11. Januar 2007
Jauch hat fertig
Und das, bevor er überhaupt als Christiansen-Nachfolger angefangen hat. In einem Interview mit der FAZ nennt er seine offizielle Sicht der Dinge. Wahrscheinlich aber gibt es auch eine inoffizielle. Wie die aussehen könnte, kann man an einigen Reaktionen erkennen, wie z.B. der von SWR-Intendant Voß und einem Rundfunkrat der SPD. Letzterer nennt zwar eine sachlich falsche, jedoch dafür parteiintern um so korrektere Begründung Jauchs, stößt aber ansonsten ins gleiche Horn wie CDU-Mitglied Voß: Die Funktionärsclique vermisste den Stallgeruch.
Die “Begleitmusik” (Jauch) wäre auch dann weitergegangen, wenn Jauch sämtliche Nachforderungen erfüllt und mit der Sendung begonnen hätte. Nach kurzer Zeit hätte dann wohl ein immer lauter werdender Funktionärschor mit Tadel für Jauch und Lob für Plasberg eingesetzt.
So ist das wohl mit den Öffentlich-Rechtlichen und den Privaten: Pest oder Cholera. In beiden Systemen geraten ausgezeichnete Sendungen eher zufällig und systemfremd. Eine sich selbst bestätigende und erneuernde Bürokratie aber muss man sich durch Zwangsgelder verdienen.
Verfasst von Rayson um 15:21 Uhr in der Kategorie Kultur, Politik (Trackback)