Hottest chick in town

Leute, vergesst die Libertären! Agorismus rulez!

Mit Hochachtung für Matt Jenny angesichts seines Fleißes. Jung müsste man nochmal sein… ;-)

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9 Kommentare zu “Hottest chick in town”

  1. 1.02.2007 | 20:30

    Kann mir mal jemand erklären, was genau der Unterschied zwischen Liberalismus/Libertarismus/Libertarianism etc. und Agorismus ist?

    Der Seite entnehme ich, dass der Agorist seine Überzeugungen im Unterschied zum Libertären auch lebt, aber das kann ich so nicht einsehen. Natürlich gibt es genug “theoretische Libertäre”, vor allem in diversen Foren und der Blogosphäre, aber mindestens genau so viele “praktische”.

    Ich verstehe also nicht, wozu es schon wieder einen neuen Begriff braucht und warum man nicht einfach liberal statt neo- oder linkslibertär sein kann.

    Ach ja, bei der Gelegenheit würde mich auch gleich mal noch die Unterscheidung zwischen Linkslibertarismus und “normalen” Libertarismus interessieren, die ich auch nicht sehen kann. Linkslibertär ist insofern eher gefährlich, weil man damit in der Diskussion ganz schnell im tiefroten “sozialistischen Libertarismus” steht.

  2. 1.02.2007 | 20:32

    “Ich verstehe also nicht, wozu es schon wieder einen neuen Begriff braucht”

    Igitt, wie rational.

  3. 1.02.2007 | 21:23

    Hat es vielleicht was damit zu tun, dass inzwischen (Maßstab USA) zu viele Leute “libertär” sind und deswegen das Elitebewusstsein etwas darunter leidet? ;-)

  4. googlehupf
    1.02.2007 | 22:22

    Ich zitiere mal die good ol’ Wikipedia:

    “Agorists consider their ideas a leftward evolution and superation of those of Murray Rothbard. Konkin describes agorists as “strict Rothbardians…and even more Rothbardian than Rothbard”[4], although no gross incompatibility of Konkin’s counter-economic strategy with other schools of market anarchist thought have been widely noted yet”

    Richtig…

  5. 1.02.2007 | 22:24

    Merke: Je exotischer die Meinung, um so wichtiger die interne Differenzierung…

  6. 1.02.2007 | 23:46

    @googlehupf:

    Ja, aber wo ist denn dann der Unterschied zum Linkslibertarismus? Die Folgerungen sind ohnehin die selben wie bei jeder anderen marktradikalen Theorie auch (meist Minimalstaat, hier wohl Anarchokapitalismus). Oder bedeutet “no gross incompatibility” Deckungsgleichheit?

    Ich hatte vor einiger Zeit die Chance einem Vortrag zum Transhumanismus beizuwohnen und auch dort gibt es inzwischen zehn verschiedene Strömungen mit unterschiedlichem Namen, die gegenseitig trotz fast identischer Positionen oft im Konflikt stehen. Bringt das die Sache voran? Eine Strömung fand ich übrigens sehr interessant: Extropianismus. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

    Ich bleibe dabei und bin schlicht liberal oder meinetwegen libertär. Wenn alle so konsequent wären und sich genau so felsenfest zum klassischen Liberalismus bekennen würden wie ein Bundestagsabgeordneter zur Sozialdemokratie, wäre die libertäre Position wohl um einiges stärker; ohne Abstriche im Programm.

  7. 2.02.2007 | 0:43

    “Libertäre” “Agorismus” “Liberalismus” “Linkslibertarismus” “Rothbardian” “Anarchokapitalismus” “Transhumanismus” “klassischer Liberalismus”

    Und gerade dachte ich noch, ich kenne mich im Bereich der politischen Ideen ein wenig aus. Aber all diese Begriffe stammen aus diesem Beitrag und seinen Kommentaren, beschreiben offenbar (?) ähnliche Dinge, und mit vielleicht der Hälfte davon kann ich allgemein etwas anfangen…

    Ich bin jedenfalls für mehr Freiheit. Muss nicht gleich alles sein, brauche ich keine Theorien für, setze ich einfach für ein. Als (ich will ja auch noch was beitragen zu den wirren Fachbegriffen) Social Engineer nach dem Motto “Think globally, act locally”.

  8. googlehupf
    2.02.2007 | 0:54

    Ich erkenne bei grobem Blick den Unterschied zwischen Agorismus und Anarcho-Kapitalismus nicht. Daher verstehe ich schon mal nicht warum es da “yet another anarchism” gibt.

    Ich habe bei den gängigen “linken” Anarchismen/Libertarismen häufgig genug Argumente gegen Marktmechanismen, Privateigentum, Hierarchie an sich (auch bei freiwilliger Entstehung), Rothbard, usw. gelesen. Da gehe ich schon von einer Inkompatibilität aus - zumindest wie die Anhänger der unterschiedlichen Strömungen es wahrnehmen.

    Ich hab so ein wenig das Gefühl, dass die unterschiedliche Wahrnehmung des Eigentumsbegriffs das größte Hindernis ist. Für den einen ist es nur die Zahnbürste für den anderen auch die riesige Lagerhalle 1000km weit weg.

  9. Llarian
    2.02.2007 | 10:45

    Wenn ich mal rein von der Zusammenfassung auf der Webseite ausgehe liegt der Unterschied nicht im Ziel sondern im Weg dorthin. Die meisten Libertären, die ich so kennengelernt habe, schimpfen auf den Staat, wollen ihn abschaffen und in der Folge wird sich dann irgendwas Libertäres ergeben. Sezession ist der klassische Ansatz. Der “Fehler” liegt dabei meines Erachtens darin, dass sich der Staat nicht selber abschafft. Und die Politik das Interesse der Abspaltung auch immer bekämpfen wird.
    Die Agoristen hier widerum glauben daran, dass der Staat nicht politisch sondern wirtschaftliche abgeschafft werden kann. Also entsteht eine Art von Schattenmacht, jehenseits der Politik, die rein den Gesetzen der Marktwirtschaft unterliegt. Diese Macht wird, aufgrund ihrer wirtschaftlichen Überlegenheit, irgendwann dominant und man ist bei fast dem selben Ergebnis. So ganz absurd scheint mir das in einer Zeit, wo in vielen westlichen Ländern (Deutschland inklusive) bereits heute mehr Geld für private Sicherheit ausgegeben wird, als für öffentliche, nicht zu sein. Sieht man den zeitlichen Verlauf ist auch was wahres dran. Vor 300 Jahren war die Wirtschaft vollkommen von der Politik dominiert. Heute geht die Entwicklung mehr und mehr in die andere Richtung.

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