21. Juni 2007
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Die deutsche Rechtslage gegen das Spontane und Unorganisierte erscheint um so eigenartiger im Hinblick auf die im Namen der “Grundversorgung” selbstsanktionierte Expansion der öffentlich-rechtlichen Medien im Internet. Es gehört schon eine gute Portion Chuzpe dazu, im Netz einen Mangel an Versorgung zu erkennen. Oder, wie der ARD-Vorsitzende Raff es selbstherrlich auf den Punkt bringt, nur im eigenen Angebot die Gewähr für “Qualität, Orientierung und Verlässlichkeit” zu sehen.
Unser Staat, dieser Filz aus Politik, Beamtentum und Lobbyismus, weiß, was uns zu frommen hat. Aus Zwangsgeldern finanzierte Bürokratenonanie ist gut, unabhängiges und individuelles Engagement der Bürger ist schlecht.
Und um uns vor dem Bösen in uns zu bewahren, muss unbedingt überwacht und durchsucht werden. Wer Bürger eines solchen Staates ist, braucht auch keine Inquisition mehr.
Verfasst von Rayson um 21:06 Uhr in der Kategorie Kultur, Politik, Presse / SPON- und taz-Blog (Trackback)