7. Mai 2007
Deutsches Staatsdefizit: Ein Überschriftenvergleich und ein Wutschnauben
Bei SpOn hat eine Überschrift meinen Blutdruck kurzzeitig in die Höhe schnellen lassen - und zwar ausnahmsweise nicht, weil sie inhaltlich falsch ist, sondern wegen ebendieses Inhalts:
Neuverschuldung sinkt auf 0,6 Prozent
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: So ein Konjunktur-Hoch gab es seit Jahren nicht mehr, und es wird auch höchstens ein, zwei Jahre anhalten. Und selbst jetzt schafft es der Staat nicht, ohne neue Schulden auszukommen? Wann, wenn nicht jetzt, zum Donnerdrummel?
Aber die Schlagzeile der WELT online hat mich dann beruhigt:
Deutschland bald ohne neue Schulden
Die Meldung unter dieser Schlagzeile ist im wesentlichen identisch mit der SpOn-Meldung. In ihr werden noch nichtmal Indizien dafür genannt, dass die WELT online-Schlagzeile zutreffen könnte.
Also geht diesmal die goldene Zitrone für die dumme Überschrift nicht an den SpOn.
Verfasst von Marian Wirth um 16:32 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)