14. Mai 2007
In der Deutschschweiz purzeln die Buchpreise
Das seit Jahrzehnten in der deutschsprachigen Buchbranche kursierende Schreckensszenario frei kalkulierter Buchpreise ist seit Mittwoch vergangener Woche im Teilmarkt der Deutschschweiz Realität. Während die vermuteten Strukturveränderungen in der Verlagsszene und vor allem im Handel erst längerfristig erkennbar sein werden, hat sich die erste und naheliegende Prognose sinkender Preise bereits erfüllt…
Profilierung mit dem Rotstift, buchreport.express Nr. 19, 10. Mai 2007 (pdf)
Dazu nur zwei Anmerkungen:
1.) Nach meinen Beobachtungen ist die Preisbindung in Deutschland mittlerweile eine Farce, weil immer mehr Verlage dazu übergehen, gleich für das Moderne Antiquariat zu produzieren. Eigentlich könnten sie das “Mängelexemplar” gleich aufs Buch draufdrucken, statt es umständlich später drauf zu stempeln.
2.) Wie soll die Buchpreisbindung in Deutschland auch nur mittelfristig Bestand haben, wenn es sie in der Deutschschweiz nicht mehr gibt? Ich kann mir nicht vorstellen, wie das funktionieren soll.
Verfasst von Marian Wirth um 10:46 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)