Was Terroristen wollen

Es gibt zig Gründe, das Werk von Louise Richardson, “Was Terroristen wollen. Die Ursachen der Gewalt und wie wir sie bekämpfen können“, zu ignorieren. Und darunter wohl auch gute. Aber für die Hartgesottenen unter uns, diejenigen, die mit dem Versuch der Demontage der eigenen Weltbilder umgehen können, scheint es eine empfehlenswerte Lektüre zu sein. Obwohl sie positiv im Feuilleton der F.A.Z. besprochen wird,

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6 Kommentare zu “Was Terroristen wollen”

  1. 24.06.2007 | 23:20

    Das ist kompletter Schwachsinn. Lest lieber Jane's, die sind informativer.

  2. 25.06.2007 | 10:27

    Lieber Markus, “Jane’s Information Group” mag die beste “Normalmenschen” verfügbare Quelle für geopolitische und militärische Informationen sein; damit wird Richardsons Sachbuch aber nicht automatisch zum “kompletten Schwachsinn”. Für so eine starke Behauptung hätte ich doch gerne Belege.

  3. 25.06.2007 | 13:43

    Dann suche Dir welche. Ich habe einen Kommentar geschrieben, keinen wissenschaftlichen Aufsatz.

  4. R.A.
    25.06.2007 | 14:56

    Wenn ich die FAZ-Rezension so lese, scheint das wirklich ein gutes Buch zu sein.
    Liegt vielleicht auch daran, daß ich keines meiner Weltbilder demontieren muß, um den dort geschilderten Erkenntnissen zu folgen.

  5. 25.06.2007 | 16:05

    Es gibt “den Terroristen” genauso wenig wie “den Russen”. Man kann Terrorismus auch nicht “bekämpfen”, weil Terrorismus normabweichendes Verhalten ist, genauso wenig wie Kriminalität.
    Die Ziele “der Terroristen” sind daher genauso vielschichtig, wie die Ziele “der Kriminellen”.
    Daneben besteht noch das Problem, dass nicht immer alle Beteiligten zeit- und ortsgleich an einer Lösung interessiert sind. Außerdem kann es in Einzelfällen sogar angereiten sein bestimmte Konflikte weiter anzuheizen, diese sechs Schritte die die gute Frau dort anspricht sind deshalb … naja. Sie sollte z. B. mal erklären, wie sie das Szenario erklären könnte, dass die Amerikaner evtl. mit voller Absicht den Bürgerkrieg im Irak angeheizt haben. Das muss auch Sicht der Frau Richardson ja nun ein “Fehler” gewesen sein.

    Die gute Frau hätte sich mal lieber ein Thema aussuchen sollen, vom dem sie weniger selbst betroffen wäre.

    Hier mal ein paar Schritte zur Terrorbekämpfung:
    1. Inflitrieren
    2. Kriminalisieren
    3. Politisieren
    4. Erneut Kriminalisieren
    5. Erneut Politisieren
    6. usw. usf. - bis das Ziel erreicht ist. Das ganze geht mit einer Spaltung der jeweiligen Gruppen einher.

    Die Einzelheiten ergeben sich aus dem jeweils zu betrachtenden Konflikt und den zur Verfügung stehenden Informationen.

    Bestimmte Phänomene lassen sich mit herkömmlicher “Bekämpfung” nicht in den Griff kriegen, weil sie auf ethisch-moralischen Differenzen beruhen. Ein solches Phänomen ist z.B. “El Kaida”, weil es sich dabei schlichtweg um ein gewöhnliches Kriminalitätsproblem und nicht um ein auf politischen Differenzen beruhenden Konflikt handelt.

  6. R.A.
    26.06.2007 | 10:44

    @Markus:
    > Man kann Terrorismus
    > auch nicht
    > “bekämpfen”, weil
    > Terrorismus
    > normabweichendes
    > Verhalten ist,
    > genauso wenig wie
    > Kriminalität.
    Man kann und sollte beides bekämpfen.
    Auch bei der Kriminalität wird man nie völligen Erfolg erzielen, und trotzdem ist es richtig, sie mit Polizei und Justiz zu bekämpfen.

    > Die Ziele “der
    > Terroristen” sind
    > daher genauso
    > vielschichtig, …
    Diese Ziele sind mir ziemlich wurscht bzw. das sind Details für die Taktik-Ebene.

    > dass nicht immer
    > alle Beteiligten
    > zeit- und
    > ortsgleich an einer
    > Lösung interessiert
    > sind.
    Ist mir auch wurscht.
    Auch die RAF war nie an Lösungen interessiert - sobald die aber im Knast saßen, war das irrelevant.

    > Sie sollte z. B.
    > mal erklären, wie
    > sie das Szenario
    > erklären könnte,
    > dass die Amerikaner
    > evtl. mit voller
    > Absicht den
    > Bürgerkrieg im Irak
    > angeheizt haben.
    Da dieses Szenario ähnlich absurd ist wie diverse ander, die Du hier schon gebracht hast, muß das auch nicht erklärt werden.

    > Bestimmte Phänomene
    > lassen sich mit
    > herkömmlicher
    > “Bekämpfung” nicht
    > in den Griff
    > kriegen, weil sie
    > auf
    > ethisch-moralischen
    > Differenzen beruhen.
    Na und?
    Siehe RAF. Das warn auch “ethisch-moralisch” Differenzen.
    Ich habe schon immer die linken Forderungen abgelehnt, sich besonders mit der Gedankenwelt der RAFler zu beschäftigen.
    Mörder gehören in den Knast, dort können sie dann über ihre Differenzen nachdenken.

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