Niemand ist eine Insel

Es gibt ja Befürchtungen, dass Menschen, die zu oft vor dem Computer sitzen, wichtige soziale Kontakte verlieren und vereinsamen. Um so verdienstvoller finde ich staatliche Anstrengungen diesseits und jenseits des großen Teiches, den “Hardcore-Usern” dieses Schicksal zu ersparen und sie regelmäßig zu besuchen.

Apple-Jünger und Linux-Nerds hingegen werden auf staatlich finanzierte Zuwendung dieser Art wohl zunächst verzichten müssen. Ein Klage nach dem Antidiskriminierungsgesetz wäre da zu erwägen.

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8 Kommentare zu “Niemand ist eine Insel”

  1. Buenavista
    11.01.2007 | 16:16

    “Der Geheimdienst versichert laut dem Bericht, er habe Microsoft lediglich bei der Verbesserung der Sicherheitsfunktionen geholfen.”

    So zerstört die NSA ihren eigenen Mythos.

    Und was den Bundestrojaner betrifft: Wollen sie den in der Elster Software einbauen oder wie?

  2. 11.01.2007 | 16:36

    So zerstört die NSA ihren eigenen Mythos.

    Den der Unsichtbarkeit zumindest. Alles andere bliebe beim Versuch.

    Wollen sie den in der Elster Software einbauen oder wie?

    Das ist ja der faszinierende Gedanke dahinter. Bisher dachte man bei “nicht vertrauenswürdigen Quellen und Websites”, die man besser nicht aufsuchen sollte, an Pornos oder Warez. Jetzt gesellen sich noch die staatlich betriebenen Angebote dazu.

    Elster oder was auch immer. Seit diesem Jahr gilt auch ein neues Gesetz zur Veröffentlichung von Jahresabschlüssen bei Kapitalgesellschaften (inkl. & Co. KGs), das in einigen Jahren die Verwendung einer durch einen speziellen Client ermöglichten elektronischen Übertragung zur Pflicht macht. Und so weiter, und so fort.

    Von jetzt an gilt eigentlich noch mehr: Wenn vom Staat zur Verfügung gestellte Software nicht quelloffen ist, muss man davon ausgehen, dass solche Hintertüren drin sind.

  3. 11.01.2007 | 16:52

    Jetzt muß ich ja einsam bleiben. Anfangs wollte ich nicht unbedingt, daß mein PC zu Microsoft heimtelefoniert, jetzt darf er nicht mal zum gutmütigen wachenden Staat telefonieren. Böses Linux…

  4. 11.01.2007 | 16:56

    Soo sicher wäre ich mir auch bei Linux nicht, denn manche staatliche Software liefe auch da (weil in Java programmiert).

    Man kann denen, die solche Software verwenden müssen, nur raten, diese auf einem gesonderten Rechner zu installieren.

  5. Buenavista
    11.01.2007 | 17:40

    Naja, Steuerdaten haben ohnehin nichts auf einem Netrechner zu suchen.

    Ist schon NSA Patchday?

  6. Buenavista
    11.01.2007 | 20:31

    Dann hoffen wir mal, das Terroristen brav Umsatzsteuer anmelden und Jahresabschlüsse…

    Aber vielleicht tuts auch ein Email an die Auszuforschenden mit dem Anhang 72virgins.jpg.exe

  7. R. A.
    11.01.2007 | 21:50

    > Dann hoffen wir mal, das Terroristen
    > brav Umsatzsteuer anmelden und
    > Jahresabschlüsse…
    Wenn sie schlau sind: Ja.

    Denn Steuervergehen werden nun mal deutlich konsequenter verfolgt als Kapitalverbrechen.

    Auch Al Capone wanderte nicht wegen Mord und Bandenkriminalität in den Knast, sondern wegen Steuerhinterziehung.

    Wer also dem Staat brav gibt, was dem am Wichtigsten ist - der muß keine große Angst mehr vor Strafverfolgung haben.

  8. Buenavista
    11.01.2007 | 22:40

    Genau, damit der Staat dann solchen Unfug finanzieren kann.
    Würde gern mal wissen, was der Bundesrechnungshof dazu meint.

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