SPON, WON - alles eine miefige Soße

Mich interessieren die CSU-Querelen um die vermeintliche “Königsmörderin” Pauli eigentlich nicht. Mich interessiert auch nicht, ob diese Frau in ihrer Partei aus welchen Gründen fertig gemacht werden soll oder nicht. Ich gerate weder in Gefahr, die CSU auf meinem Wahlzettel vorzufinden noch sehe ich, dass meine politische Ansichten mit der Bayernpartei irgendetwas zu tun haben könnten.

Was mich aber aufregt ist, mit welcher Vehemenz WELT ONLINE dem inzwischen bekannt boulevardesken und immer seltener ernst zu nehmenden SPON den Titel als peinlichstes Boulevardblatt mit halbwegs intellektuellem Anstrich abzulaufen versucht.

Die heutige Anti-Pauli-Kampagne (oder was soll das sonst sein) kommt in einer solch geistigen Dürftigkeit und muffigen Spießigkeit daher, dass sich mir vor Widerwillen die Fingernägel aufrollen.
Man kann ja, je nach Geschmack, noch darüber streiten, ob man die Ansicht des offensichtlich noch pubertierenden WON-Schreibers Franz Solms-Laubach teilt, dass die in seinem Artikel abgebildeten Pauli-Bilder “heiß” wären.
Man sollte mangels Niveaumangel schon weniger darüber streiten können, ob es eine journalistische Glanzleistung ist, zu diesen Bildern eine Domina zu befragen und deren Aussagen so zu interpretieren, wie es Solms-Laubach tut.
Was aber meines Erachtens ganz unstrittig sein sollte, ist die Peinlichkeit, derartig miefigen-spießigen Dreck in einer führenden deutschen Tageszeitung lesen zu müssen. Zumindest dann, wenn sie bislang solchen Dreck immer der Schwesterzeitung überlassen hat.

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2 Kommentare zu “SPON, WON - alles eine miefige Soße”

  1. R.A.
    28.03.2007 | 14:33

    Der Artikel läßt sich leider nicht laden.

    Mag sein, daß der etwas reißerisch formuliert ist und daß man bei der WELT mehr Niveau haben möchte.

    Ansonsten aber finde ich das wenig aufregend.
    Das Verhalten der Pauli ist gelinde gesagt befremdlich, und wer sich mit solchen Photos in die Öffentlichkeit bringt, der provoziert ganz selbstverständlich solche Diskussionen.

    Auch die politische Vorgehensweise von Pauli ist völlig unverständlich.

    Damit meine ich nicht ihre ursprüngliche Gegenwehr gegen die Stoiber-Intrige - das war berechtigt und das wurde m. E. auch in der CSU weitgehend akzeptiert.

    Aber danach hat sie einen reinen Kamikaze-Kurs gefahren.
    Alleine schon die Idee, sich ausgerechnet von der SPD Hessen-Süd einen Preis verleihen zu lassen - da muß man kein linientreuer CSUler sein, um das abwegig zu finden.

    Inzwischen kann man zu ihr nur noch sagen: Wer die Hitze nicht aushält, soll nicht in der Küche auch noch Ofen und Heizung auf Volltouren drehen.

  2. 28.03.2007 | 14:41

    @R.A.

    Der Artikel läßt sich leider nicht laden.

    Tatsache. Komisch. Ob die sich inzwischen seiner schämen?

    Mag sein, daß der etwas reißerisch formuliert ist und daß man bei der WELT mehr Niveau haben möchte.

    Darum ging es mir. Und “reißerisch” halte ich für deutlich untertrieben.

    Ansonsten aber finde ich das wenig aufregend.
    Das Verhalten der Pauli ist gelinde gesagt befremdlich …

    Darum ging es mir nicht. Und das interessiert mich, wie erwähnt, auch nicht.

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