25. Juni 2007
Unternehmertum als Kunst
Ich habe mit Kunst recht wenig am Hut. Mein bildnerisches Verständnis ist bei den Impressionisten stehen geblieben, mein akustisches hat bei “Bitches Brew” erst angefangen, und mein dramatisches verlangt nach einer Selbstironie, die ich bislang nur bei den Absurden gefunden habe.
Aber als ich heute Matthias Hartmann bei Frank A. Meyer reden hörte, da drängte sich mir ein Vergleich auf:
Unternehmer und Künstler - Menschen aus demselben Holz?
Da ist etwas dran. Die Wagnisse, denen sich der Künstler ausgesetzt sieht, gleichen denen des Unternehmers. Es gibt eine große herrschende Meinung, die Neuerungen als schädliche Abweichung begreift. Man muss an seine Idee glauben, wenn man sich durchsetzen will. Und man muss letztlich ein Publikum überzeugen. Das nicht eine Majorité zu umfassen hat, sondern nur einen Kreis, der das Gebotene ausreichend goutiert, um es auch so zu entlohnen.
Aber auf Dauer hat nur das Wagnis Erfolg. Wer meint, alles zu wissen und das Geheimnis des Erfolgs aus der Vergangenheit herleiten zu können, hat schon verloren. Es bleiben die, die sich permanent häuten, die immer wieder Neues probieren.
Ich glaube, die Parallelen sind kein Zufall.
Verfasst von Rayson um 23:21 Uhr in der Kategorie Kultur, Wirtschaft (Trackback)