17. Januar 2007
Schilderpräger
In der Sächsischen Zeitung wurde heute von einer interessanten Begebenheit berichtet und dieser Bericht hat mich den ganzen Tag nicht losgelassen. Die Geschichte geht so:
Es war einmal eine Kfz-Zulassungsstelle in der schönen sächsischen Stadt Meißen. Dort mussten die Antragsteller an manchen Tagen recht lange auf ihre Papiere warten. Natürlich hatten sie dann schlechte Laune und das bekamen wohl immer zuerst die beiden ortsansässigen Schilderpräger X und Y zu spüren. Eines Tages hatte Schilderpräger X eine Idee: er zog sich einfach einige Wartenummern aus dem Automaten der Behörde und tauschte sie gegen die Wartenummern seiner Kunden aus.
Das ließ den Schilderpräger Y nicht ruhen. Wie könnte er reagiert haben?
(a) Er bot den Kunden einen besseren Service als seine Konkurrenz.
(b) Er verklagte X wegen Verzerrung des Wettbewerbs.
(c) Er schickte jeden Morgen einen seiner Angestellten zur Zulassungsstelle, um ebenfalls solche Marken zu besorgen.
Es war einmal ein Oberlandesgericht im sächsischen Dresden. Das musste sich mit diesem Streit befassen und fällte gestern sein Urteil. Wie könnte das Urteil ausgesehen haben? In den Kommentaren könnt Ihr raten, die Auflösung wird heute abend gepostet.
Verfasst von stefanolix um 17:50 Uhr in der Kategorie Allgemein (Trackback)