Kampf um die Köpfe unserer Kinder

Hier ist zu erkennen, was die Folgen des modernen ökologistischen Wahns sind: Panikmache wird zur normalen Geisteshaltung.
Vertrauen in die menschliche Fähigkeit, die Welt auch zukünftig lebenswert erhalten und Erreichtes wahren zu können, wird dagegen als “Volksverdummung” diffamiert. Sogar von der juristischen Strafwürdigkeit solchen Optimismus’ wird fantasiert. (Mal abgesehen von der Lächerlichkeit des Argumentes, das auf die Endlichkeit der Sonnenenergie verweist.)

Man sollte das nicht als Spinnerei abtun. Es geht tatsächlich um die Welt, in der unsere Kinder einmal leben werden!
Werden Sie im Geiste des Ökologismus, des tiefgreifenden Pessimismus (”Ob es morgen noch Elektrizität geben mag?”, “Ob die Welt/Sylt/Hamburg… nicht in den Fluten versinkt?” etc. etc.) und der ständigen Ermahnung zu Buße und Verzicht (”Kann die Erde den Menschen noch lange ertragen?”) erzogen?
Oder werden aus ihnen Menschen mit Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, in die Möglichkeiten, die sich eröffnen, wenn sie diese ihre Fähigkeiten mit denen ihrer Mitmenschen vereinen, und dem Wissen, dass Probleme dazu da sind, gemeistert zu werden? Also ganz im Sinne der Worte des klugen Goethe:

“Ein Sumpf zieht am Gebirge hin,
Verpestet alles schon Errungene;
Den faulen Pfuhl auch abzuziehn,
Das Letzte wär’ das Höchsterrungene.
Eröffn’ ich Räume vielen Millionen,
Nicht sicher zwar, doch tätig-frei zu wohnen.
Grün das Gefilde, fruchtbar; Mensch und Herde
Sogleich behaglich auf der neusten Erde,
Gleich angesiedelt an des Hügels Kraft,
Den aufgewälzt kühn-emsige Völkerschaft.
Im Innern hier ein paradiesisch Land,
Da rase draußen Flut bis auf zum Rand,
Und wie sie nascht, gewaltsam einzuschießen,
Gemeindrang eilt, die Lücke zu verschließen.
Ja! diesem Sinne bin ich ganz ergeben,
Das ist der Weisheit letzter Schluß:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muß.
Und so verbringt, umrungen von Gefahr,
Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.
Solch ein Gewimmel möcht’ ich sehn,
Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn.
Zum Augenblicke dürft’ ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!
Es kann die Spur von meinen Erdetagen
Nicht in äonen untergehn.–”

(Quelle; und Dank an stefanolix, der mich neulich an diese weisen Worte erinnerte)

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1 Kommentar zu “Kampf um die Köpfe unserer Kinder”

  1. spruance
    4.04.2007 | 17:49

    Ist Euch noch nie aufgefallen, daß, wenn eine Zeitung schon eine Kinderseite aufmacht, da immer ökologische Themen dominieren? Erst dachte ich ja, daß denen genausowenig anderes einfällt als den Veranstaltern von Kindermalwettbewerben, aber mittlerweile glaube ich, daß da schon lange ein Krieg um die Köpfe geführt wird. Und ratet mal, wer den gewonnen hat?

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