16. Januar 2007
Computerspiele sichergestellt. Na und!
Oh Mann, kennt den in den deutschen Redaktionen niemand mehr Grundbegriffe der Statistik wie etwa Korrelation und Signifikanz?
Nach dem Mord an zwei Personen vermutlich durch zwei Jugendliche werden wieder “Killerspiele” (was immer dies genau sein mag) ins Gespräch gebracht.
Dazu schreibt die FAZ in “Tessin: Nach Doppelmord: Computerspiele sichergestellt”:
Computerspiele mit Gewaltszenen sind bei der Suche nach dem Motiv für den Doppelmord von Tessin in den Fokus der Ermittlungen gerückt. Beamte durchsuchten die Zimmer der beiden siebzehnjährigen Täter. „Dabei sind auch Rechner mit Computerspielen sichergestellt worden“, sagte Oberstaatsanwalt Christian Pick am Dienstag in Schwerin. Schon zuvor hatten Freunde über die Computerleidenschaft der beiden Gymnasiasten, die am Samstag abend die Eltern eines Freundes erstochen haben, berichtet. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich zunächst aber noch zurückhaltend zu einem möglichen Zusammenhang der Tat mit Computerspielen.
Wie viel Prozent der männlichen Jugendlichen besitzen (Gewalt-)Computerspiele? 80%? 90%?
Wie viel Prozent der männlichen Jugendlichen haben eine Computerleidenschaft?
Es wäre schon fast überraschend, wenn man bei einem jugendlichen Mörder/Verbrecher etc. keine Computerspiele finden würde.
Aber zumindest der Titel suggeriert: “Da haben wir es. Schon wieder sind die bösen Computerspiele im Spiel”.
Der Tagesspiegel schon im November einem passenden Kommentar abgegeben.
Verfasst von dirkmeister um 21:59 Uhr in der Kategorie Innenpolitik (Trackback)