Wo bleibt der Aktionsplan gegen Oralsex?

Liebe B.L.O.G.-Rezipienten, haltet Euch fest, es folgt das erste Spiegel Online - Lob meinerseits:

Der SpOn-Artikel “Wie Oralsex zur Todesgefahr aufgebauscht wird“ (als Reaktion auf die Meldung: “Oralsex kann zu Mund- und Rachenkrebs führen“) wird hiermit von mir als lesenswert und meinen (bescheidenen) Qualitätsjournalismus-Kriterien in vollem Umfang genügend zur Kenntnisnahme empfohlen.

Meinen Kriterien genügt der Artikel deshalb, weil er sowohl die Original-Quelle “Case–Control Study of Human Papillomavirus and Oropharyngeal Cancer” verlinkt, als auch sich mit der Gegenthese beschäftigt und zudem noch eine weitere Studie erwähnt. Und schließlich wird mir dankenswerterweise auch noch die Recherche danach erspart, wer wohl für die ganze Studie zumindest mitverantwortlich ist. Wenn ich nämlich das Wort “Impfung” in einem Artikel lese, beende ich an ebendieser Stelle in der Regel meine Lektüre.

Jedenfalls bin ich erschüttert und auch ein Stück weit traurig, dass die Meldung seit gestern auf dem deutschen Markt ist - und weder der Horst noch die Ulla sich dieses Problems angenommen haben. Wir könnten ja schon einmal mit dem Gerüst für einen Aktionsplan anfangen, damit das alles nicht so teuer wird. Ich schlage vor, den Maulkorbzwang von “Kampfhunde” auf Männer auszuweiten. Gibt es weitere Vorschläge?  

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24 Kommentare zu “Wo bleibt der Aktionsplan gegen Oralsex?”

  1. 11.05.2007 | 9:57

    Seit langem ist bekannnt, daß heterosexueller Penis-Vagina-Sex (”Walter Giller, Nadia Tiller - Penis, Vagina”, Foyer des Artes) mit unbeschnittenen Schwänzen Gebärmutterhalskrebs fördert. Ich fordere eine Kampagne gegen solche gesundheitsschädlichen Praktiken!

  2. 11.05.2007 | 9:58

    Gibt es weitere Vorschläge?

    Aufklärung schon im Kindergarten fällt hoffentlich dieses Mal aus?

  3. 11.05.2007 | 10:01

    “Aufklärung” im Kindergarten? Die armen Kinder! Sowas schadet doch nur!

  4. stefanolix
    11.05.2007 | 11:02

    Es gibt schon seit vielen Jahren diverse Latex-Produkte für Frauen und Männer, mit denen das Riskio der AIDS-Ansteckung minimiert werden soll. Ich denke, dass diese Produkte bei Bedarf heran- oder übergezogen werden könnten ;-)

    Für alles andere gilt: De gustibus non est disputandum … Und bitte, lasst das Private privat bleiben …

  5. 11.05.2007 | 11:11

    Na, Kinder machste aber nicht mit den Latex-Produkten, geschweige denn mit Oralsex (Pro Halsschwangerschaftsmöglichkeit! Wissenschaft, handele!), und dann ist das doch dem Naturzwecke der Fortpflanzung widersprüchlich und wir werden alle kraft Demographie islamisiert, sagt Herr Steyn, das ist von öffentlichem Interesse … aber dafür müssen wir doch keinen Gebärmutterhalskrebs in Kauf nehmen!

  6. 11.05.2007 | 12:12

    Oralsex + Zigarette danach = Doppeltes Krebsrisiko -> Verbieten!!!

  7. 11.05.2007 | 13:10

    Ich sehe diesen Beitrag von Marian ja nur als Versuch, die Zugriffszahlen zu erhöhen…

  8. 11.05.2007 | 13:17

    Ich bin ja immer noch für etwas Barbusiges in der Seitenleiste…

  9. 11.05.2007 | 13:27

    Dann dürften wir aber nicht mehr die 68er kritisieren.

  10. 11.05.2007 | 13:29

    Doch. So lange wir nicht übertreiben und das BLOG-Vorzimmer miniberocken.

  11. hardy
    11.05.2007 | 13:31

    Darauf das irgendeine US-Studie solchen Blödsinn behauptet, warte ich schon seit Jahren. Genauer gesagt seitdem ich gelesen habe, dass in einigen US-Bundesstaaten der Oralverkehr sogar unter Ehepaaren(wie will man das bloß kontrollieren, ist Schäuble etwa als Berater da?)gesetzlich verboten ist.

  12. 11.05.2007 | 13:54

    Um mal zu den Verschwörungstheoretikern abzuschweifen:

    Vielleicht ist das ja auch nur ein kleiner fingierter Trick um vor allem gegen Homosexuelle zu wettern.
    Danach wird dann bekannt, dass diese Art Krebs ganz ähnlich der ist, die momentan die tasmanischen Teufel ausrottet.
    Und da diese Art dann ansteckend ist, zack wird Oralsex bald zu einer menschenausrottenden Epidemie verklärt.

  13. 11.05.2007 | 13:59

    “…um vor allem gegen Homosexuelle zu wettern”

    Willst jetzt behaupten, Oralsex sei eine vornehmlich homosexuelle Praktik? Vergiss es! Oralsex gehört UNS mindestens genaso wie DENEN ;)

  14. der ziemlich gute don
    11.05.2007 | 14:12

    wie, das ist gar nicht verboten?

  15. 11.05.2007 | 14:15

    Hätte Marian mit seinem Artikel die Zugriffszahlen erhöhen wollen, dann stünde da oben nicht »Oralsex«, sondern »INSM« ;-)

  16. 11.05.2007 | 14:22

    Aha, unser don wieder mit neuem Nick - ich muss wohl doch noch PHP lernen, um diese Tricks aufzufangen ;-)

    @stefanolix

    Nee, mit mit so nem Schmuddelkram wollen wir doch nicht populär werden.

  17. der ziemlich gute don
    11.05.2007 | 14:45

    uups. Ich befürchte mein Versuch der “nicht-feindlichen” Übernahme der Top-Kommentatoren Box wurde entdeckt ;-)

  18. 11.05.2007 | 17:09

    OMG :-D …was ist denn mit den wirklich gefährlichen Sexpraktiken??? diese US-Studie ist echt der Hammer! LOL (wer schon Oralsex als gesundheitsgefährdent anprangert, kann ja kein besonders aufregendes Sexleben haben…)

  19. 11.05.2007 | 17:09

    @hardy
    ist das dein Ernst? in welchen Bundesstaaten ist das denn verboten? :-) …ich frage mich, ob das dann noch mehr Spaß macht, wenn man damit gegen das Gesetz verstößt… so wie bei Drogen.

  20. 11.05.2007 | 19:40

    marc,

    ich hoffe, Hardy wird mir verzeihen, dass ich die Frage zumindest so weit beantworte, wie mich meine Recherche gebracht hat.

    Die Antwort lautet: Virginia (und Texas?). Quelle: Dumb Laws.

    Das ist zugleich das erste Mal überhaupt, dass ich eine Frage nicht mittels Wikipedia beantworten konnte.

    Wäre eigentlich mal eine Frage für USA erklärt…

  21. 11.05.2007 | 19:53

    “ist das dein Ernst? in welchen Bundesstaaten ist das denn verboten?”

    Da sieht man mal, wie naiv die gemeine Hete ist … unsereins wächst mit solchen Gesetzes-Auflistungen im “Spartacus” auf, das ist ein schwuler Reiseführer.

    (…. ich muß es heute noch irgendwie schaffen, an Llarian bei den Kommentatoren vorbeizuziehen ….)

  22. Buenavista
    11.05.2007 | 20:22

    Der offizielle Spruch der Tourismusbehörde von Virginia lautet:

    Virginia is for lovers!

    (aber nur in Missionarsstellung)

  23. Hardy
    11.05.2007 | 21:58

    @Marian
    Kein Problem, ich wusste außerdem selber nicht mehr genau welche es waren, dachte es wären Virginia und Utah. Aber danke für den Link zu Dump Laws, auf der Seite kann man noch einige Lacher der US-Justiz finden.
    Aber: was könnte, rein hypothetisch gesehen selbstverständlich, wohl passieren wenn jetzt eine gewisse Praktikantin Mund- bzw. Rachenkrebs bekommen würde? Und vor allen Dingen wer wurde verklagt werden, die Vereinigten Staaten, weil Dienstherr beider, oder der Ex-Präsident? Und auf welche Summe?

  24. 14.05.2007 | 19:24

    Das Bild mit dem Maulkorb für Männer - müßten der Maulkorbzwang nicht auch automatisch für Frauen gelten ….? Gleichbehandlung uns so, das Wort Gleichberechtigung lasse ich in diesem Zusammenhang mal weg.

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