25. Februar 2007
Friedlich und nur zur Selbstverteidigung
Ja, diese radikalen linken Demonstranten sind schon eine freundliche und zurückhaltende Truppe. Sie veranstalten selbst ausschließlich gelegentliche friedliche Demonstrationen, und zu Gewalttaten kommt es nur dort, wo sie sich gegen die von Nazis angezettelten Demonstrationen wehren. So jedenfalls versuchen es mir immer wieder Mitblogger zu erklären, die sich selbst als radikale oder extreme Linke bezeichnen und mit der Antifa solidarisieren.
Das fällt mir aber immer schwerer zu glauben, vor allem, wenn ich Berichte wie diesen über die Krawalle am Rande des Frankfurter Opernballs lese.
Bereits in den vergangenen beiden Jahren war es nach dem Protestzug zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen linksgerichteten Demonstranten und der Polizei gekommen. “Dieses Mal war es aber nicht so schlimm wie im vergangenen Jahr”, bilanzierte der Sprecher der Frankfurter Polizei, Karlheinz Wagner.
Also, dass die radikale Linke in diesem Land ausschließlich friedlich demonstriere, das kann ich nun ebensowenig glauben, wie die Behauptung, dass die Antifaschisten bei den Nazi-Gegendemos “nur zur Selbstverteidigung” jeden Weg suchen, um an den Polizeikräften vorbei gewalttätige Konflikte mit den Neonazis auszutragen. Vielleicht gilt das für die besonneneren Linksradikalen, zu denen ich gerne bereit bin, unsere Bloggerkollegen zu rechnen. Aber eins wird für mich immer offensichtlicher: Auch in der Linken gibt es wieder mehr und mehr Radikalinskis, denen der Abscheu gegen diesen “Schweinestaat” (so hieß das doch mal, oder?) als Vorwand dient, um ihre gewalttätige Ader gegen Polizisten und Unbeteiligte auszuleben.
Also, ich hoffe, man wird es mir mehrheitlich nicht verdenken, wenn ich damit fortfahre, nicht nur eine rechtsextreme Bedrohung unseres Staates und unserer Gesellschaft zu sehen, sondern auch eine linksextreme. Wenn Straßenschlachten dieser Art bald wieder zum Alltag gehören, dann gute Nacht… ![]()
Verfasst von Karsten um 22:22 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)