Ein berechtigter Brief, und warum er trotzdem keine Lösung bringt

Es gibt da einen Brief eines Telekom-Mitarbeiters, der für einiges Aufsehen gesorgt hat. Ich möcht gerne alle enttäuschen, die eine liberale Position mit einer Position der Arbeitgeber verwechseln und deswegen dazu was zum Besten geben…

Letzter Auslöser war ihre wiederholte Forderung, bei uns Mitarbeitern eine größere Bindung zum Unternehmen zu erzeugen. Dazu kann ich ihnen nur erwidern, dass ich und die meisten meiner Kollegen im kleinen Finger mehr Unternehmensbindung haben, als ihre ganze Führungsriege zusammen. Ich werde ihnen auch sagen warum.

Diese Telekom ist und war immer mein Leben. Ich habe mein Berufsleben hier begonnen und wollte es auch hier beenden. Ich habe gesehen, wie aus der Post die Telekom und aus Teilnehmern Kunden wurden, aber leider auch, wie aus unserer Firma, in der jeder für jeden da war, ein Unternehmen geschaffen wurde, in dem jeder nur noch an sich denkt (denken muss); wo jeder Unternehmensteil nur noch versucht, den eigenen Bereich sauber zu halten und aus den anderen Teilen so viel wie möglich abzuschöpfen, auch wenn dort viel größere Lücken gerissen werden, als jemals wieder zu stopfen wären. Ich habe erlebt, wie aus uns Mitarbeitern Humankapital wurde und wie wir alle nur noch als Kostenfaktoren angesehen werden, von denen man sich – so schnell es nur geht – trennen muss und will.

Sie und ihre Vorgänger jedoch geben sich im Vorstand die Klinke in die Hand; sie kommen und gehen. Von Unternehmensbindung kann hier wohl kaum die Rede sein. Sie kommen, strukturieren um, und das mit einer Arroganz und Selbstherrlichkeit, ohne auf warnende Hinweise zu hören, dass sich so die Qualität und die Zuverlässigkeit nicht mehr halten lassen kann, geschweige denn besser wird. Es kümmert sich auch niemand von ihnen um die Folgen ihrer Entscheidungen. Sie ziehen mit vollgestopften Taschen weiter, um im nächsten Unternehmen das Gleiche zu tun und sie hinterlassen skrupellos einen immer größer werdenden Scherbenhaufen.

Wenn wir, die wir immer gute, kompetente und hochmotivierte Arbeit geleistet haben, immer die Wünsche der Kunden zu erfüllen wussten und wir lange Zeit das mit Abstand beste Kommunikationsunternehmen waren und uns dann von ihnen sagen lassen sollen, dass wir zu schlecht, zu teuer, nicht motiviert, faul und unproduktiv seien, dann steigt ob dieser Unverschämtheit eine ungeahnte Wut in uns auf.

Ich zitiere das alles bewusst, weil ich meine, dass der Verfasser ganz einfach Recht hat. Bis auf ein Wort, aber dazu vielleicht später. Halten wir fest, dass die ganzen Umstrukturierungen und sonstigen Umorganisationen nichts am fundamentalen Problem geändert haben, das entsteht, wenn ein Monopolist sich plötzlich dem Wettbewerb stellen muss. Im Gegenteil: Sie haben wohl eher zum Problem beigetragen. Aber wir sollten die Anteilseigner nicht aus ihrer Verantwortung entlassen: Könnte es sein, dass sie die wirklich angebrachten Maßnahmen nicht haben wollten?

Doch als wenn es ihnen nicht reicht, uns so zu beleidigen, verbreiten sie das auch noch in aller Öffentlichkeit und fügen so unserem Ansehen und somit natürlich auch unserem Aktienkurs einen immensen Schaden zu. Sie beschmutzen rücksichtslos das eigene Nest, nur um kurzfristig ihre (oder wessen auch immer) Abbau- und Auslagerungspläne durchsetzen zu können und von den Fehlern ihrer Vorgänger abzulenken. Das ist eine Unglaublichkeit sondergleichen und ein Vertrauensbruch, der durch nichts zu entschuldigen und wieder gut zu machen ist.

Ich stimme dem Verfasser zu, dass ein Management, das seine Mitarbeiter beschimpft, nichts taugt. Das gilt universal. Den Einfluss dieser Beschimpfung auf den Aktienkurs überschätzt er aber. Investoren denken anders.

Sie vermissen Respekt in diesem Brief? Wem gebührt denn Respekt? Uns Mitarbeitern, die wir uns unser Leben lang für die Telekom und unsere Kunden engagiert haben, die wir immer und immer wieder unser Privatleben den Interessen der Telekom und der Kunden untergeordnet haben und dies noch tun? Uns, die wir die Telekom zum besten, kompetentesten, kundenfreundlichsten und leistungsfähigsten Kommunikationsunternehmen gemacht haben?

Schwer, auf rhetorische Fragen angemessen zu antworten. Aber ganz sicher gebührt den Mitarbeitern der Telekom Respekt. Ich würde sogar sagen, dass ohne deren überproportionales Engagement die Kacke viel früher am Dampfen gewesen wäre. Einzelne haben versucht, Systemversagen zu kompensieren, und das ist aller Ehren wert.

Oder erwarten sie allen Ernstes Respekt dafür, was sie und ihre Vorgänger uns und unserer Telekom angetan haben?

Es nutzt leider nichts, einen Manager ins selbe Boot wie seine Vorgänger zu stecken. Denn jeder Manager steht immer wieder vor einem neuen Problem, das er lösen muss. Da hilft ihm wenig zu wissen, dass ein anderer es vorher verbockt hat: Er hat nur einen begrenzten Instrumentenkasten zur Verfügung und muss sich aus ihm bedienen.

Sie und ihre Vorgänger haben uns im Laufe der letzten Jahre immer mehr Fesseln angelegt, sie haben uns funktionierender Werkzeuge beraubt und uns blind gemacht, indem sie uns Systeme aufgezwungen haben, die nicht die Arbeit erleichtern, sondern nur die Kontrolle verbessern, dafür aber massiv die Effektivität einschränken. Sie haben die interne und die externe Kommunikation zerstört, indem sie funktionierende Rufnummern und Hotlines rigoros abgeschaltet und durch nicht funktionierende Sammelnummern und unsinnige Überlaufkonzepte ersetzten, und sie haben so die interne und externe Erreichbarkeit gegen Null gefahren. Sie haben massiv Wissen, Kompetenz und Arbeitsplätze an Stellen vernichtet, wo das alles unverzichtbar war, indem sie durch Umstrukturierung hochqualifizierte Mitarbeiter in gänzlich neue und unbekannte Arbeitsbereiche oder nach Vivento versetzt haben oder sie zum Vorruhestand, zur Altersteilzeit oder einer Abfindung „überredet“ haben.

Auch da würde ich erstmal unterstellen: Der Mann hat Recht. So wird Ineffizienz erzeugt. Halten wir das fest.

Ihre Vorvorgänger haben (natürlich wieder entgegen aller Warnungen der Fachleute) durch die Schließung hunderter T-Punkte und den Abbau tausender qualifizierter Mitarbeiter diese kompetenten Schnittstellen zum Kunden vernichtet und unsere Kunden so in Scharen in die Arme unserer Konkurrenz getrieben und jetzt rühmen sie sich mit der Schaffung neuer T-Punkte und der Einstellung von ein paar Hundert neuen Kräften, jetzt wo das Kind längst in den Brunnen gefallen ist, wo wir viele Kunden längst verloren haben. Halten Sie uns wirklich für so dumm, dass wir ihnen dafür Anerkennung zollen?

Wieder: Der Mann hat Recht. Aber nur teilweise, denn es ist eben logisch falsch, vergangene Fehler mit den Konsequenzen daraus auf eine Stufe zu stellen.

Es wurde weiter (mit der gewohnten Überheblichkeit und wieder gegen alle Warnungen) an der Serviceannahme – der zweiten direkten Schnittstelle zum Kunden – Personal in Größenordnungen abgebaut, sodass die Abfragewerte auf die schlechtesten Werte sanken, die jemals zu verzeichnen waren. Die billige Lösung war, unmotivierte und unwissende externe Kräfte mit keinerlei Firmenbindung (!) an Stelle der vorher gründlich „entfernten“ Kollegen zu setzen und sich dann über das immer größer werdende Chaos und immer unzufriedenere Kunden zu wundern.

Klingt plausibel.

Nun wollen sie mit dem Service auch noch die dritte direkte Schnittstelle zu unseren, noch verbliebenen Kunden kastrieren, auch hier wieder massiv Personal reduzieren und den Rest mit weniger Gehalt und längeren Arbeitszeiten zu besserem Service motivieren.

Wenn es denn nur das würde, hätte er wieder Recht. Aber so verstehe ich die Maßnahmen von Obermann nicht. Warten wir ab, was es wird (in meiner Welt wird täglich gescheitert).

Wo das hinführt, liegt wieder einmal auf der Hand, doch da in ihrer Etage Entscheidungen grundsätzlich nie zurück genommen werden, selbst wenn man weiß, dass man einen großen Fehler begeht, werden der Service und die Leistungsfähigkeit ein weiteres Mal, mit dem schon schrottreifen Wagen gegen die Wand gefahren. Auf die Einzelteile, die sie dann hinterlassen, warten schon die Geier, die den dann noch verbliebenen Mitarbeitern den Todesstoß versetzen! Aber das erleben sie sicherlich nicht mehr hautnah, da sie dann schon auf dem Weg zur nächsten Firma sind.

Und jetzt fängt der Dissenz an. Kein Investor wird es gutheißen, wenn die Telekom jetzt an ihrer Servicequalität spart. Dazu ist der Wettbewerb zu hart. Die Manager, die hinter diesem Vorhaben stecken, haben aber auch etwas zu verlieren, nämlich ihren Ruf. Es gibt sie, die Beispiele, dass vormals offenbar gescheiterte Manager wieder Spitzenjobs kriegen, aber unabhängig von der individuellen Wertung, die dazu geführt hat, gibt es auch jede Menge Absteiger. Die Telekom ist eine Aufgabe, die Investoren vertraut erscheint. Wer hier nicht die richtigen Maßnahmen ergreift, disqualifiziert sich im Reich der Heuschrecken endgültig.

Sie ziehen immer wieder gerne das „marktübliche Lohnniveau“ als Vergleichsgröße heran und vergleichen uns mit meist ungelernten Hilfskräften, mit Dilettanten, die weder diesen Beruf gelernt haben, noch irgendeinen Bezug zur Telekom oder zu unseren Kunden haben. Mit viel Glück sind das ehemalige Elektriker, uns sind aber auch schon Rollrasenverleger (keine Lüge) und ähnliche „Spezialisten“ im HVt begegnet.

Das kann ich nicht beurteilen. Richtig ist, dass mehr Input auch in mehr Output resultieren sollte. Nur manchmal ist der Input übertrieben oder der Output nicht angemessen - was man da also braucht, ist ein konkretisierter Bedarf, der vom Kunden wertgeschätzt wird.

Das ist, als wenn sie einen Mercedes besitzen möchten, bezüglich des Preises aber einen Trabbi als Vergleich heranziehen und diesen auch nur bezahlen wollen.

Und wenn genau das der Kundenwunsch wäre? Wo läge dann das Problem?

Wir würden lieber heute als morgen die Telekom wieder an die Spitze bringen! Wir wissen auch, wie es geht und was verändert werden muss! Wir sind für Veränderungen, die den Service und die Kundenfreundlichkeit verbessern! Wir wissen, was die Kunden wollen und wie wir es ihnen bieten können! Wenn sie es ernst meinen mit der Forderung, wieder das beste Kommunikationsunternehmen zu sein, reden sie mit uns! Ideen haben wir genug, Motivation auch! Wir kennen die Kunden und die Firma und wir wissen, wo es knackt im Gebälk! Wir wissen auch, wo viel zu viel Geld verschwendet wird, wo Personal falsch eingesetzt wird und Wissen sinnlos verpufft oder Prozesse angepasst werden müssten! Nehmen sie uns mit auf dem Weg zu einer besseren Telekom! Nutzen sie unsere Ideen, unser Engagement, unsere Bereitschaft für Veränderungen und unsere Flexibilität!

Ich glaube, jeder Manager, der ein solches Angebot ausschlagen würde, wäre mit dem Klammerbeutel gepudert. Das Wissen über das Unternehmen Telekom steckt verteilt in den Köpfen der Mitarbeiter. Dieses Wissen nicht zu nutzen, wäre ein Verstoß gegen das “Shareholder-Value-”Prinzip. Und natürlich wäre da ein “do ut des” fair.

So lange ihre Zielvorgaben für Führungskräfte auf Personalabbauzahlen, Entstörindex und schnelle Abfragewerte aufsetzen und nicht auf Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Generierung neuer Geschäftsfelder (z.B. TK goes IT) und damit auf Steigerung der Einnahmen und Sicherung der Arbeitsplätze, so lange wird es keinen wirklichen Fortschritt bei uns geben und keine Chance, am Markt zu bestehen.

Da hat er wieder Recht. Man muss diesem Mann dankbar sein, dass er betriebswirtschaftliche Wahrheiten so breit kommuniziert.

Ich bin mir jedoch (leider) ziemlich sicher, dass das gar nicht ihr Ziel ist, dass alle ihre schönen Sprüche nur Worthülsen sind, um die Ausgliederung vorantreiben zu können und dass sie für sinnvolle Vorschläge gar nicht offen sind, da sie die nächsten und übernächsten Schritte schon in der Schublade haben und auch, dass sie niemals einmal getroffene Entscheidungen überdenken oder gar rückgängig machen wollen oder können.

Sie hören lieber auf externe Berater wie z.B. McKinsey, die nicht das geringste Interesse an der Telekom haben und jeder Firma den gleichen Mix aus Zerteilung und Personalabbau überstülpen und immer wieder frustrierte und arbeitslose Mitarbeiter hinterlassen. Wenn das also so ist, dann haben sie wenigstens den Mut, mit offenen Karten zu spielen. Verkaufen sie uns nicht weiter für dumm und stehen wenigstens, so lange sie noch unsere Firma leiten, in der Öffentlichkeit hinter uns Beschäftigten, und treten sie bitte nicht auch noch mit Füßen nach uns.

Zu den Sachbehauptungen kann ich mangels Wissens nichts sagen. Ich halte sie momentan für sehr weit hergeholt.

Als Vorstand und Führungsmannschaft dieses Unternehmens haben sie nicht nur eine Verantwortung gegenüber den Aktionären (der sie mit ihren angekündigten, kontraproduktiven Maßnahmen auch nicht nachkommen) sondern auch eine soziale Verantwortung uns Mitarbeitern gegenüber! Wir Mitarbeiter sind das Unternehmen! Wir haben den Zustand der Telekom nicht zu verantworten. Uns darf man nicht eiskalt in den beruflichen, sozialen und finanziellen Abgrund treiben, dass verbietet das soziale Gewissen! Ich befürchte aber, dass dieser Appell bei ihnen und erst recht bei McKinsey verhallt.

Den Rest des Briefes behandle ich mal nicht, weil da für mich nicht Neues mehr hinzukommt. Wen es sonst interessiert: http://www.handelsblatt.com/news/Unternehmen/IT-Medien/_pv/grid_id/1153460/_p/201197/_t/ft/_b/1243802/default.aspx/dokumentation-brief-an-die-telekom-chefetage.html

Jetzt aber kommen wir so langsam zum Punkt. Akzeptieren wir einfach mal, dass das Management der Telekom in der Vergangenheit Mist gebaut hat, denn dafür spricht einiges. Worin besteht aber dieser Mist? Und wie kriegen wir ihn wieder weg? Ich fürchte, wir müssen einen Begriff ad acta legen: Schuld und Sühne. Der Autor des Briefes meint, weil die Mitarbeiter der Telekom den Zustand des Unternehmens nicht zu verantworten hätten, müssten sie von Maßnahmen verschont bleiben. Das ist ein moralisches Kriterium, das aber leider zur Insolvenz führen könnte. Denn entscheidend für das, was zu tun ist, ist allein das, was für die weitere Existenz notwendige Voraussetzung darstellt.

Und wenn es denn so sein sollte, dass die Wettbewerber eine der Telekom vergleichbare Leistung zu geringeren Kosten zu Verfügung stellen, oder dass die besondere Leistung der Telekom von den Nachfragern nicht zu diesen Kosten gewünscht wird, dann hilft es nichts: Dann muss dieses Unternehmen die Kosten reduzieren. In einem personalintensiven Unternehmen heißt das also auch, an den Personalkosten zu sparen.

Was also nutzt der Streik? Er verzögert. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn er zu sehr verzögert, wird die Lösung des Problems allerdings außerhalb der Telekom stattfinden. Auch wenn es für Monopolisten gewöhnungsbedürftig sein sollte: Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

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17 Kommentare zu “Ein berechtigter Brief, und warum er trotzdem keine Lösung bringt”

  1. 12.05.2007 | 23:29

    Zum Schuld-Sühne Komplex, der nicht nur in diesem Fall zugunsten einer pragmatischen Verantwortungethik abgelegt werden sollte, verweise ich auf diesen Artikel von Sven Scholz: Schuld - die Rückkehr ins Paradies.

    Abgesehen davon könnte ich nur einen dieser gefürchteten: “Me too!” Kommentare abgeben. Ganz meiner Meinung!

  2. der gute don
    13.05.2007 | 0:05

    Es kommt mir so in etwa vor, als würde die Mannschaft die Pumpen verlassen um an Deck gegen den Kaptain zu demonstrieren, der das Sinken des Schiffes zu verantworten hat.

    Hat es von Euch schonmal jemand geschafft bei der Telekom einen Gesprächspartner zu bekommen, ohne mind. 3 Mal verbunden werden zu müssen? Oder hat jemand mal einen Telekomtechniker gehabt, der pünktlich zu einem Termin kam? Selbst wenn es ein “zwischen 9-11 Uhr” Termin war? Also ich nicht, ich erlebe die Telekom seit vielen Jahren als Saftladen. Selbst im Geschäftskundenbereich.

  3. apex
    13.05.2007 | 7:39

    Das war in Zeiten des Monopols auch nicht anders. Nur haben die Leute jetzt eine Chance, woanders hin zu gehen. Vorgestern im Büro “Hmm, die Telekom streikt im Service”. “Und woran merken wir das?”

    Es dauert Jahrtzehnte, sich als Synonym für Kundenunfreundlichkeit und Abzocke zu etablieren - ich erinner mich z.B. noch mit Horror an meine Telefonrechnungen, als Internet mit Modem aufkam und die Telekom daraufhin die Preise für Ortsgespräche saftig hochdrehte - verziehen wird das niemals. Aber das betrifft nicht nur Entscheidungen von “oben”, da haben auch viele Telekommitarbeiter von “unten” persönlich dran mitgewirkt, gerade in den inkompetenten Callcentern. Wenn die jetzt alle rausfliegen, dann gibt das von mir nur eine Reaktion: Genugtuung, und ein gestärktes Vertrauen in “der Markt wird es schon richten”.

    apex

  4. 13.05.2007 | 8:51

    “Es gibt sie, die Beispiele, dass vormals offenbar gescheiterte Manager wieder Spitzenjobs kriegen, aber unabhängig von der individuellen Wertung, die dazu geführt hat, gibt es auch jede Menge Absteiger.”

    Da ist das Problem, dass jedenfalls ich mit hohen Managervergütungen habe. Gescheitert, aber den Rest des Lebens kann so einer von den Zinsen leben. Und der Angestellte, der deswegen arbeitslos wird, offenbart sich nach einem Jahr bei der ALGII-Behörde.

    Ob Nichtstun und von Zinsen leben den arbeitslosen Manager glücklich macht, kann man diskutieren, ebenso, ob er einen anderen Lebensstandard hat, aber es ansonsten ist ja auch nicht das persönliche Bedürfnis der Entlohnungsmaßstab.

  5. 13.05.2007 | 9:35

    @Rayson:

    Danke für diese differenzierte Darstellung und Beurteilung!

    Daß nun gerade ich mich bestens mit dem Telekomm-Miitarbeiter identifizieren kann, das kannste Dir ja vorstellen ;-) ….

    Obwohl ich nie vorhatte, bis zur Rente da zu verweilen, wo ich jetzt bin.

    Dieser Streik ist sogar klassisch-links dämlich, weil man sowas nur machen kann, wenn man ganze Branchen bestreikt. In meinem Arbeitsumfeld war es auch immer so, daß Deine Conclusio - man kann eben nix anderes tun, als Kosten zu senken - von den Mitarbeitern selbst dann akzeptiert wurde, wenn klar war, daß dies vom Mißmanagement von Vorständen und anderen verursacht worden war.

    Wir haben dann einfach im Gegenzug meistens den Overhead angegriffen, Kohle in die Produktion und somit die Produkte, die müssen sich schließlich am Markt bewähren, und erst mal bei Buchhaltung, Controlling und dieser ganzen drübergestülpten Blase einsparen. Damit waren wir dann in der Regel sogar recht erfolgreich. Das geht natürlich auch nur in kleineren Firmen - oder irre ich?

    Was das Verhalten von Investoren betrifft - meinste nicht, daß Du das etwas schön färbst? Vielleicht habe ich bisher aber auch wirklich nur die Doofen dieser Art kennengelernt, die wirklich nur auf Zahlen, nicht jedoch auf all die anderen Fakten, die in dem Brief bechrieben sind, achten.

  6. der gute don
    13.05.2007 | 10:43

    @MR
    Vielleicht habe ich bisher aber auch wirklich nur die Doofen dieser Art kennengelernt, die wirklich nur auf Zahlen, nicht jedoch auf all die anderen Fakten, die in dem Brief bechrieben sind, achten.

    ich gebe Dir in diesem Punkt recht. Man hatte die Möglichgkeit einen hervorragend positionierten Riesen mit teilweise modernster Technologie zum Erfolg zu führen. Man hats schlichtweg versaut. Während die Wettbewerber mit niederen Preisen und besseren Service gepunktet haben, setzte die Telekom erstmal gemütlich auf Gewinnmitnahme und abschöpfen bei den vielen trägen Kunden.

    Allerdings hält sich ja auch bis heute die Mär, die Telekom müsste die eiegenen Netze ja ach so billig zur Verfügung stellen. Das ist nicht ganz korrekt, die Telekom hat sie sogar bis auf den letzten Meter verteidigt, Das war lange Zeit für viele DSL Anbieter ein Problem. Als dann der amerikanisch-holländische Konzern KPN Quest durch einen dummen juristischen Fehler in die Insolvenz ging, war mit einem Schlag ein riesiges mitteleuropäisches höchstmodernes Netz für alle da, von dem sich jeder Übertragungskontingente zu Niedrigstpreisen einkaufen konnte. Schlechte einergeichtete und aufgesetzte Gateway Knotenpunkte der Telekom (die wurden von keinem Manager eingerichtet) taten Ihren Rest, der Riesenmarkt DSL/Internet kippte für die Telekom. Das war für mich einer der signifikanten Wendepunkte für die Telekom, der Verlust der Monopolstellung (wohlgemerkt -stellung!) war verloren. Danach hat nur der Konsument entschieden.

  7. der gute don
    13.05.2007 | 10:49

    @MR: achso, irgendwie habe ich beim Schreibend en Bezug zu Deinem Satz verloren. Ich komprimiere es nochmal: Das Managment hat gravierende Fehler gemacht, man hätte sich sofort verschlanken müssen und sofort eine bessere Preispolitik machen müssen, eben das was der Konsument möchte. Mah hat sich nach Zahlen kaputtstrukturiert, aber die wichtigen Punkte nicht in den Focus genommen.
    Viele Mitarbeiter haben schlechte Arbeit hingelegt, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind nur zwei Dinge, die ein Monopolist wohl nicht braucht, für eine Firma im Wettbewerb ist sie oberste Pflicht.

  8. Llarian
    13.05.2007 | 12:29

    Davon ab, dass der Brief einen derart üblen Gewerkschaftsbeigeschmack hat, dass es schon qualmt, frag ich mich ernsthaft, was der Mann geraucht haben muss, wenn er vom kundefreundlichsten und besten Unternehmen seiner Branche faselt. Man muss schon unter einem ordentlichen Realitätsverlust leiden (oder ihn je nachdem geniessen), um so einen Unsinn von sich zu geben. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als in Amiland die Zyxels modern wurden, die Telekom (damals noch Post) davon schwadronierte, dass sowas in Deutschland die Leitungen kaputt machen würde. Als es (zitiert nach Wau Holland) in Deutschland unter härterer Strafandrohung stand eine Telefonleitung zu verlängern als das Herbeiführen einer Atomexplosion. Als man bei Beantragung eines Telefonanschlusses schon mal ein paar Wochen warten musste, bis sich dann so ein Beamter herbequemte. Wo hat der Mann damals gelebt ?
    Ebenso kann ich mich erinnern, vor nicht einmal zwei Jahren in mehreren T-Punkten nach Telesec Karten gefragt zu haben und dort nicht einen Mitarbeiter angetroffen zu haben, der auch nur wusste, was das ist (vielleicht hätte ich fragen sollen, wie ich Rollrasen verlege). Und für das Übertragen eines Telefonanschlusses brauchte jenes tolle Serviceunternehmen im letzten Jahr geschlagene 6 Monate. Man sollte meinen unter all den Rollrasenverlegern müssen doch die Qualifizierten irgendwo rumfliegen.
    Dann schwadroniert er noch davon, man sei nicht zu teuer. Nun, ich hab mal gerade nachgesehen, ein DSL16-DOPPELFLAT kostet bei den Telekomikern satte 63 Euro. Das ist ja sogar noch mehr als bei meinem ALTEN Arcor-Vertrag, vom neuen gar nicht angefangen. Ich kenne kein Unternehmen, dass teurere Preise hat als die Telekom.

    Das ist alles ganz grosser Schwachsinn. Hier wird in bester Gewerkschaftsmanier Manager-Bashing betrieben. Das mag im einzelnen berechtigt sein. Es hat die Telekom zum Beispiel sehr viel Geld gekostet, als sie unter dem Druck von Hans Eichel dazu gezwungen wurde die Preise für die UMTS Lizenzen in absurde Höhen zu treiben (warum man allerdings Ron Sommer dafür eher in Verantwortung nimmt als Hans Eichel ist eine andere Frage) und damit mehr als 10 Milliarden Euro zuviel gezahlt zu haben. Auch die teilweise abstrusen Auslandseinsätze sind fraglich. Deswegen muss man aber kein Märchen von hochkompetenten, hochmotivierten und sich aufopfernden Mitarbeitern erfinden. Aber auch das entspricht eben eher der üblichen Gewerkschaftsposse.
    Wenn der Brief nicht so einseitig stinken würde, dann würde er vielleicht wirklich etwas bewirken können. So aber wird das Telekommanagement ihn einfach dahin legen, wo er hingehört: Rundablage.

  9. Juergenj
    13.05.2007 | 13:19

    Mit oder ohne gewerkschaftlicher Polemik bleibt es dabei: Manager haben den Staatsmonopolisten Telekom in die wirtschaftliche Katastrophe geführt. Leider hatten Politiker eben auch noch ihr ewig unglückliches Händchen drin.
    Der Fisch stinkt am Kopf zuerst.
    Heute geht es schlichtweg um den Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen. Die eigenständigen Servicegesellschaften sind Alibi. Wenn sich dann später ein paar Pharisäer zu Rettern der maroden Telkom aufschwingen, wird ihnen geglaubt. Das gleiche Spiel läuft dann bei der Bahn.
    Gute Nacht Deutschland

  10. DDH
    13.05.2007 | 15:09

    Ich möcht gerne alle enttäuschen, die eine liberale Position mit einer Position der Arbeitgeber verwechseln

    Absolut berechtigt! Wobei dieser gedankliche Kurzschluß seltener bei den Anarchos und häufiger bei den Minimalstaatlern auftritt!

  11. der gute don
    13.05.2007 | 15:54

    Der Fisch stinkt am Kopf zuerst.

    haha. Ein Manager wäre vor 5 Jahren auf offener Straße überfallen worden, wenn er viel Personal hätte vor die Tür setzen wollen. Politisch gewollt war so etwas nicht durchsetzbar.

    Heute geht es schlichtweg um den Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen.

    Hätte man sich bereits vor 5 Jahren verschlankt, wären es vermutlich heute nicht so viele die Ihren Job verlieren werden.

    Verstehe das Problem aber trotzdem nicht ganz, warum lassen sich die Leute nicht von ihren jetzigen Mitbewerbern einstellen?

  12. R. A.
    13.05.2007 | 17:39

    Im wesentlichen sehe ich das wie Llarian: Der Brief ist weitgehend Gesülze und realitätsfern.
    Die Post (heute Telekom) war und ist nicht so, wie der Briefschreiber das behauptet. Und da die Basis seiner Argumentation so grundfalsch ist, sind auch fast alle (bis auf die trivialen) seiner Folgerungen falsch.

    Das fängt schon an mit dem Selbstbild der Mitarbeiter. Natürlich gab/gibt es dort engagierte, fleißige und kompetente Leute. Aber deutlich weniger als bei anderen Firmen. Es waren nämlich NICHT die ehrgeizigen Leute, die etwas bewegen wollten, die zur Post gingen. Sondern eher die, die einen ruhigen Beamtenladen schätzten, in dem man sich nicht überarbeitete und in dem sich möglichst wenig änderte.
    Wenn der Typ schreibt: “die wir immer und immer wieder unser Privatleben den Interessen der Telekom und der Kunden untergeordnet haben” dann muß er in einem anderen Paralleluniversum gearbeitet haben. In der realen Telekom wurde doch schon der Betriebsrat alarmiert, wenn die Frühstückspause wg. Kunden um 10 Minuten verschoben werden mußte.

    Eine Ausnahme waren nur die Entwicklungsbereiche, da konnte man als technisch interessierter Fachmann hingehen, um weitgehend zweckfrei qualifiziert forschen zu können.
    Und Beamtenladen hieß natürlich auch, daß sich nie jemand für etwas außerhalb seiner genau beschriebenen Zuständigkeit verantwortlich fühlte. Von wegen “unserer Firma, in der jeder für jeden da war” - das ist ja dümmste verdi-Propaganda.

    Die Manager damals werden die üblichen eines gewerkschaftsdominierten Staatsunternehmen gewesen sein - nicht umbedingt der Mittelbau, mit dem ein Vorstand einen marktorientieren Umbau gut machen kann.

    Daß beim Umbau dann auch viele Fehler passiert sein mögen - denkbar, gut möglich, weiß ich nicht. Ganz ohne Fehler geht so etwas ohnehin nicht.

    Der Hauptfehler war aber, die Strukturen und die Mitarbeiterzahlen so lange wie möglich zu schonen - und dieser “Fehler” war politisch gewollt.

    Da das Geschäft inzwischen zur Konkurrenz gewandert ist - weil eben die Telekom eines der schlechtesten Unternehmen am Markt ist, nicht etwa das beste, wie der Autor fabuliert - sind dort nun auch die Jobs, und bei der Telekom muß entsprechend reduziert werden.

    Und das kann man auch nicht negieren, wenn man die üblichen Vorurteile über Vorstandsgehälter etc. breittritt (wobei ich da ja bekanntlich noch am ehesten derselben Meinung wäre).

    Wenn dieser Brief wirklich die Meinung der Mitarbeitermehrheit repräsentiert, dann
    haben die also immer noch nicht kapiert, was Sache ist. Und dann werden sie noch eine ganze Menge böser Überraschungen erleben.

  13. 14.05.2007 | 9:23

    Verfrachtet sie in Callcenter!…

    Na gut, R.A. ist ja auch ein leichtes Opfer. Trotzdem. Da kommentiert der Rayson außerordentlich verständnisvoll den Brief eines Telekomm-Mitarbeiters, in denen all die Erfahrungen stecken, die ich auch seit Jahren mache. Und dann kommt die Meute, wi…

  14. 14.05.2007 | 9:50

    Telekom-Mitarbeiter, legt all euer Geld zusammen und kauft diesen Saftladen! Wenn ihr dann “euer Berufsleben dort beenden” könnt, dann habt ihr Recht gehabt. Wenn nicht, dann taugt dieser Brief eben nur für den Wettbewerb “Schreibende Gewerkschafter”.

  15. R.A.
    14.05.2007 | 12:02

    In einem sehr wichtigen Punkt möchte ich Rayson noch zustimmen:
    Liberale Positionen sind in der Tat NICHT automatisch die von Arbeitgebern.

    Der Fehleindruck (den leider viele Liberale teilen) kommt wohl daher, daß zuviel sozialistischer Unsinn Gesetz ist, der angeblich die Arbeitnehmer schützen soll.

    Wenn man den als Liberaler ablehnt, kommt man sehr häufig in eine parallele Position zu den Arbeitgebern. Ansonsten sind die aber nicht liberaler als jede andere Lobby.

    Ähnlich übrigens die Fronten beim Mietrecht zwischen Vermietern und Mietern.

    In beiden Fällen würde konsequente Marktwirtschaft helfen.

    Der beste Schutz für Arbeitnehmer oder Mieter sind nicht bevormundende Gesetze, sondern die einfache Option, sich einen interessanteren Vertragspartner suchen zu können.

  16. 15.05.2007 | 0:26

    [...] Der Herr Zeise umgeht dieses Problem geschickt, indem er behauptet, die Kunden wanderten wegen des miesen Service ab. Klar, dass dann die Frage auf der Hand liegt, was niedrigere Löhne an der Servicequalität verbessern sollten. Aber gutes Management ist nicht so einfach, wie sich das vielleicht ein Vulgärkeynesianer vorstellt. Vorangeschickt werden muss natürlich die Feststellung, dass der Service bei den anderen Anbietern genau so mies ist. Aber das ist nur fair - so bleibt es beim Preis als wichtigsten Maßstab. Die Kunden wollen es anscheinend so. Bis auf die paar Querulanten, die den Service tatsächlich brauchen, aber die sind nicht relevant, weil sie dafür nicht genug zahlen wollen. Das ist jedoch nur ein Punkt, den der Herr Zeise übersieht. Der andere: Wer den Brief des Telekom-Mitarbeiters richtig gelesen hat, wird feststellen, dass die Serviceprobleme gar nicht in der Motivation der Mitarbeiter, sondern in einer miserablen Organisation liegen. Das hieße, die Telekom muss vor allem dafür sorgen, dass ihre Systeme richtig aufeinander abgestimmt sind, denn dann kommt es auf den einzelnen Call-Center-Mitarbeiter gar nicht mehr so an. Oder anders: Dasselbe miese Service-Ergebnis ist durch weit geringere Kosten zu erzielen. Vorausgesetzt natürlich, die Telekom geht das Problem mit den getrennten Systemen an - aber davon sollten wir ausgehen. Einen besseren Service wünscht sich zwar jede, bezahlt aber keine Sau. [...]

  17. Peter Slever
    18.05.2007 | 0:12

    Der Autor des Briefes hat den einzigen stichhaltigen Grund jetzt vor dem Hintergrund sinkender Kundenzahlen auf Personalabbau zu verzichten gar nicht erwähnt. Die in Deutschland heute noch existierenden (Quasi-) Monopole sind Bestandteil der allgemeinen Umverteilung zur Gleichmachung innerhalb des Staatsgebietes. Zwar geht es dabei weniger um die Umverteilung von Geld aber umsomehr um die Gleichmacherei von Regionen und Zugang zu Ressourcen bzw. der Infrastruktur allgemein. Hinzu kommen noch die Belange der Klimaideologie. Interessant für die Umverteiler ist das Verfahren weil es eben nicht offensichtlich ist und in keiner Statistik erfasst wird. Dies betrifft praktisch alle Bereiche in denen durch entsprechende Gesetzgebung für die Bereitstellung der Infrastruktur Privilegien für die Anbieter geschaffen werden: Energie, Wasser, Abwasser, Bahn, Post, Telekom usw.. Von einer Familie die in einer größeren Stadt in der Nähe eines Kraftwerkes, Wasserwerkes wohnt werden auf diese Weise p.a. mindestens 5.000 EUR umverteilt zu einer Familie auf einem abgelegenen Dorf. Wer jetzt nachrechen möchte möge einfach die enthaltenen Leistungsentgelte und die darauf entfallenden Steuern von den verbrauchten kw und qbm abziehen.
    Gerade die Telkom ist nun einer erheblichen politischen (was nichts anders heißt als die_Investition_rechnet_sich_eigentlich_nicht)Einflußnahme ausgesetzt auch das letzte Nest mit dem Segen der IT zu beglücken. Bei der Post ist das Drama nicht ganz so groß weil dort nur der Status weitgehend erhalten werden soll und kaum unsinnige Investitionen gefordert werden. Die sich daraus ergebende Regionalisierung wird genau so lange funktionieren wie die Sicherheitslage es zuläßt, solange, wie die bestehenden Bündnisse noch halten.

    PS: zum Beitrag von apex 13.05.2007
    Bei der Modemtechnologie handelt es sich um ein Punkt zu Punkt Verfahren. Die überproportionale Inanspruchnahme der vorhandenen Leitungen hätte damals einer Umverteilung von Sprachkunden hin zu Modemkunden bedeutet. Insofern war eine Umstellung der Tarife angezeigt.

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