5. Juni 2007
Etwas mehr Bescheidenheit!
Ein Zitat unserer kleinen, am oberen rechten Rand dieses Blogs im Zufallsprinzip angezeigten Sammlung gefällt mir besonders gut:
Das Argument für die individuelle Freiheit [beruht] hauptsächlich auf der Erkenntnis… , dass sich jeder von uns in Unkenntnis eines großen Teils der Faktoren befindet, von denen die Erreichung unserer Ziele und unseres Wohlstandes abhängt.
Wenn es allwissende Menschen gäbe, wenn wir nicht nur alles wissen könnten, wovon die Erfüllung unserer gegenwärtigen Wünsche abhängt, sondern auch alle unsere zukünftigen Bedürfnisse und Wünsche, gäbe es wenig zugunsten der Freiheit zu sagen.
F.A. von Hayek
Wenn ich dann lese, mit welcher Sicherheit die deutschen Freidemokraten zu wissen scheinen, welche Lebensräume kommende Generationen vor- und akzeptabel finden werden, dass sie zu wissen meinen, dies mit “verbindlichen Emissionsgrenzen” heute beeinflussen zu können und dass sie letztlich staatliche Eingriffe in wirtschaftliches Handeln als “marktwirtschaftliche Anreizsetzung” verklausulieren und sich damit am Klimaschutzkyotoneusprech beteiligen …
… dann scheint mir die agnostische Bescheidenheit eines von Hayek, eine Bescheidenheit, die eben auch eine Grundlage von Freiheit ist, längst im unpolitischen Dummschätzersumpf verlorengegangen zu sein.
Am irgendwann mal wieder kommenden Wahlsonntag werde ich dann wohl doch besser zu Hause im Gärtchen bleiben, ein wenig grubbern und graben, beim Schwitzen etwas CO2 in die Luft blasen (und dabei nicht an kommende Generationen denken) und mich nach getaner Arbeit zu einem guten Buch setzen.
Verfasst von Boche um 11:14 Uhr in der Kategorie Politik, Sprache, Umweltpolitik (Trackback)