Linux ist Kommunismus

Jetzt hat M$-Ballmer doch noch Recht bekommen.

Und da gerade meine Festplatte ihr baldiges Ende angekündigt hat: Ich muss mir wohl wieder einen Mac zulegen.

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30 Kommentare zu “Linux ist Kommunismus”

  1. 18.02.2007 | 17:24

    Nö, Linux ist kapitalistisch:
    http://www.lewrockwell.com/lora/m.lora22.html

    :)

  2. 18.02.2007 | 17:25

    PS: Ist es Absicht, dass Leser ohne Browserkennung bei euch vom Kommentieren ausgeschlossen werden?

  3. 18.02.2007 | 17:32

    Nein. Das muss im WP stecken. Aber ist diese Hürde so hoch?

  4. 18.02.2007 | 17:39

    Und zum Thema selbst:

    Dass ich selbst das anders sehe als Herr Ballmer, dürfte Lesern dieses Blogs bekannt sein. Ich halte Linux und sogar die GPL auch für ein durch und durch liberales Ding.

  5. 18.02.2007 | 18:18

    Möööööööp … Linux ist Kommunismus ist ein Running Gag :P Ausgerechnet Stevie B., der auf staatlichen Protektionismus statt auf Wettbewerb und Markt setzt, bezichtigt(-e … der Ballmer-Artikel ist ja schon etwas älter) andere des Kommunismus. Dass die Kubaner jetzt auf Linux setzen, dürfte wohl v.a. an Devisenmangel liegen. Und Open Source wird dadurch so wenig kommunistisch, wie das Prostitution ist, nur weil in Havanna die eine oder andere Dame damit ihren Lebensunterhalt bestreitet ;-)
    Hier ein Beitrag zum Thema (und einige Links die sich ernsthaft mit dem Thema geistiges Eigentum / Open Source auseinandersetzen) auf antibuerokratieteam.de

  6. 18.02.2007 | 18:32

    Achim, du hast sowas von Recht. Aber hast du wirklich geglaubt, dass ich deswegen Apple-Hardware erwerbe? ;-)

    Meine Sicht der Dinge findet sich übrigens auch hier:
    http://www.bissige-liberale.com/2006/05/11/ubuntu-floss-und-der-riese-aus-redmond/

  7. 18.02.2007 | 18:53

    Das erinnert mich an jenen Dokumentarfilm über Linux und die Open Source Bewegung. Da ging ESR ziemlich der Hut hoch als er gefragt wurde ob denn Open Source nicht kommunistisch sei :-)

  8. 18.02.2007 | 18:59

    Hat es der Fragesteller überlebt?

  9. 18.02.2007 | 19:28

    So wie ich ESR einschätze, hat er ihn am Leben gelassen (knapp) :P
    Dein Text ist interessant, Ray - damals allerdings offensichtlich an mir vorbeigegangen.
    Der These, dass Linux nicht innovativ für den Anwender wäre (gewesen sei) würde ich allerdings spontan, ohne mich intensiver mit dem Text auseinandergesetzt zu haben, widersprechen - auch und vor allem dem Ansatz, dass der Koordinierungsaufwand im “Basar”-Modell irgendwann zu groß werden [würde], um klare, festumrissene Ziele zu erreichen. Ein Standardargument von Linksliberalen und anderen Sozialisten gegen die Marktwirtschaft. Wenn das richtig wäre, würde Markt (ein anderes Wort für Basar übrigens, nur zur Erinnerung) an sich - nicht nur in seiner spezifischen Ausprägung als “Open Source” - nicht funktionieren, Hayek hätte nicht Recht gehabt, mit seinem Modell der “spontanen Ordnung” … oder verstehe ich Dich bloss falsch?

  10. 18.02.2007 | 19:43

    @jo@chim

    Transaktionskosten sind kein Argument für oder gegen Marktwirtschaft (im Grunde sind sie es schon, aber das passt nicht zum Thema), sondern erklären verschiedene Organisationsformen innerhalb der Marktwirtschaft. Warum gibt es Unternehmen, wenn es auch sehr freie individuelle (Lieferanten-)Verträge täten?

    Und da geht es dann doch schon um die Anreize. Unter einem “GPL-Regime” ist der Anreiz zu Innovationen nahe Null, denn der Vorsrprung des Innovators würde im Nu verschwinden zu Gunsten derer, die für den Umgang mit der Innovation die besseren Lösungen aufzeigen. Belohnt wird da nicht Innovation, sondern die Anpassung der Innovation an die Nachfrager. Das ist alles andere als verwerflich, nur eben nicht genug.

    Deswegen lege ich auch Wert darauf, die GPL als (eine!) Konkretisierung und nicht etwa als Ideal zu begreifen. Sie hat ihre wichtige Rolle, nur ist es eben keine vorwiegend innovatorische,

  11. Llarian
    18.02.2007 | 20:45

    Linux ist nicht kommunistisch, aber viele Kommunisten erheben gerne den Anspruch auf Linux und freie Software generell. Ein schönes Beispiel dafür ist weniger Kuba sondern eher Richard Stallman selber, der unter der Wahnvorstellung leidet, dass alle, die jemals freie Software veröffentlicht haben, sich einer von ihm erdachten Idealvorstellung von Softwareentwicklung unterworfen hätten und aus Altruismus dies auch in Zukunft weiter tun werden.
    Wer den Unterschied zwischen GPL3 und FreeBSD definieren kann, der kann auch sehr gut den Unterschied zwischen liberalem Altruismus und totalitärer Ideologie bestimmen. Freie Software klingt nur solange gut, wie sie wirklich frei ist, wer sich mal damit beschäftigt, was man unter GPL alles nicht darf, wird schnell feststellen, dass es mit der Freiheit soweit nicht her ist.

  12. 18.02.2007 | 22:18

    Es ist eigentlich völlig irrelevant, was man unter einer GPL alles darf (oder eben nicht), geht es hier doch um nichts anderes als um die Ausübung von Eigentumsrechten.

  13. Buenavista
    18.02.2007 | 22:32

    Nach den EULA von Microsoft dürfte Windows in Kuba ohnehin nicht eingesetzt werden. Man hat dort ohnehin mit illegalen Lizemzen aus Mexiko oder Venezuela bzw. mit Raubkopien gearbeitet.

    Linux aber könnte von Kuba profitieren. Die Programmierer dort haben kein Geld, dafür aber viel viel Zeit.

    Vielleicht gibts ja bald ein Kubuntu mit Che Kernel :-)

  14. der gute don
    18.02.2007 | 23:06

    Ich muss mir wohl wieder einen Mac zulegen.

    damit scherzt man nicht. Es gibt eigentlich keine Woche in der mir unser Designer nicht ein Gespräch PC vs. Mac aufdrückt … *arrg*

  15. 18.02.2007 | 23:13

    Für mich gilt: Been there, done that. Und wenn es ein Mac wird, dann läuft darauf wahrscheinlich - mindestens als Dual Boot - auch ein Linux. Aber wahrscheinlich wird es doch keiner…

  16. 18.02.2007 | 23:19

    [...] Auf Heise Online und in Folge auch im B.L.O.G. wird über die Gründe spekuliert, warum die Regimes in Kuba und Venezuela planen, auf Linux zu migrieren. Dass an Open Source irgend etwas Sozialistisches sei – daran glauben wohl nur romantisierende Hackerkiddies im reichen kapitalistischen Westen. Im Falle des permanent klammen Kuba würde ich vielmehr auf den Zwang, Devisen zu sparen tippen. Auf einen wesentlichen, von Gegnern wie Befürwortern des freien Betriebssystems oft unterschätzten Vorteil – der gerade auch für die Realsozialisten das Killerkriterium pro Linux darstellen dürfte – weist RMS hin: ein “Closed Source” Programm kann niemals vertrauenswürdig sein. Nur offene Software erlaubt auch, Sicherheitslücken oder bewusst eingebaute “Backdoors” schnell zu erkennen. Und die Zusammenarbeit zwischen dem staatlich protektionierten Fast-Monopolisten Microsoft und den Geheimdiensten ist nicht nur eine theoretische Option … Beitrag versenden - Druckansicht - Kategorien: Notizen aus dem U-Boot • Weird Wide Web [...]

  17. 19.02.2007 | 8:07

    Linux braucht weder kapital noch irgendwie geartete diktaturen

    es ist so frei euer zugriff auf eure eigenen gedanken
    das konzept ist viel einfacher als das des eigentums

    für mich ist es das, wie eine anarchie sein sollte (blos ohne mozilla mit ihrem marken-gejammer :P )

  18. 19.02.2007 | 9:11

    Ein Gespenst geht um in der IT-Welt: das Gespenst der freien Software. Viele Firmen einer mächtigen Branche haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet …

    Linux muss für bestimmte Kreise ein bedrohliches Gespenst sein: nämlich für alle Hersteller. die ihre Kunden mit inakzeptablen Lizenzbedingungen und schlechtem Servive abspeisen. Wer sich als IT-Anbieter auf ein besseres Geschäftsmodell einlässt, der kann auch mit OpenSource und im Einklang mit allen Marktteilnehmern (Entwickler, Nutzer, Hardware-Anbieter …) Geld verdienen.

  19. 19.02.2007 | 9:14

    @marti: Es ist ein ganz großer Trugschluss, dass Linux gleich Anarchie gesetzt wird. Die erfolgreichsten OpenSource-Projekte sind gerade nicht anarchisch, sondern im Gegenteil hochprofessionell organisiert.

  20. 19.02.2007 | 10:52

    @marti:

    nur schade, dass selbst die “offenste und altruistischte” Software nur auf “Kapital” alias Hardware läuft. Aber vielleicht kann mir ja mal jemand einen Link schicken, auf dem ich nagelneue “Open-Source-Hardware” ganz ohne Grenzen bestellen kann. Aber eines fernen Tages, wenn die Produktion von Hardware so billig wie die Softwarekopie heute ist, dann wird vielleicht auch dieser Traum wahr… ;-)

  21. R.A.
    19.02.2007 | 11:07

    > Ich muss mir wohl
    > wieder einen Mac
    > zulegen.
    Das ist natürlich immer und auf jeden Fall eine gute Idee.

    Aber mir erschließt sich nicht, wieso eine defekte Festplatte der Grund sein soll: Es gibt wohl kaum eine andere Komponente, die sich so leicht, preisgünstig und meist besser ersetzen läßt.

  22. 19.02.2007 | 11:15

    @Stef: wer sagt, dass Anarchie nicht hochprofessionell sein kann? In Bezug auf die anarchischen Elemente der Open Source werden Dir wohl nicht nur libertäre Betonköppe wie me&myself, sondern auch die CEO’s von IBM, Novell, Redhat, u.v.m. widersprechen …

  23. 19.02.2007 | 11:54

    @Joachim: Ich verstehe Deine Antwort nicht ganz ;-) Wie bringst Du Anarchie und professionelles Programmentwickeln unter einen Hut?

    Unter den Anwendern kann es natürlich Anarchisten und Anarchie-Träumer geben. Aber kann die Arbeit effektiv arbeitender Entwickler so funktionieren?

  24. 19.02.2007 | 14:30

    Die hochprofessionellen Strukturen entstehen doch alle auf der Basis von Freiwilligkeit. Es wird auch niemand daran gehindert, sich davon zu lösen und z.B. ein Projekt zu spalten. Wenn er denn genug Leute dafür auf seine Seite ziehen kann.
    Kann es sein, daß Du den Begriff ‘Anarchie’ von vornherein mit etwas auflädst, (Desorganisation, Chaos,) das nicht notwendigerweise darunter fallen muß?

    Verfehlt an Martis Einschätzung ist m.E. nicht die Ansicht, es handle sich um eine Anarchie, sondern die, es gebe kein Eigentum. Die zeugt von einem sehr verengten Eigentumsbegriff, glaube ich.

  25. 20.02.2007 | 14:56

    @R.A.

    Der Grund, warum die Festplatte abgeraucht ist, ist m.E. auf das Konzept der Geräuscharmut zurückzuführen, auf das der ganze Rechner basiert (Hitzeentwicklung). Darunter ziehe ich jetzt einen Schlusstrich und sattele auf Düsentriebwerk um…

  26. Llarian
    20.02.2007 | 15:36

    Aber mir erschließt sich nicht, wieso eine defekte Festplatte der Grund sein soll: Es gibt wohl kaum eine andere Komponente, die sich so leicht, preisgünstig und meist besser ersetzen läßt.

    Und keine bei der ein Abrauchen schlimmere Folgen hat. Wobei sich mir nicht ganz erschliesst, warum das bei einem durchgestylten Gehäuse mit einem Apfel vorne drauf irgendwie anders verhalten soll.

  27. R.A.
    20.02.2007 | 17:15

    > Und keine bei der ein
    > Abrauchen schlimmere
    > Folgen hat.
    Wie wahr.

    “Larry says: Save often, save early”

    Wer weiß noch, woher dieses Zitat kommt?

    Und ich muß ehrlich zugeben, daß das Thema “Festplattencrash” das einzige ist, wo Apple der Konkurrenz nicht deutlich überlegen ist …

  28. Llarian
    20.02.2007 | 17:57

    “Larry says: Save often, save early”
    Wer weiß noch, woher dieses Zitat kommt?

    Wenns Larry sagt könnte es Larry Laffer gewesen sein. Und das Zitat ist nur zu wahr…. Ich hab heute gelesen, dass heutige Festplatten nach 3 Jahren statistisch zu 8.7 Prozent ausfallen, die Größenordnung hat selbst mich etwas erschüttert und mich dazu gebracht dochmal über eine einfache RAID Lösung nachzusinnen.

    Und ich muß ehrlich zugeben, daß das Thema “Festplattencrash” das einzige ist, wo Apple der Konkurrenz nicht deutlich überlegen ist …

    Oh, da können wir aber einen heiligen Glaubenskrieg austragen:
    - Apple ist sauteuer.
    - Apple hat kein DirectX.
    - Apple ist kein Standard.
    Mir gehts eher umgekehrt, mal ab von dem Glauben aller Macintosh-Besitzer etwas Elitäres zu besitzen und der totalen Behuddelung von Macs durch Hollywood fällt mir wenig ein, was für einen Mac sprechen würde. Technologische Überlegenheit ist ein wenig merkwürdig, wenn man bedenkt, dass praktisch alle eigenen Konzepte nach und nach aufgegeben wurden und es sich eigentlich heute noch um einen teuren PC mit einem firmengepfflegten BSD-Unix handelt und der einzige Grund, warum Apple nicht in den Konkurs gegangen ist eine Beteiligung von Gates gewesen ist. Rein marktwirtschaftlich ist der MAC nicht das überlegene sondern das vollkommen unterlegene Produkt.

  29. R.A.
    21.02.2007 | 11:03

    @Llarian:
    Larry war natürlich richtig …

    > fällt mir wenig
    > ein, was für
    > einen Mac
    > sprechen würde.
    Mir ist das elitär egal, und das Design, und Hollywood sowieso.

    Mir geht es nur um eins: Das Ding läuft einfach und sicher und ich brauche mich um keine technischen Details kümmern.

    Obwohl ich immerhin ein Mini-Netzwerk mit DSL-Router, drei Rechnern und zwei Druckern aufgebaut habe, mußte ich nicht mehr machen als für jedes Familienmitglied einen Account einrichten.

    Und mir ist nur das Ergebnis wichtig, ob das nun ein “firmengepflegtes Dingsbums-UNIX” ist kann mir doch völlig egal sein - das sind Geek-Argumente.

  30. 24.02.2007 | 13:16

    Sicher schon geahnt: die Frage ist, ob “Kommunismus” Kommunismus ist.

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