11. Mai 2007
Wo bleibt der Aktionsplan gegen Oralsex?
Liebe B.L.O.G.-Rezipienten, haltet Euch fest, es folgt das erste Spiegel Online - Lob meinerseits:
Der SpOn-Artikel “Wie Oralsex zur Todesgefahr aufgebauscht wird“ (als Reaktion auf die Meldung: “Oralsex kann zu Mund- und Rachenkrebs führen“) wird hiermit von mir als lesenswert und meinen (bescheidenen) Qualitätsjournalismus-Kriterien in vollem Umfang genügend zur Kenntnisnahme empfohlen.
Meinen Kriterien genügt der Artikel deshalb, weil er sowohl die Original-Quelle “Case–Control Study of Human Papillomavirus and Oropharyngeal Cancer” verlinkt, als auch sich mit der Gegenthese beschäftigt und zudem noch eine weitere Studie erwähnt. Und schließlich wird mir dankenswerterweise auch noch die Recherche danach erspart, wer wohl für die ganze Studie zumindest mitverantwortlich ist. Wenn ich nämlich das Wort “Impfung” in einem Artikel lese, beende ich an ebendieser Stelle in der Regel meine Lektüre.
Jedenfalls bin ich erschüttert und auch ein Stück weit traurig, dass die Meldung seit gestern auf dem deutschen Markt ist - und weder der Horst noch die Ulla sich dieses Problems angenommen haben. Wir könnten ja schon einmal mit dem Gerüst für einen Aktionsplan anfangen, damit das alles nicht so teuer wird. Ich schlage vor, den Maulkorbzwang von “Kampfhunde” auf Männer auszuweiten. Gibt es weitere Vorschläge?
Verfasst von Marian Wirth um 09:13 Uhr in der Kategorie Gesundheitspolitik, Presse / SPON- und taz-Blog (Trackback)