Individuelle Kundenbetreuung bei CD Baby

Es ist vielleicht bekannt, dass ich gerne Smooth Jazz mag (was ähnlich wie Jazz insgesamt ein Sammelbegriff für ganz unterschiedliche Sachen sein kann). Neulich hörte ich auf SmoothVibes einen Song und wollte sofort die komplette CD haben. Nun kennt den Kerl und seine CD natürlich wieder mal keine Sauwaren Künstler und Werk den gängigen deutschen Distributoren unbekannt, aber heftiges Googeln führte mich zu einem Anbieter, wo man solche und andere Exoten bekommen kann: CD Baby. Und der ist wirklich interessant. Zunächst mal die Selbstbeschreibung:

  • CD Baby is a little online record store that sells CDs by independent musicians.
    [In•de•pen•dent: (adj.) Not having sold one's life, career, and creative works over to a corporation.]
  • We’re just a few people (details here) in a cool Portland, Oregon, CD warehouse that looks like a playground. We listen to every CD we sell before we sell it, so we can help you find other albums you’ll like.
  • We only sell CDs that come directly from the musicians. No distributors. Musicians send us CDs. We warehouse them, sell them to you, and pay the musicians directly.
  • Cool thing: in a regular record deal or distribution deal, musicians only make $1-$2 per CD, if they ever get paid by their label. When selling through CD Baby, musicians make $6-$12 per CD, and get paid weekly.
  • In business, and thriving, since March 1998. We’re the largest seller of independent CDs on the web.

Klingt irgendwie sympathisch. Aber wirklich witzig ist die Mail, die ich jetzt als Versandbestätigung erhielt:

Your CD has been gently taken from our CD Baby shelves with
sterilized contamination-free gloves and placed onto a satin pillow.

A team of 50 employees inspected your CD and polished it to make sure
it was in the best possible condition before mailing.

Our packing specialist from Japan lit a candle and a hush fell over
the crowd as he put your CD into the finest gold-lined box that money
can buy.

We all had a wonderful celebration afterwards and the whole party
marched down the street to the post office where the entire town of
Portland waved “Bon Voyage!” to your package, on its way to you, in
our private CD Baby jet on this day, Wednesday, April 4th.

I hope you had a wonderful time shopping at CD Baby. We sure did.
Your picture is on our wall as “Customer of the Year.” We’re all
exhausted but can’t wait for you to come back to CDBABY.COM!!

Thank you, thank you, thank you!

Sigh…


Derek Sivers, president, CD Baby

Da steckt man $7 Versandkosten doch gerne weg ;-)

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11 Kommentare zu “Individuelle Kundenbetreuung bei CD Baby”

  1. 4.04.2007 | 21:00

    Herrlich!

  2. 4.04.2007 | 22:06

    Klasse. Da würde ich auch mal bestellen, wenn ich CD’s kaufen würde. Aber meine Musik läuft ausschließlich im Radio oder auf Veranstaltungen… irgendwie habe ich keine Muße mehr, um Musik zu genießen. *seufz*

  3. Markus Oliver
    4.04.2007 | 22:19
  4. 4.04.2007 | 22:21

    Vielleicht gut. Aber auch so witzig?

  5. Markus Oliver
    4.04.2007 | 22:26

    Ich denke lange nicht. Bei mir läuft eben gerade nur die Loungenacht von Klassikradio im Hintergrund. Da konnte ich nicht anders :-)

  6. 4.04.2007 | 22:39

    Dann mal Grüße in das Reich der Klassik, das ich zwar respektiere, aber wozu ich einfach keine emotionale Beziehung entwickeln kann.

  7. 4.04.2007 | 22:43

    Obwohl: Dass Musik etwas mit Emotion zu tun hat, darf ich angesichts der Poptheoretiker auf meinem und dem anderen Ufer des Flusses wohl eigentlich gar nicht zugeben. Ich bitte um Verzeihung: Ich habe eben nicht das absolute Gehör und muss mich an sekundären Merkmalen ausrichten…

  8. 4.04.2007 | 23:35

    Sag’ mal, bist Du vielleicht der erste Kunde? Oder kommt da noch ein “eilig Geschaeftsvorschlag” nach?

  9. 5.04.2007 | 2:03

    Seit 1998 der erste? Das wäre interessant! Da die Jungs dort sich bislang mit den Euronen zufrieden geben, die sie mir von vornherein nur abluchsen wollten (und da Amex bei Online-Sachen keine Spaß versteht), bin ich eigentlich guter Dinge, dass mich niemand zu einer Reise nach Lagos auffordert…

  10. 5.04.2007 | 9:22

    Mmh, warum reißen sich eigentlich alle Musiker um einen Plattenvertrag bei einem dieser fiesen, ausbeuterischen Label, wenn sie doch bei diesem Baby so richtig absahnen können?

  11. 5.04.2007 | 12:04

    Warum reißen sich die meisten Menschen um einen nur durchschnittlich bezahlten Job als Angestellter, wenn sie doch als Unternehmer dick Kohle machen können? Fragen über Fragen.

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