24. Mai 2007
Berlin Tea Party? Fehlanzeige.
Neulich nahm ich an einer Unternehmensveranstaltung teil. Einer der Referenten war ein hoher Beamter des Finanzministeriums. Er unterhielt die Anwesenden auf eigentlich recht amüsante, leicht flapsige Weise mit Finanzbeamtenhumor. So in dem Sinne (alles nicht wörtlich sondern sinngemäß zitiert):
“Wir machen die Regeln und sie müssen die einhalten. Ha ha! Und wenn Sie das nicht hinbekommen, streichen wir Ihnen Ihre Vorsteuer. He, he!”
oder:
“Nächstes Jahr sollen wir mehr Umsatz schaffen. Da müssen wir uns wohl mal ein paar Friseurläden anschauen. Haben Sie eine Ahnung, was in kleinen Pizzabuden und Friseursalons an Unkorrektheiten bei der Umsatzsteuervoranmeldung läuft?”
Nichts gegen gesetzmäßig korrektes Verhalten. Nichts gegen Steuern im Allgemeinen und nichts gegen Instanzen, die gegen Regelverstöße tätig werden.
Aber ich würde mir angesichts der Steuergeld- und Abgabensause, die unser Staat veranstaltet, doch manchmal etwas mehr Renitenz des Steuerzahlers wünschen. Es muss ja nicht gleich etwas (oder gar der Beamte) aus dem Fenster geworfen werden. Es würde ja vielleicht schon reichen, dass man nicht über die Witze lacht, die der beamtete Wegelagerer auf des Abgezockten Kosten macht…
Verfasst von Boche um 16:40 Uhr in der Kategorie Politik, Rochus, Wirtschaft (Trackback)