18. April 2007
Dreimal zahlen für Gestank, Lärm und Dreck
Gerade wird die Wiese neben unserem Grundstück in einen Maisacker umgewandelt. Eine Wiese, auf der seit Jahren hin und wieder mal Pferde gegrast haben, die ansonsten das Reich von Hasen, Vögeln und Rehen und natürlich schön anzusehen war.
Gestern wurde gespritzt, um das Grün wegzubekommen. Und bald schon werden sie mit ihren dreckigen, lauten Traktoren tonnenweise ihre Gülle draufkippen.
Als Landbewohner lernt man die Agrarsubventionen ganz besonders hassen. Bezahlt man doch dafür, dass die Landschaft um einen herum zerstört wird. (Egal übrigens, ob von Bio- oder konventionellen Bauern, letztere brauchen vermutlich eher noch weniger Fläche.)
PS: Natürlich ist dies eine rein subjektive Darstellung und ich weiß, dass das täglich Brot irgendwo produziert werden muss. Als Egoist überlege ich aber langsam, ob ich vielleicht doch Ware bevorzugen sollte, die nicht aus meiner unmittelbaren Nähe kommt. Und die ich nicht dreifach bezahle: Einmal mit Steuergeld, einmal mit zerstörter Landschaft um mich herum und einmal mit dem - ach, oh Jammer! So niedrigen! - Preis im Supermarkt.
Verfasst von Boche um 10:14 Uhr in der Kategorie In eigener Sache, Steckenpferde der Autoren, Umweltpolitik (Trackback)