13. März 2007
Komasaufen
In Bayern ist doch alles anders als hier. Und das gilt offenbar auch für das Komasaufen bei Jugendlichen: Das findet dort nämlich ausschließlich mit Bier und Wein statt, nicht mit Spirituosen. Jedenfalls muss man das annehmen, wenn man der CSU-Drogenbeauftragten Maria Eichhorn so zuhört. Diese fordert nämlich, um das “Komasaufen” zu bekämpfen, ein Verbot der Alkoholabgabe an Jugendliche. Erlaubt ist das aber auch bisher nur bei Bier und Wein, und als jemand, der dem Jugendalter noch nicht ganz so lange entwachsen ist (und darüber hinaus auch oft mit Jugendlichen zu tun hat), kann ich Frau Eichhorn versichern, dass die Getränke, mit denen “Komasaufen” betrieben wird, schon jetzt nicht an sie verkauft werden dürfen. Werden sie aber trotzdem, und diesem Problem kommt man auch mit neuen Gesetzen nicht bei.
Nun sind neue Gesetze aber alles, was so eine Politikerin anzubieten hat, und wenn man einen Hammer in der Hand hat…
«Ich habe den Eindruck, Politiker beruhigen ihr Gewissen mit spontanen Aktionen», sagte der drogenpolitische Sprecher [der FDP], Detlev Pfarr, der Zeitung.
Genau so sieht’s aus.
Verfasst von Karsten um 10:53 Uhr in der Kategorie Gesundheitspolitik, Politik (Trackback)