Meint er es doch ernst?

Wenn ich Palästinenserpräsident wäre - genau das wäre sicher auch eine meiner ersten Maßnahmen gewesen. Mal sehen, ob er sich durchsetzt.

PS:
Was sagen eigentlich die Libertären dazu, dass der Staat dort so gravierend in die Rechte der Menschen einzugreifen droht? ;-)

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17 Kommentare zu “Meint er es doch ernst?”

  1. stefanolix
    27.06.2007 | 10:53

    In Palästina das Tragen von Waffen zu verbieten: das ist ja wie ein totales Autofahrverbot in Deutschland.

    Ich glaube nicht, dass sich das durchsetzen wird ;-)

  2. spruance
    27.06.2007 | 11:43

    Das Waffenverbot ist doch genauso fiktiv wie der Wirkungsbereich “die Palästinensergebiete”. Eine kleine Politcharade, sonst nichts.

  3. Thomas Wolf
    27.06.2007 | 18:52

    Wenn man sich’s recht überlegt, dann ist Gaza eigentlich ziemlich nah dran an einem libertären Utopia.

  4. der gute don
    27.06.2007 | 22:05

    Wenn man sich’s recht überlegt, dann ist Gaza eigentlich ziemlich nah dran an einem libertären Utopia.

    *haha* aber auch nur in der Sozipropaganda …

  5. 28.06.2007 | 8:57

    Da sieht man mal wieder, was “die Libertären” angerichtet haben… bitte vergesst nicht, dass - egal was da unten passiert - es vor etatistisch-kollektivistischem Hintergrund passiert. -
    ja, Boche, “die Libertären” sind schuld am Elend der Welt. Haben alle gewusst, nur keiner wagte bislang, es auszusprechen.^^

  6. 28.06.2007 | 9:09

    Ach, Bodo…

  7. 28.06.2007 | 16:55

    Das ist doch ein ziemlich durchsichtiges Manöver: Die Verbrecherbande Fatah will die konkurrierende Verbrecherbande Hamas übertölpeln und sich so das Gewaltmonopol sichern. Hier kann man “live” erleben, wie Staaten entstehen. Von wegen Gesellschaftsvertrag und so…

    Mit libertärer Utopie hat dies in der Tat nichts zu tun - schliesslich wird die Hamas von den Staates Syrien und Iran aufgepeppelt, die Fatah dafür vom Westen. Das ist so gesehen ein Stellvertreterkrieg anderer Staaten - Etatismus pur.

  8. 28.06.2007 | 17:24

    Wie “Ach…” - ich ärgere mich, und Du machst es Dir bequem?
    - Na gut.

  9. 28.06.2007 | 21:05

    @Christian

    Verbrecherbande? Wer definiert denn, dass das Verbrecher sind? Kann sich der palästinensische Bürger nicht einfach Privatmilizen zum Schutz engagieren?

    @Bodo

    Das Ach war ein Ausruf der Ermüdung. Die tritt nämlich immer ein, wenn mir jemand Dinge in den Mund legt, die dort nicht hingehören (…merkwürdiges Sprachbild…).
    So die Mär, ich hätte behauptet, die Libertären wären am Übel der Welt schuld. Keine Ahnung, wie du auf den Quatsch kommst.

  10. 29.06.2007 | 8:34

    @Boche
    Du hattest doch geschrieben: “Was sagen eigentlich die Libertären dazu…”

    Ich frage, mich, warum die Haltung ausgerechnet Libertärer zu dieser Frage irgendeine Relevanz hätte? Wie kommst Du da drauf? Weil Du vermutest, Libertäre wären für fröhlich-freien Waffenbesitz, ungehemmtes Rumballern und alles wär’ schön?
    Du hast mE allein mit der Frage etwas suggeriert, was eben nicht stimmt.
    Als Libertärer bin ich sehr dafür, dass derjenige, der die Sch**ße eingebrockt hat, auch bitt’schön wieder auslöffelt. Das nennt man Verursacherprinzip, was _irgendwie_ etwas mit eigentumsrechtlichen Grundvorstellungen zu tun hat.

  11. 29.06.2007 | 9:33

    @Bodo

    Du hattest doch geschrieben: “Was sagen eigentlich die Libertären dazu…”

    Und ich hatte ein zwinkerndes Mondgesicht dahintergemalt.

    Ich frage, mich, warum die Haltung ausgerechnet Libertärer zu dieser Frage irgendeine Relevanz hätte?

    Ach, Relevanz wäre der falsche Begriff.

    Weil Du vermutest, Libertäre wären für fröhlich-freien Waffenbesitz, …

    Ja. Das vermute ich. Ist es anders? Wer soll denn in der von Libertären gewünschten Welt den Waffenbesitz untersagen?

    Als Libertärer bin ich sehr dafür, dass derjenige, der die Sch**ße eingebrockt hat, auch bitt’schön wieder auslöffelt. Das nennt man Verursacherprinzip, was _irgendwie_ etwas mit eigentumsrechtlichen Grundvorstellungen zu tun hat.

    Und wer bringt den Verursacher zum Auslöffeln?

  12. R.A.
    29.06.2007 | 11:15

    Bei Gaza wird man bösen Staatseinfluß nicht bestreiten können.
    Wohl aber bei Somalia, und die Anarchie dort galt ja durchaus bei vielen Libertären als vorbildlich.
    Ich möchte in beiden Gebieten nicht leben …

  13. 29.06.2007 | 14:17

    @Boche: Möglicherweise kennst Du das Finanzierungsmodell der Hamas und Fatah besser als ich. Ich vermute, dass beide ohne staatliche Beihilfen nicht handlungsfähig wären. Davon abgesehen, kann ich mir nicht vorstellen, dass alle Bewohner des Gaza freiwillig einen Beitrag für die “Leistungen” der Hamas und die des Westjordan für die Leistungen der Fatah entrichten. Selbst wenn, würde dies jedoch das jetzt angestrebte Zwangsmonopol auf Waffengewalt nicht rechtfertigen… (s. hierzu etwa Nozick vs. Rothbard).

    @R.A.: Tatsächlich war Somalia ein schon diskussionswürdigerer Fall. Was wir dort aber erlebt haben, war der Zerfall des Staates in viele kleine Ministaaten. Das hatte alles mit Freiwilligkeit nichts zu tun. Was man in Somalia erleben konnte, sollte vor allem die Anhänger des Non-Zentralismus erfreuen, denn tatsächlich konnten offenbar viele Menschen im zerfallenen Staat besser leben, als im unter dem Diktator Barre vereinten. Ich würde aber mal die Vermutung anstellen, dass Du vor oder nach Barre nicht gerne in Somalia gelebt hättest…

  14. 29.06.2007 | 14:39

    @Christian

    Von welcher Staatlichkeit wäre denn im Falle Palästinas auszugehen? Sind es dort nicht vielmehr die (mir vor einiger Zeit im Freiheitsforum als Alternative zu Staat und Polizei angepriesenen) Privatmilizen, die sich die Macht genommen haben?

  15. R.A.
    29.06.2007 | 15:04

    @Christian:
    > Ich vermute, dass
    > beide ohne
    > staatliche Beihilfen
    > nicht handlungsfähig
    > wären.
    Nun ja.
    Richtig ist, daß beide Gruppen von auswärtigen Staaten viel Geld kriegen. Und dies für Waffen und Luxus verbraten, ohne ihren Landsleuten etwas abzugeben.

    Das ist aber eigentlich nebensächlich.
    Denn ob nun diese auswärtigen Geldquellen staatlich sind oder ob jetzt Bill Gates spenden würde, das ist für die Palis irrelevant.

    Es ist auf jeden Fall nicht so, daß es in Gaza eine nennenswerte Staatlichkeit gäbe, die ihnen Steuern abnimmt.

    Und daß Fatah und Co. ihre von sonstwo erhaltenen Gelder für sich behalten kann einen Libertären ja nun auch nicht schocken.

    > Was wir dort aber
    > erlebt haben, war
    > der Zerfall des
    > Staates in viele
    > kleine Ministaaten.
    Kann man so sehen.

    Ich fand es nur erstaunlich (damals war ich noch ef-Abonnent), daß Somalia diversen Libertären so wunderschön gefallen hat. Einige sind doch sogar dahin ausgewandert, weil ihnen das libertärer erschien als die olle Bundesrepublik.

  16. 30.06.2007 | 14:03

    @Boche: Ich kann nicht für die Teilnehmer des Freiheitsforums sprechen. “Privatmilizen” sind m.E. nicht der libertäre Idealzustand. Es geht ja primär darum, alle Wirtschaftsbereiche privatwirtschaftlich zu organisieren - eben auch die Rechtssprechung und -durchsetzung. Was wir in Palästina erleben, ist, dass eine Verbrecherbande in einer durch Etatismus erzeugten chaotischen Situation die alleinige Waffengewalt an sich reisst. Ich kann nicht erkennen, was dies mit privater Rechtsdurchsetzung zu tun haben soll…

    @R.A.
    >Denn ob nun diese auswärtigen Geldquellen >staatlich sind oder ob jetzt Bill Gates >spenden würde, das ist für die Palis >irrelevant.

    Das mag sein, nur spendet Bill Gates offensichtlich nicht für solche Zwecke. Es sind Staaten, die das tun. Das ist auch kein Zufall: Staaten sind strukturell auf Machterhalt und -ausweitung ausgelegt, Privatpersonen - auch reiche - nicht.

    >Und daß Fatah und Co. ihre von sonstwo >erhaltenen Gelder für sich behalten kann einen >Libertären ja nun auch nicht schocken.

    Schocken sicher nicht - was einen Libertären aber schon ärgert ist, dass den Bürgern in den Geberländern dieses Geld erst gestohlen wird, und dass es in Palästina dann für die Errichtung eines neuen Unrechtsstaates verwendet wird.

    >weil ihnen das libertärer erschien als die >olle Bundesrepublik.

    Der Steuersatz war sicher attraktiver ;-)

  17. 30.06.2007 | 17:19

    Libertäre schließen die (gewaltsame, dann aber legitime und legitimerte) Durchsetzung von “privat”-rechtlichen Vereinbarungen nicht aus. Für mich ist der Rechtsbegriff zentral, und für den Libertarismus sollte er es sein. Ob mit oder ohne Staat, spielt nämlich bei zu verwirklichendem Recht keine Rolle.
    Eine “libertäre” Welt, kann eine Welt sein, in der jeder eine Waffe tragen darf, sie muss es nicht, und ich bin so frei idealistisch, anzunehmen, dass sie beinahe ohne Waffen auskommen wird. Handel war nämlich im Grunde schon immer eine friedliche Angelegenheit.

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