in Deutschland sein: Sie stellen Millionen an Wählern und die ASten zusammen verfügen über mehr Millionen als die reichsten Industrieverbände.

    Faktisch sind sie aber eine Lachnummer, Hochschulpolitik wird seit vielen Jahren völlig ohne studentischen Einfluß gemacht.

  13. 9.01.2007 | 23:46

    Wenn die Liberalen untereinander diskutieren… Das ist schon ein Spaß dies hier zu lesen.

    ASten sind nicht überflüssig, im Gegenteil! Sie besitzen auch ein politisches Mandat, welches sich allerdings nur auf hochschulpolitische Themen zu konzentrieren hat. Informationsveranstaltungen über Sozialisten aus Südamerika, sind zwar interessant, aber sind in der Tat nicht Aufgabe des AStA. Wenn aber eine studentische Gruppe sowas veranstalten will, dann ist es ihr gutes Recht und dann kann der AStA sowas auch (finanziell) unterstützen, solange dafür auch ein Budget vorgesehen ist. Wenn euer AStA nicht mehr zu bieten hat, dann liegt das selbstverständlich auch an euch! Eine entsprechende Wahlbeteiligung würde das Erscheinungsbild sicherlich ändern. Bei uns jedenfalls kümmert man sich um die Verbesserung der Studienbedingungen und unser AStA bietet auch verschiedene Service-Dienstleistungen an, wie z.B.: ein studentisches Cafe, ein Club zur Förderung studentischer Kultur (Konzerte, Theater, Lesungen usw..), eine Sozial- und Rechtsberatung und ab nächstes Semester vielleicht auch eine kostenlose Miet- und Rechtsberatung für alle Studenten (das liegt allerdings in der Hand der Studenten - in 2 Wochen sind Wahlen).

    Ich denke mehr Einfluss der Studenten bei Entscheidungen ist bei sowas angebracht. Bei uns ist es beispielsweise so, dass im Senat 3 Studenten einen Sitz haben, Professoren haben 9 Sitze. Stellt sich die Frage warum die kleinste Gruppe an der Uni (Profs) 3x soviel Sitze haben wie die stärkste Gruppe (Studierende)… Die Einflussmöglichkeiten sind ja dadurch von vornherein beschnitten. Das dann viele resignieren, da keine Erfolge in Sicht sind ist klar. Ein gerechtes, demokratisches Mitbestimmungssystem wäre ein Hochschulparlament mit Drittelparität. Jede Gruppe, Studierende, Mittelbau und Professoren bekommen 1/3 der Sitze und diese Sitze werden jährlich oder zweijährlich durch Verhältniswahl besetzt. Das ist ein System der Zukunft und das würde auch die Studierenden wieder ermutigen, ihre Hochschule politisch und gesellschaftlich mitzugestalten.

    Es grüßt der Sebastian aus Kassel!

  14. 10.01.2007 | 2:38

    Wow, dass das soviel Interesse findet, hätte ich nicht gedacht… ich wollte mir nur meinen Frust von der Seele schreiben. Aber wenn ihr alle so fleißig kommentiert, muss ich natürlich mal reagieren.

    @dirkmeister:

    Ich persönlich kann mit der Studentenschaft leben, wenn sie sich dafür einsetzen würde die Studienbedingungen zu verbessern oder Dienstleistungen für die Studenten anzubieten.

    Äh… ist das nicht ihre eigentliche Aufgabe?

    @Llarian:

    An meiner Uni wird auch gerne mal das eine oder andere Strafgeld bezahlt, wenn der Asta mal wieder der Meinung war ein politisches Mandat, dass er nicht besitzt, wahrnehmen zu müssen.

    Darüber wüsste ich gerne mehr. Wie ist das mit diesen Strafgeldern und den ungerechtfertigt in Anspruch genommenen politischen Mandaten? Was “bezahlen und ignorieren” angeht: Genau meine Strategie. Abgesehen von dem “Enjoy Capitalism”-T-Shirt, das ich vielleicht zu dieser Veranstaltung tragen werde, wenn ich mich dann immer noch ärgere.

    @christian:

    wenn ich mich nicht irre, war der gleiche kerl zu genau der gleichen show auch schon in bremen.

    In Bremen laut Tourplan noch nicht, aber in Dortmund, Rostock, Aachen, Stuttgart, München… u.v.m.

    @Tja und Marcc:
    Es ist nun einmal so, dass mein Leben aus mehr besteht, als nur an der Uni zu sein. Für mich sind an der Uni zwei Dinge wichtig: Die Bibliothek und die Räume, in denen Prüfungen abgenommen werden. Dann interessieren mich noch Seminare und die Vorlesungen, die wirklich effizient sind (also dort, wo mehr vorkommt als nur das Verlesen von Skripten). Andere Vorlesungen interessieren mich wenig, Tutorien noch weniger, Studentenpartys überhaupt nicht. Und in der Folge habe ich verhältnismäßig wenig Einblick in die inneren Verhältnisse an der FH (für die originäre Arbeit des AStA schon wichtig) und wenig Saufkumpanen an der FH (für die Wahlergebnisse nicht uninteressant). Oder kurz gesagt: Ich habe gar kein Interesse daran, den AStA zu verändern. Ich ärgere mich einfach nur.

    @Rayson:
    Du kennst mich mittlerweile doch ein wenig, oder? :)

    @R.A.:

    Hochschulpolitik wird seit vielen Jahren völlig ohne studentischen Einfluß gemacht.

    Ja, traurig. Wenn die Studenten sich nämlich praktisch engagieren würden, anstatt über Chavez zu diskutieren und “lustige” Aktionen gegen Studiengebühren zu machen, hätte man vielleicht wenigstens letztere in ihrer nachgelagerten Form bekommen können. Stattdessen haben wir jetzt vorgelagerte Gebühren und einen Vortrag von Johan Rivas. Ich bin begeistert.

    @Sebastian:

    Sie besitzen auch ein politisches Mandat, welches sich allerdings nur auf hochschulpolitische Themen zu konzentrieren hat.

    Ich empfinde ASten nicht als überflüssig, wenn sie dieses Mandat ernsthaft wahrnehmen. Solange sie sich allerdings mit Venezuela beschäftigen und ihre eigenen Themen vor allem albern angehen, ohne sich mit der Auseinandersetzung in der breiten Öffentlichkeit wirklich zu beschäftigen, kann ich sie nicht ernst nehmen.

    Was Deine Anmerkungen zur Verfassung der Mitbestimmung angeht, hast Du sicher recht - solange es um nichts ernsthaftes geht, wird die studentische Mitbestimmung wohl immer ein Biotop für revolutionäre “Spinner” bleiben.

    @alle:
    Das wirklich erschreckende ist, dass ich den einen oder anderen Menschen aus meinem AStA mal flüchtig kennen gelernt habe - und diese Leute erschienen mir gar nicht so spinnert. Entweder ist also Chavez wirklich der Erlöser der Menschheit - oder die vernünftigen Leute kümmern sich um Hochschulpolitik und überlassen den Spinnern die Bereiche, in denen es sich etwa um Venezuela dreht. Mal gucken…

  15. 10.01.2007 | 9:17

    @Karsten:
    Zusammen mit dem hochschulpolitischen Mandant: Ja.
    Aber davon bekomme ich nichts mit, es begrenzt sich seitdem ich studiere eigentlich auf den Protest gegen Studiumsgebühren (, die in NRW eigentlich Beiträge sind und nachgelagert) und gegen das Hochschulfreiheitsgesetz (und andere Peinlichkeiten wie hier geschrieben).

    Was mich betrifft sollten die Fachschaften im Einfluß gestärkt werden, weil konkret diese die Möglichkeit haben die Studienbedingungen zu verbessern. Von einer Stärkung der Asten in der Hochschulweiter Vertretungen verspreche ich mier nichts. Zumal ich es falsch finde bei der Besetzung nur nach Anzahl der Mitglieder an der Hochschule zu gehen. Lehre und die Belange der Studenten sind ja nur ein (zweifellos wichtiger) Teil einer Universität.

  16. Llarian
    10.01.2007 | 12:21

    @Karsten: An unserer Uni gab es vor Urzeiten mal ein allgemeinpolitisches Mandat, wo man sich zu praktisch allem, was ein linkes Thema war, ausgiebig geäussert hat. Freilich immer mit der Konnotation man stünde für alle Studeten mit seiner Meinung. Eine andere Hochschulgruppe, der Kindergarten einer grossen Partei, fand das weniger lustig und zog vors Verwaltungsgericht, wo beschlossen wurde, dass der Asta kein allgemeinpolitisches Mandat habe, sondern sich rein auf hochschulpolitisches Themen zu beschränken habe. Soweit, so schlecht. Das hat den Asta aber nicht daran gehindert sich weiter und fortwährend allgemeinpolitisch zu äussern. Was besagter Kindergarten auch nicht auf sich sitzen liess und das wieder vors Verwaltungsgericht brachte, wo der Asta einige Male mit Strafgeldern belegt wurde. Die freilich aus dem studentischen Etat beglichen werden. Das ist der verantwortungsvolle Umgang mit studentischen Geldern.

  17. 10.01.2007 | 13:12

    @Llarian:
    Hm, also geäußert im engeren Sinne hat sich unser AStA zu allgemeinpolitischen Themen (glaube ich) nicht. Und selbst wenn, ich würde ja sicher nicht klagen.

    @dirkmeister:
    Nachgelagert sind sie nicht, nur, wenn man den Kredit der NRW-Bank mit einbezieht (ich weiß gar nicht, ob ich den überhaupt bekomme, wenn ich zahlen muss).
    Den Unterschied zwischen Gebühren und Beiträgen machst Du sicher daran fest, dass das Geld an der Uni verbleibt und nicht in der Ladeskasse endet, oder?

  18. 10.01.2007 | 14:08

    Auf den NRW-Bank-Kredit hat jeder Student ein Anrecht. Dies ist Teil des Gesetzes. Ich bin auch nicht begeistert über die in meinen Augen zu hohen Zinsen, aber es reicht aus, dass man die Studienbeiträge als “nachgelagert” bezeichnen kann.

    Gebühren bedeutet, dass wesentliche Teile der Kosten der Inanspruchnahme der Dienstleistung (hier: Lehre) durch die Gebühren gedeckt werden. Beiträge können für die reine Bereitstellung einer Leistung erhoben werden, müssen aber nicht wesentliche Teile der Kosten decken. Im Fall des Studiums darf nicht nicht vergessen, dass mehr als 90% der Studiumskosten immer noch öffentlich getragen werden.

  19. 10.01.2007 | 20:41

    Ich möchte mich hier ausdrücklich für ein politisches Mandat der ASten aussprechen! Schliesslich sollten die Studis erfahren, wer da ihre Interessen (soziale Revolution, Widerstand gegen das Schweinesystem etc.) vertreten will.
    Allerdings privatrechtlich organisiert, so wie bei uns hier in Bayern.

  20. dagny t.
    11.01.2007 | 9:24

    In Bayern (und BaWü) gibt es keine verfasste STudentenschaft und damit auch keinen Asta-Beitrag (der aber Geld - nur wesentlich weniger als hier genannt) vom Staat bekommt.

    Es gibt auch keinen Grund, dass an der Uni eine derarte pflichtfinanzierte Struktur herrscht - was bietet denn der Asta an, das es nicht sonst schon gibt?

  21. 13.01.2007 | 19:57

    ich kann mich nur wiederholen, wenn liberale unter sich diskutieren, braucht man sich nicht wundern, dass sie alle der selben meinung sind. der asta ist wichtig gerade wegen seinem hochschulpolitischen mandat!! und ich finds echt pervers lächerlich wie ihr hier über studiengebühren diskutiert… habt ihr sie noch alle? ich geh jetzt schon über 80 stunden im monat arbeiten neben meinem studium, damit ich mir mein dach über dem kopf leisten kann und wenn ich fertig bin mit studieren, zahl ich wesentlich mehr steuern als jeder andere arbeiter der nicht studiert hat und wenn ihr ein studium schon als dienstleistung versteht, dann frag ich mich warum ich noch 500 euro für überfüllte hörsäle zahlen soll… eure verwertbarkeitslogik im bezug auf bildung kapier ich sowieso nicht. ich frag mich echt wer euch diese gedanken in den kopf gesetzt hat…

  22. 14.01.2007 | 1:53

    “ich kann mich nur wiederholen, wenn liberale unter sich diskutieren, braucht man sich nicht wundern, dass sie alle der selben meinung sind.”

    Das Autoren und Kommentatoren dieses Blogs eine streng reglementierte Einheitsmeinung vertreten, darf als bekannt vorausgesetzt werden und bedarf daher keiner expliziten Feststellung.

  23. 14.01.2007 | 2:39

    daß

  24. 14.01.2007 | 10:54

    Weiß Sebastian doch auch, David. Darum ist es ja auch nicht nötig, aufmerksam zu lesen, was andere geschrieben haben, bevor er seine Meinung dazu abgibt.

    Nein, natürlich hat niemand gesagt, dass es eine gute Idee ist, wenn AStAs ein hochschulpolitisches Mandat haben.

  25. Michael
    14.01.2007 | 22:56

    “… und ab nächstes Semester vielleicht auch eine kostenlose Miet- und Rechtsberatung für alle Studenten (das liegt allerdings in der Hand der Studenten - in 2 Wochen sind Wahlen).”

    Es wird also schon fleißig für die weitere politische Karriere geübt: Anderen das Geld abpressen, um Wohltaten zu verteilen.

  26. 31.01.2007 | 20:16

    Wahlmanipulation auf Links…

    Gott sei Dank bin ich nicht an dieser Hochschule. An der Humoldt-Uni in Berlin finden wieder einmal Wahlen zum Studentenparlament statt. Studierendenparlament ist übrigens ein idiotisches und falsches Wort. Die Wahlbeteiligungen liegen wie üblich zwi…

Bad Behavior has blocked 1593 access attempts in the last 7 days.