25. Januar 2007
Geschäftsklima bricht ein: Eine Überraschung?
Im Januar ist der GfK-Konsumindikator eingebrochen wie in keinem Monat der letzten 25 Jahre zuvor. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex hat sich verschlechtert.
Spiegel Online nennt diese Entwicklung “überraschend” und alle in diesem Artikel zitierten Wirtschaftsforscher sehen den Rückgang durch die Mehrwertsteuererhöhung begründet und halten dies deshalb nur für einen kurzfristigen Effekt. (Der Titel “Steuerschock schlägt auf die Stimmung” klingt mal wieder extrem nach Boulevard, aber das nur mal am Rande).
Dies sieht zumindest Robert von Heusinger vom Zeit-Herdentrieb anders:
Wenn das deutsche Wachstum im ersten Quartal nur stagnieren sollte, wäre das als kleines Wunder einzustufen. Denn eine Mehrwertsteuererhöhung von drei Prozentpunkten ist eigentlich dazu angetan, eine Volkswirtschaft in die Rezession zu stoßen – mutwillig und unverantwortlich. Toll, Peer Steinbrück.
Mir fehlt im Detail die Kenntnisse um die Prognosen einzuschätzen, aber bei einem Einbruch wie zum letzten Mal vor 25 Jahren nie seit Beginn der Erhebung vor 25 Jahren sieht es für mich nicht nach einem kurzfristen Effekt aus. Zumal die wirtschaftlichen Randbedingungnen wie der Ölpreis und der Eurowechselkurs eigentlich ganz gut sind.
Seltsam finde ich aber auf jeden Fall das Attribut “überraschend”.
Ist es denn wirklich so ungewöhnlich, wenn eine 3%-ige Mehrwertsteuererhöhung die Konjunktur bremst?
Verfasst von dirkmeister um 14:15 Uhr in der Kategorie Politik, Wirtschaftspolitik (Trackback)