Fokus mit Linksdrall

Warum sollte der Iran glaubhaft machen, nicht an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten?

a) Weil ein atomar bewaffneter Iran ein regionales Wettrüsten verursachen würde?
b) Weil Atomwaffen in den Händen von religiösen Spinnern grundsätzlich keine gute Idee sind?
oder
c) Weil damit den USA ein Vorwand für ihre schier unfassbare Lust am Kriegführen genommen würde?

Der Leser wird es ahnen, wie der schlichte Geist eines linken Journalisten diese Frage beantwortet.

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24 Kommentare zu “Fokus mit Linksdrall”

  1. 22.02.2007 | 19:56

    Offensichtlich wäre Bush perfekt geeignet für die Anwendung Madman-Taktik.

  2. 23.02.2007 | 6:46

    Der verlinkte Artikel stellt Deine Frage nach dem Warum ja gar nicht. Wie nennt man das noch gleich, wenn man erst einen Popanz aufbaut, um dann auf ihn einzuhauen?

  3. spruance
    23.02.2007 | 8:41

    @2020
    Genau - er stellt die Frage gar nicht, weil er sie von vorneherein für beantwortet hält. Irgendwie gelingt es mit nicht mehr, für unseren Journalismus irgendeine Form von Respekt aufzubringen. Warum nur?

  4. 23.02.2007 | 11:36

    Papperlapapp. Man kann doch nicht aus etwas nicht Gesagtem derartige Rückschlüsse ziehen. Was unterscheidet unseren Journalismus denn von dem anderer Nationen? Auch in den USA wird in Big Media kontrovers diskutiert, und das, was da jetzt gerade in der taz steht, hätte gute Aussichten, bei der Mehrheit der Amerikaner Zustimmung zu finden. Aber einem deutschen Liberalen ist der amerikanische Rechtsaussen wohl sehr viel näher als der US-Liberale.

  5. R.A.
    23.02.2007 | 13:00

    > Was unterscheidet
    > unseren Journalismus
    > denn von dem anderer
    > Nationen?
    Der deutsche Journalismus ist überaus provinziell, oberflächlich und uninformiert, aber gleichzeitig zutiefst davon überzeugt, alle Ereignisse dieser Welt incl. geheimster Hintergründe verstanden zu haben.

    Und daneben ist er verblüffend stromlinienförmig - bis auf taz und Welt gibt es bei allen wesentlichen Medien nur marginale Unterschiede in den meisten Positionen.

  6. 23.02.2007 | 13:04

    @2020

    Papperlapapp. Man kann doch nicht aus etwas nicht Gesagtem derartige Rückschlüsse ziehen.

    Du kannst es vielleicht nicht. Ich ja.
    Der Unterschied: Ich tituliere deine Auslassungen nicht als “Papperlapapp”.

    Aber einem deutschen Liberalen ist der amerikanische Rechtsaussen wohl sehr viel näher als der US-Liberale.

    Na, jetzt doch: Papperlapapp. Deine Lagerzugehörigkeits- und -nahfühldebatte ist mir so etwas von schnurz. Zumal das Thema ja auch ein wenig anders war.

  7. 23.02.2007 | 13:22

    Zustimmung, 2020, der Artikel könnte auch in den US-Medien stehen. Bis wohl auf das hier:

    Kein Wunder, denn alle einflussreichen PräsidentschaftskandidatInnen in spe werben um finanzielle Unterstützung bei den Pro-Israel-Lobbygruppen, die offensiv für einen harten Irankurs bis hin zum Krieg eintreten.

    Das würde in “Amiland” wohl nur in tendenziell antisemitischen Verschwörungstheoretiker-Medien stehen, denn sonst weis man, was von der Legende von der unheimlich mächtigen jüdischen (zionistischen, pro-israelischen) Lobby, die auch noch durch die Bank kriegslüstern ist, zu halten ist.
    Nein, ich halte den Kommentar nicht für antisemitisch. Jedenfalls nicht absichtlich. Und ich weis sehr wohl, dass es unter den “Freunden Israels” sehr viele Super-Falken gibt - nur: sie sind IMHO nicht typisch für die “Israel-Lobby”.

  8. der gute don
    23.02.2007 | 14:39

    Aber einem deutschen Liberalen ist der amerikanische Rechtsaussen wohl sehr viel näher als der US-Liberale.

    Richtig! Wer pauschalen Schwachsinn findet darf ihn übrigens behalten! Sie dahergelaufener Dummschwätzer.

  9. 23.02.2007 | 15:05

    don, Papperlapapp sollte hier der Höhepunkt der Unsachlichkeit bleiben.

  10. der gute don
    23.02.2007 | 15:53

    Manchmal gehen die Pferdchen mit mir durch. Und das nur weil ein deutscher Sozi einem stalinistischen Fachisten näher sein könnte, als einem russischen Demokraten.

  11. 23.02.2007 | 17:28

    Dann also zurück zum Thema. Nehmen wir also mal an, die taz hätte tatsächlich die Frage gestellt, die sie nicht gestellt hat: Welche der Antworten, die Boche sich da so schön ausgedacht hat, könnten wir uns dann am ehesten vorstellen?

    Natürlich keine. Denn wenn der Iran glaubhaft machen würde, dass er nicht an Atomwaffen arbeitet, wäre ja alles in Ordnung. Oder?

  12. der gute don
    23.02.2007 | 17:46

    die Idiotie liegt doch wohl in folgendem Satz:

    Folgte Iran jetzt mehr der Linie seines Atomverhandlers Laridschani als der seines Präsidenten Ahmadinedschad, könnten die USA einen Angriff überhaupt nicht mehr begründen. Dazu beizutragen, sollte für die Europäer im Vordergrund stehen.

    Das Ziel der Europäer sollte die Verhinderung iranischer Atomwaffen sein und nicht die USA von einem Militärschlag gegen den Iran abzuhalten.

  13. T. Albert
    24.02.2007 | 0:59

    Das Ziel der Europäer sollte die Verhinderung iranischer Atomwaffen sein und die USA von einem Militärschlag gegen den Iran abzuhalten.

  14. 24.02.2007 | 14:09

    T. Albert: Prinzipiell ist Deine Aussage zustimmungsfähig - auf den ersten Blick.

    Tatsächlich ist es aber doch so, dass die Verhinderung der iranisch-islamischen Atombombe nur das erste Ziel sein kann. Eine Regierungsklasse, aus der regelmäßig die Existens Israels bedrohende Haßtiraden geäußert werden und die u.a. die Hisbollah im Libanon und die Hamas in Gaza finanziell, ideologisch und logistisch unterstützt, darf nicht an der Macht bleiben.

    Das Problem ist nicht Achmachmirdendschihad alleine. Es ist die gesamte Führungsklasse aus islamistischen Geistlichen und ihnen hörigen weltlichen Politikern.

    Solange diese Kaste Zugang zu Führungspositionen im Iran hat, wird ein Regime Change zumindest eine Option bleiben.

  15. T. Albert
    25.02.2007 | 1:12

    @ Martin Eisenhardt
    Dann muss man nicht ständig mit dieser Atombombe argumentieren, sondern sollte ehrlich sagen, was man will und zu welchem Zweck. Man könnte eben militärisch einen Regime Change herbeiführen. Vielleicht mit Hilfe der Volksmudjahedin und des sunnitischen Saddam versprengten Resten.

  16. Bruno-der-Braunbär
    25.02.2007 | 9:27

    @ R.A., der gute don
    Darfur ist doch ein schönes Beispiel für stromlinienförmige Berichterstattung, an der Sie wenig auszusetzen haben. Zeigen Sie mir doch mal einen amerikanischen Medienbericht, der da aus der Reihe tanzt! Ich zeige Ihnen dafür einen österreichischen:
    http://oe1.orf.at/inforadio/73094.html?filter=5
    “Die Meldungen eines Genozid, die seit Jahren verbreitet werden, meint Raoul Schrott, die sind nicht mehr als Kolportage. “

  17. der gute don
    25.02.2007 | 11:35

    @bruno:

    Die Logik entzieht sich mir, klingt aber sandkastenmässig: “Der böse Jim schmeisst aber auch immer mit Sand!”. T.Albert sollte mal über Ursache und Wirkung nachdenken.

    Mal ganz angesehen davon, das der sozialistische geprägte europäische Subventionsprotektionismus die Nahrungsproduktion im Sudan (und damit Hoffnung auf etwas mehr Handel und Wohlstand) zum Erliegen gebracht haben.

  18. Bruno-der-Braunbär
    25.02.2007 | 12:31

    @ der gute don
    Typisch, dass da inhaltlich gar nichts kommt ausser ein Ausweichmanöver in den Sandkasten. Sie reagieren ja wie die stromlinienförmigen Linken, als ihnen ihre geheiligten Gewissheiten ins Wanken geraten sind!

  19. 25.02.2007 | 12:54

    @Braunbär

    Das hier ist nicht DSDS und du bist nicht Dieter Bohlen. Oder etwa doch?

    Egal: Wenn wir Bedarf danach verspüren, dass unsere Kommentatoren im 08/15-Internet-Stil angemacht werden (”typisch”, “inhaltlich gar nichts”, “geheiligte Gewissheiten” und was sonst noch alles im Phrasenkasten griffbereit herumliegt), lassen wir es dich wissen.

  20. Bruno-der-Braunbär
    25.02.2007 | 13:05

    Es wäre schön, wenn Sie beim Erkennen von Anmache und Phrasen nicht so selektiv wären. Lustig auch das kollektive “Wir”. Sie pseudo-liberaler Blockwart-Spießer!

  21. 25.02.2007 | 13:11

    Deine Reaktion sagt genug. Und jetzt verpiss dich!

  22. T. Albert
    25.02.2007 | 15:04

    Guter Don:
    Eben, Ursachen und Wirkungen. Mindestens acht Jahre lang war dieser Saddam ein Guter, als er mit Giftgas Kurden und Iraner ermorden durfte und die iranischen Volksmujahedin von irakischem Boden aus herzhaft mittaten. Da ging es schon mal, auch nicht zum ersten Mal, um Regime Change im Sandkasten. Und noch weiter zurück gehen will ich hier nicht. Die Taliban würden aber vielleicht auch wieder gerne mitmachen, wenn^s gegen Iran geht, und alle möglichen anderen wahabitischen anerkannten Beschützer Israels auch.
    Die Sache und das intrumentelle Gerede vom Schutz der Existenz Israels haben übrigens auch einen ganz praktischen Charakter, weshalb ich langsam finde, dass Schreihälse, die partout kriegerische Einsätze fordern, bei denen amerikanische und israelische Soldaten an ihrer statt sterben sollen, internationale Brigaden zur Verteidigung Israels bilden sollten. Aber so dringlich ist es dann wohl doch nicht.

  23. 25.02.2007 | 15:51

    Noch ein kleiner Nachtrag zum wegen mehrfacher Verletzung der Kommentargrundsätze gesperrten “Braunbären”: Da handelt es sich um das pöbelnde Alter Ego eines hier bereits unter anderem Namen auftretenden Kommentators. Prinzipiell kein ungeschickter Ansatz, aber etwas schlampig ausgeführt.

  24. der gute don
    25.02.2007 | 15:58

    @TAlbert:

    Schon erstaunlich, daß Du jetzt Irak und Israel ins Feld führst. Aber was hat das damit zu tun, daß im Iran ganz offensichtlich die Atombombe bauen will? Ein Land das damit gegen den selbst unterzeichneten Atomwaffensperrvertrag verstösst. Was hat das mit Existenzrechten Israels zu tun?

    Es sollte für Europa nicht vorrangig sein, daran zu arbeiten das die USA nicht den Iran angreifen, sondern daß der Iran sich an seine unterzeichneten Verträge hält! Und das mal ganz abgesehen von dem menschenverachtenden System im Iran. Ich sehe eine solche Waffe nämlich nicht gerne in den Händen von Menschen, deren Rechtsprechung unter anderem vergewaltigten Mädchen wegen Verführung zum Tode verurteilt.

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