Warum “Dr. House” eine einzigartige Serie ist

Es geht dort um Grenzfälle der menschlichen Existenz, um die Schwelle zwischen Leben und Tod, also immer um - Ethik. Und warum ist das nicht langweilig-belehrend? Durch den Kunstgriff, einen genialen Misanthropen zum Helden zu machen. “Dr. House” ist ehrlicher als jede Talkshow und manche Wissenschaftssendung.

Etwas, aber nicht wirklich, OT: Wir Deutschsprachigen profitieren davon, dass der Sprecher seinem Schauspieler ebenbürtig ist. Danke, Klaus-Dieter Klebsch. Danke, Hugh Laurie.

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12 Kommentare zu “Warum “Dr. House” eine einzigartige Serie ist”

  1. 20.03.2007 | 23:54

    Ah, noch ein Fan. Yeap, absolute Zustimmung. Einfach genial. Insgesamt eine tolle Truppe, die sich da an der Uni Cambridge zur Theatergruppe zusammengefunden hatte und nun große Karriere macht.

    Auch erstaunlich, was ohne staatliche Filmförderung und ohne GEZ an Qualitätsprodukten jede Saison an TV-Serien in den USA entsteht. Gesellschaftliche Probleme, neue wissenschaftliche Erkenntisse, Fragen der Ethik und vieles mehr werden nicht in langweiligen Talk-Runden erörtert, sondern massenkompatibel am praktischen Beispiel dargestellt und somit zum eigenen Denken angeregt, statt vor der Glotze zu hängen und Vordenken zu lassen.

    Ein Hoch den USA. Neben dem Raketenabschirmschild dürfen sie auch gerne noch ein paar TV-Satelliten über Europa stationieren, um die Serien direkt im Original sehen zu können.

  2. adlatus diaboli
    21.03.2007 | 3:42

    @rayson

    Du entschuldigst das sicher: aber ich stimme Dir mindestens zu 100% zu …

    Vor allem, weil die Figur House ja auch der Prototyp des Aufklärers ist (nicht nur durch die Struktur der Detektivgeschichte), sondern vor allem durch das Beharren auf naturwissenschaftlich-rationaler Begründung, ohne dabei den emotional-psychologischen Aspekt außen vor zu lassen (in der heutigen Folge ungewöhnlich deutlich).

  3. Libero
    21.03.2007 | 9:42

    Diese Serie ist auch eine meiner Favoriten. Empfindest du Dr. House wirklich als Misantropen? Ich werte das eher als sein Schutzschild.

    insgesamt eine tolle Truppe, die sich da an der Uni Cambridge zur Theatergruppe zusammengefunden hatte und nun große Karriere macht.

    1870 begann ein junger Ire erst am Queens, dann am Trinity College Jura zu studieren. Als Dirigent des Cambridge University Musical Society führte er seine ersten großen Kompositionen auf, zu denen erst die Londoner, später Profimusiker wie Joseph Joachim aus Berlin anreisten. Mit 36 wurde er nach Berlin eingeladen, wo er ein ganzes Konzert mit Uraufführungen seiner Kompositionen bestritt. Er wurde der Lehrer von Holst, Vaughan Williams, Bridge und Howells, um nur die in England bekanntesten Komponisten zu nennen.

    Das ist in England und den USA nicht ungewöhnlich, daß Studenten ihre musischen Passion zu ihrem Beruf machen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, daß 1972 in unserer Schule der Chor, das Orchester, die Rockbandgruppe und die anderen musischen Aktivitäten gestrichen wurden. Waren ja keine Prüfungsfächer.

  4. 21.03.2007 | 14:37

    @Libero

    Ich glaube schon, dass House der Definition eines Misanthropen gerecht wird, mit all seinem Misstrauen. Das schließt ja ein im Grunde weiches Herz nicht aus.

  5. 21.03.2007 | 14:54

    Zu den musischen Passionen englischer Studenten würden mir noch Hugh Grant und Kenneth Brannagh einfallen, die beide in einer Studentengruppe angefangen haben. Und natürlich Monthy Python.

    Beim großartigen Dr. House denke ich meist ja weniger an einen Misanthropen (auch wenn ich die Deutung für stimmig halte), sondern an den Teufel selbst bzw. Goethes Mephisto:
    Der Geist, der stets das Böse will und stets das Gute schafft. (soviel zu den kulturlosen Amerikanern)

    Außerdem hinkt der Kerl. Wie jeder, der einen Pferdefuß/Huf hat.

  6. 21.03.2007 | 15:16

    Außerdem hinkt der Kerl. Wie jeder, der einen Pferdefuß/Huf hat.

    Stimmt! Geniale Assoziation.

  7. Libero
    21.03.2007 | 15:37

    Brüder im Geiste: Dr. House und Sherlock Holmes
    http://www.myfanbase.de/index.php?mid=1375&pid=2470

  8. Libero
    21.03.2007 | 15:49

    Falls sich jemand so wie ich fragen sollte, welche Rolle Hugh Larie in Blackadder spielte. Er war der George, Prince of Wales.

  9. 21.03.2007 | 15:50

    Rayson, die Assoziation hat mir damals den Spaß an “Die üblichen Verdächtigen” geraubt. Kevin Spacey war der einzige Überlebend UND hinkte. Danke, dann ist’s ja klar.

  10. chinaski
    21.03.2007 | 20:37

    @rayson
    bezüglich der Synchronisation muss ich Dir recht geben, House ist eine der wenigen Serien, die in der deutschen Übersetzung erträglich bzw sogar sehr gut sind. Die Französische Synchronisation ist hingegen absolut entsetzlich (schauder).

    Eine weitere absolut herausragende Serie mit einem “Finsterling” als Hauptcharakter ist übrigens Dexter. Wenn Ihr Freunde in den USA habt, die Euch eine digitale Kopie senden können, unbedingt ausnutzen, mit das beste, das ich je gesehen habe.

  11. S1IG
    21.03.2007 | 21:01

    @Stefan
    Passt sehr gut!

    @libero
    Danke für den Link - interessant

    @rayson+chinaski
    Bei der Synchronisation stimme ich gern zu - der deutsche Spreche macht einen sehr guten Job! Dexter ist auf der 2Do-Liste. ;-)

  12. 28.03.2007 | 16:09

    Ich habe House gestern zum ersten Mal gesehen - und kann die Begeisterung meines Kollegen Rayson verstehen. Das ist wirklich sehr gutes Fernsehen!

    Auf den ersten Blick (bzw. den ersten Hör) schienen mir die Dialoge etwas gestelzt und unecht. Wenn man sich aber drauf eingestellt und das übliche Fernsehniveau als Richtschnur verdrängt hat, ist das richtig anspruchsvoll-leckere Kost.

    1:0 für House, er hat einen neuen Zugucker.

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