13. Mai 2007
Zum Wahlergebnis im überflüssigen Zwergstaat
Im überflüssigen Zwergstaat Bremen (mit Bremerhaven) hat sich heute jeder zweite Wahlberechtigte zur Wahl geschleppt. Und das Ergebnis ist eine ziemliche Katastrophe, insbesondere für die SPD. Das interessiert Euch wahrscheinlich nur maximal peripher, aber ich armer Neoliberaler werde es jetzt noch stärker erleben müssen, wie sinnvolle Diskussionen durch Gefasel von der “strategischen linken Mehrheit” verstopft werden. Witzigerweise hat ja ausgerechnet heute Kurt Beck schon wieder über ein sozialliberales Bündnis auf Bundesebene schwadroniert - um nur wenige Stunden später der Bremer SPD zum Wahlsieg zu gratulieren und zu behaupten, die SPD “habe ihre Ziele erreicht”. Ich habe schon vor geraumer Zeit meine Bundesabgeordnete gefragt, welche Drogen Beck und die anderen aus dem Bundesvorstand eigentlich nehmen.
Wie muss man drauf sein, um 37% als Wahlsieg zu feiern? Aber der CDU-Clown Pofalla wirft offenbar auch irgendwelche Pilze ein, bevor er Statements abgibt wie das, dass das Wahlergebnis gezeigt habe, dass die Bürger eine Fortsetzung der großen Koalition wollten. Nee, is’ klar: 60% Wahlbeteiligung und Verluste von ungefähr 9% für beide Koalitionsparteien, die zusammen noch nicht einmal auf 2/3 der abgegebenen Stimmen kommen - alles eindeutige Indizien, dass die Bürger von der GroKo begeistert sind.
Wie erwähnt, interessiert Euch das wahrscheinlich alles nicht so sehr. Aber andererseits muss die FDP ja auch mit irgendwem koalieren.
Verfasst von Marian Wirth um 19:06 Uhr in der Kategorie Politik, Sprache (Trackback)