Lob des Geschriebenen

Ich bin auch altmodisch. Podcasts, Videocasts, Youtube - all das Zeuchs kann mir gestohlen bleiben: Ich lese.

Wer mir etwas sagen will, soll mich nicht mit visuellen Effekten ablenken. Die oft in Stellenausschreibungen geforderte “Präsentationssicherheit” kann mir gestohlen bleiben: Gib mir Zahlen und Fakten, die Show ist für Las Vegas. Und trifft jemand eine politische Aussage, möchte ich mir die Stellen seiner Argumentation aussuchen können bzw. den Punkt, wo ich wieder einsteige oder gleich entscheide, auszusteigen. Klar, man kann die Ton-Bild-Bombardements z.B. zurückspulen - aber wie lästig ist das im Vergleich zur Freiheit, die mein Auge sich in einem Text nimmt?

“Hat er was zu sagen oder gibt es eine Powerpoint-Präsentation?” - diese Weisheit gilt für alle Multimedia-Inhalte dieser Welt. Her mit dem Text (und den Zahlen), wenn ich dich ernstnehmen soll.

Ähnliche Beiträge


3 Kommentare zu “Lob des Geschriebenen”

  1. 3.04.2007 | 10:34
  2. 3.04.2007 | 10:34

    Nichts gegen Podcasts. Der wöchentliche EconTalk ist eine Pflichtveranstaltung.

  3. R. A.
    4.04.2007 | 20:06

    Da schließe ich mich SteffenH an:
    Rayson hat ansonsten in jeder Zeile seines Beitrags recht - aber gute Podcasts sollte man von der Kritik ausnehmen.
    Die sind inhaltlich so gut wie die ihnen zugrunde liegenden Texte, können aber auch unterwegs gehört werden, so daß man keine Entzugserscheinungen bekommt ;-)

Bad Behavior has blocked 923 access attempts in the last 7 days.