Bundesliga-Notizen, 30. Spieltag

Der Bayern-Dusel ist zurück: Jeder andere Verein wäre mit diesem Haufen abgestiegen.

Die Bundesliga entwickelt sich zur Integrierten Gesamtschule: Unteres Mittelmaß, aber viel Spaß dabei.

Idee: Spieler, deren Vereine absteigen, sollten ein Jahr lang nicht wechseln dürfen.

Bernd Schneider ist ein richtiger Fremdkörper, nicht nur in der eigenen Mannschaft, sondern auch in der gesamten Liga.

Und ja, auch wenns weh tut:

Es ist wirklich nicht einfach abzusteigen, wenn man nach 30 Spieltagen auf Platz 7 steht. Man muss sich schon richtig nicht anstrengen, um eine Chance zu haben. Nur ganz besondere Mannschaften können das schaffen. Diese Hertha-Truppe hat das Zeug dazu!

(Andreas Lorenz im “Berliner Kurier”)

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13 Kommentare zu “Bundesliga-Notizen, 30. Spieltag”

  1. 23.04.2007 | 14:45

    Entschuldige bitte, ich habe eine Integrierte Gesamtschule besucht, verbitte mir die Unterstellung, Mittelmaß zu sein, und Spaß hatte ich auch wenig auf der Schule …

    Ansonsten ist die Regionalliga Nord aktuell eh spannender.

  2. 23.04.2007 | 14:50

    Wenn ich nicht mal mehr beim Fußball populäre Vorurteile bedienen darf, wo denn dann noch?

  3. 23.04.2007 | 14:52

    Aber ganz ehrlich: Meine eigenen Erfahrungen mit IGSlern waren bisher auch nicht angetan, diese Vorurteile zu beseitigen. Zumindest, was den Bereich betrifft, wo man lernen und analytisch denken muss.

  4. 23.04.2007 | 15:05

    @Rayson:

    Mir sind da, ehrlich gesagt, hinsichtlich der Schulform was jene Milieus betrifft, in denen ich mich so rumtreibe, große Unterschiede nie aufgefallen. Und ich habe auch nicht den Eindruck, daß jene von meiner Schule wesentlich andere Karrieren gemacht haben als jene, die ich vom benachbarten Gymnasium kannte - also von denen, die dann bis zum Abitur weiterspazierten.

    Was tatsächlich vorteilhaft war, war - sorry, liest sich wie ein Klischee, war aber so - daß wir Lernschwächere besser mitziehen konnten und das tatsächlich auch getan haben. Der eine oder andere Haupt- und Realschulabschluß wurde so geschafft.

    Ansonsten habe ich als ernstzunehmend charakterlich verändert eigentlich lediglich Absolventen der Harvard Buisness-School kennenlernen dürfen, was an einem solchen lauschigen Nachmittag bitte nicht als generelle Aussage über wirtschaftlich orientierte Ausbildungen mißverstanden werden soll. Wenn man schon über Schulformen redet, meine ich.

    Na, und das mit den populären Vorurteilen sei mal zugestanden ;-)

  5. 23.04.2007 | 15:15

    @MR

    Ich weiß auch nicht, ob man die von mir damals beobachteten Unterschiede auf Karrieren projizieren kann. Die einzige Zeit, wo an meine Mathekenntnisse und meinen Lernwillen größere Anforderungen gestellt wurden, war die späte Schulzeit und die zu Studienanfang. Alles, was danach kam, war in dieser Hinsicht Pipifax (da wird das Labern viel wichtiger, und das konnten die IGSler auch, wenn nicht sogar besser als die anderen…). Auch da draußen regiert nämlich das Mittelmaß, und nach unten anpassen fällt so unendlich viel leichter.

  6. 23.04.2007 | 15:32

    @Rayson:

    Bei mir war das eher die Examensphase an der Uni, wo auf einmal so was wie ein Quantensprung in Sachen Erwartungen einsetzte. In der Oberstufe war ich zwar auch nicht sonderlich engagiert, aber da kam man so ganz gut durch …genau das können aber jetzt ja auch IGS-spezifische Erfahrungen sein. Hatte dann aber an der Uni auch nicht das Gefühl, irgendwie abzufallen, und Philosophie ist ja allen Unkenrufen zum Trotze auch kein Laberfach.

  7. 23.04.2007 | 15:47

    Fußball ist doch sowieso Glücksspiel.

  8. 23.04.2007 | 16:55

    @MomoRules: aaaargghghg … Quatensprung … Quan-ten-sprung… aaaaahh!

    Entschuldige bitte den Gefühlsausbruch, aber obwohl ich nur im Nebenfach Physik studiert hatte, geht mir die eso- PR- und inzwischen auch umgangssprachlich Versaubeutelung des Ausdrucks im Sinne von “großer übergangsloser Fortschritt / sprunghafte enorme Veränderung / alles wird anders / Übergang zu einem neuen Paradigma” unheimlich auf den Keks.

    Beim (hypothetischen)sprunghaften Zustandsübergang von Quanten von
    einem Zustand in einen anderen handelt es sich um einen Vorgang im subatomaren Bereich, also einen sehr kleinen Vorgang.

  9. 23.04.2007 | 17:20

    @MartinM:

    So wächst Sprache nun mal, wie eine Stadt … und dabei isses ihr in der Regel schnurz, was so’n Physiker damit ursprünglich mal gemeint hat. Bin ja meinerseits eher Feind der Ethymologie oder wie dat heißt, gibt ja Leute, die glauben, sie erklärten dadurch was …

    Gefühlsausbrüche akzeptiere ich jederzeit, doch sie werden für mich nicht handlungsleitend sein ;-)

    PS: .. in was für eine blöde Sprache bin ich hier eigentlich gerade abgerutscht? Muß so eine wie Straßen in Eimsbüttel sein … überall alternde Lehrer … Was für ein ekliger Satz: “Gefühlsausbrüche akzeptiere ich jederzeit, doch sie werden für mich nicht handlungsleitend sein” … manmanman … mir fehlt der Mittags-Schlaf …

  10. 23.04.2007 | 17:25

    Du calme, lieber Martin. Die Mathematiker müssen auch mit dem “kleinsten gemeinsamen Nenner” leben.

  11. 23.04.2007 | 18:54

    Nur die Mathematiker? Eigentlich lernt man doch in der 5. oder 6. Klasse, dass der kleinste gemeinsame Nenner zweier Brüche immer “1″ ist. Aber da wir hier beim Thema Bundesliga sind, will ich das nicht so hochsterilisieren. ;-)

  12. 23.04.2007 | 23:15

    Die Mathematiker müssen auch mit dem “kleinsten gemeinsamen Nenner” leben

    Eben. Und die Anglisten mit der Morgenluft, die immerzu gewittert wird - in ziemlich gegensätzlicher Bedeutung zum Original.

    Und was Juristen so alles ertragen müssen, davon will ich lieber erst gar nicht anfangen.

  13. 24.04.2007 | 11:00

    Marian! Wo kommst Du denn plötzlich wieder her? Wie schreibt man das denn in Blogs - schön, Dich zu lesen?

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