SED warnt vor Gentechnik-Hölle für Wildschweine!

Marktwirtschaftliche Logik von tiefroten Genossen zu erwarten, ist sicher ein unsinniges Unterfangen.

Deshalb ist es auch eigentlich keiner Nachricht wert, dass solch eine Genossin einerseits meint, es gäbe für eine gentechnisch erzeugte Kartoffelsorte gar keinen Bedarf, andererseits aber fordert, die Zulassung zu verweigern (unter anderem, weil es keinen Bedarf gäbe).

Weil es also Quatsch ist, mit SED-Kommunisten die Logik der Marktgesetze zu diskutieren, mache ich hier auch Schluss und sorge mich lieber (wenn auch nur ganz kurz) um Bodenorganismen und Schwarzwild, die an nicht angebauten, weil nicht benötigten aber gefährlicherweise zugelassenen Kartoffeln großen, großen Schaden zu nehmen drohen. All die Gene, die da in den Boden oder die Mäuler der Borstenträger strömen und dort ihr unsägliches Unheil anrichten könnten…! Huuh!

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15 Kommentare zu “SED warnt vor Gentechnik-Hölle für Wildschweine!”

  1. NUB
    28.06.2007 | 16:35

    Vielleicht ist es aber auch ein Fehler, mit den Betonköpfen nicht zu reden bzw. denen nicht zu antworten, weil es ja sowieso sinnlos ist. So werden sie nicht schlauer und können ihre unsinnigen Vorhaben widerspruchslos artikulieren, ja propagieren.

    Man muss ja nicht unbedingt auf einem Parteitag der Linken auftauchen, um sie zu belehren. ;-)

  2. spruance
    28.06.2007 | 16:38

    Jawoll! Alle Gene verbieten!

  3. 28.06.2007 | 17:06

    Ja, neulich las ich auf einem Plakat: “Für genfreie Lebensmittel!” - Was, wörtlich genommen, nur bedeuten kann, dass die Plakat-Autoren Pflanzen sein müssen, die von Licht, Luft, Wasser und einige Mineralien leben können.

    Die österreichischen “Grünen” planten vor einigen Jahren nicht nur den Weltuntergang, nein, sie wollten offensichtlich das ganze Universum, wie wir es kennen, alle Sterne, Planten, Dunkelwolken usw. vernichten: “Für ein atom-freies Weltall!”

  4. 28.06.2007 | 17:15

    Das sind wirklich verbrecherische Absichten grotesken Ausmaßes.

  5. 28.06.2007 | 17:22

    Achja. Ein leidiges Thema.

    Es ist so schrecklich ermüdend und meist bis immer nichtsbringend, mit Leuten zu reden, denen es ja gerade auf die medienwirksame Propaganda und nicht die Sache ankommt. Schweigen und Ignorieren hilft jedoch auch nicht weiter. Was bleibt? Resignieren.

    Es fängt ja schon beim angeblichen “Risiko” an. Die vorgebrachten Sorgen sind alles konventionelle Risiken, die generell bei züchterischen Eingriffen vorkommen können, wie etwa Positionseffekte, Kontextstörungen, unbeabsichtigte physiologische Veränderungen, Verwilderung und Gentransfer ziwschen kreuzbaren und auch nicht kreuzbaren Arten. Das Risiko der Gentechnik wäre nur die Erhöhung dieser konventionellen Risiken, wobei das bisher ein bloßes Restrisiko ist und gerade dazu führt, dass nirgendwo sonst die konventionellen Risiken so stark überwacht und geprüft werden wie bei der Gentechnik. Nur wegen des Restrisikos wird die eigentliche Handlungsfreiheit umgedreht in ein Handeln unter staatlichem Genehmigungsvorbehalt. Die Risiken für Mensch und Umwelt werden zunächst gemäß der Systemrichtlinie überprüft, bevor es überhaupt in ein geschlossens System wie einen Laborraum geht. Dann wird alles nochmal überprüft nach der Freisetzungsrichtlinie, bevor es zum experimentellen Freisetzungsversuch kommt. Und dann wird alles nach zig Verordnungen und Bestimmungen überprüft, bevor es zum kommerziellen Inverkehrbringen käme.

    Aber schon auf der Stufe der Freisetzung ruft etwa der B.U.N.D. dazwischen: “Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) macht sich zum Erfüllungsgehilfen der Gentechindustrie” (siehe taz vom 29.5.2007)

    Also erst die Freiheit aufgrund eines eventuellen Restrisikos einschränken, Genehmigungsvorbehalt und staatliche Behörde einführen und diese dann als Erfüllungsgehilfin bezeichnen, wenn sie etwas nicht verbietet… da kann ich einfach nichts mehr erwidern…

    Wahr ist, dass in Deutschland in der Tat für viele der Entwicklungen kein Bedarf besteht, da die jeweiligen Schädlinge oder Umweltbedingungen etwa garnicht auf deutschen Äckern vorkommen. Deutschland lebt ja aber auch nicht vom Export von Produkten und Entwicklungen… nein… natürlich nicht…

  6. 28.06.2007 | 18:07

    Was mir immer wieder auffällt: das Kritik an einzelnen Geschäftsmethoden des Saatgutherstellers Monsanto (die auch aus liberal-markwirtschäftlicher Sicht fragwürdig sind - Ausnutzen einer monopolähnlichen Stellung, Knebelverträge, Ausreizen des Patentrechtes bis zum geht-nicht-mehr usw.) generalisiert wird auf DIE “Saatgutmultis” (alias “Gentechnik-Mafia”) - bis hinunter zum Raiffeisen-Verband.
    Zur Risikobewertung: Die “ökologische Plattform” der (bisherigen) PDS hatte nicht von ungefähr den Spitznamen “apokalyptische Plattform” weg, wegen ihrer Vorliebe für die aus Weltuntergangsängsten gespeisten öko-diktatorischen (”ökosozialen”) Modelle Rudolf Bahros. Da scheint einiges auf die Gesamtpartei “Die Linke” abgefärbt zu haben.

  7. der gute don
    28.06.2007 | 18:23

    Es ist so schrecklich ermüdend und meist bis immer nichtsbringend, mit Leuten zu reden, denen es ja gerade auf die medienwirksame Propaganda und nicht die Sache ankommt. Schweigen und Ignorieren hilft jedoch auch nicht weiter. Was bleibt? Resignieren.

    Du hast absolut recht, was bleibt ist resignieren. Mal ne OT Frage, nach so langer Zeit des Blogens, seit ihr nicht müde, die täglich wiederkehrende Dummheit der Menschen und dieses fiese und durchtriebene Machtgieren der Politiker zu kommentieren? Angesichts der Dummheit und Ignoranz der demokratischen Massen und Ihrem Linksdrall sowie der stetige und kaum bekämpfbare Drang des Molochs Staat seine Überwachung auszubauen: woher nehmt Ihr Eure Motivation?

  8. 28.06.2007 | 18:47

    Warum gehen noch Leute zum 1. FC Köln ins Stadion? *gd&r*

  9. der gute don
    28.06.2007 | 18:55

    Die haben im Vergleich zumindest den Hauch einer Chance ;-)

  10. 28.06.2007 | 19:06

    Streiten wir uns nicht um Quantendimensionen ;-)

    Aber aus aktuellem Anlass wäre ich beinahe bereit, in deinen Seufzer einzustimmen. Nicht wegen der Dummheit der Politiker an sich, sondern weil diese offenbar ihre Eignung als Volksvertreter herausstreicht. Auf einer langen Bahnfahrt tue ich manchmal Dinge, für die mir meine Zeit sonst zu schade ist, und lese Publikationen wie die “Zeit” oder - wie heute - “Cicero”. Eigentlich wollte ich über diese Lektüre noch extra mal bloggen. Aber ein Artikel im “Cicero” befasste sich mit den Mindestlöhnen, und siehe da: Die große Mehrheit der Deutschen will nicht nur Mindestlöhne (damit hätte man angesichts des Rummels und der notorischen ökonomischen Unbildung ja noch rechnen können), sie will sie auch in einer Höhe, die selbst von den Verfechtern (sofern sie Fachkenntnisse haben) als utopisch angesehen werden. Was meiner Meinung zwar auch an der Umfrage lag (da haben sich die Leute vor lauter Ignoranz einfach für die mittlere der angebotenen Varianten entschieden, Mitte ist immer gut), aber trotzdem alle Illusionen, dieses Land könne jemals zu einem liberalen werden, in das Reich ebenselber verweisen müsste.

  11. 28.06.2007 | 21:15

    Resignation ist Mist. Und Fußball auch … na ja.

    Man sollte die kleinen Fortschritte, die es auch gibt, nicht vergessen. Die kommen doch nur zustande, weil wir uns hier aufreiben.

    Ladenschlussgesetz, Privatisierungen … wenn es uns Neoliberale Kaltherzler nicht gäbe, müsste man Telefonanschlüsse immer noch beim Amt beantragen und würde ab 18 Uhr vor verschlossenen Supermarkttüren stehen.

  12. 28.06.2007 | 21:35

    @Rayson:

    Warum gehen noch Leute zum 1. FC Köln ins Stadion? *gd&r*

    Wenn dieser Vergleich zuträfe, dann wäre BLOG ein Ort, wo immer wieder Links zu politischen Beiträgen eingestellt würde und wir dann vor allem über uns selbst, Alkohol und Karnevalsmusik diskutieren werden. Also: Der Vergleich hinkt. ;)

    Auf jeden Fall weiß ich jetzt, dass Statler Ende Oktober und Anfang April weinen wird. :)

  13. 28.06.2007 | 21:55

    Jeder gute Vergleich hinkt, sonst käme ja jeder drauf ;-)

  14. googlehupf
    29.06.2007 | 11:52

    “Kritik an einzelnen Geschäftsmethoden des Saatgutherstellers Monsanto”

    Ist mir auch schon aufgefallen.
    Auch das für/wider/wie der Patentierbarkeit wird ja gerne als Generalargument gegen die transgene Landwirtschaft an sich verwendet obwohl es letzlich eine Frage der umliegenden gesetzlichen Ordnung ist.

    Es ist eben einfacher gegen einen eigens errichteten Pappkameraden zu argumentieren. Aber wer da frei von Sünde ist…

  15. der gute don
    29.06.2007 | 12:30

    Die große Mehrheit der Deutschen will nicht nur Mindestlöhne [..], sie will sie auch in einer Höhe, die selbst von den Verfechtern (sofern sie Fachkenntnisse haben) als utopisch angesehen werden.

    Wenn Du einen Bürger “von der Straße” fragst, wird er viele Subventionen gutheißen, weil es ihm an der Regel am Wissen um die Konsequenzen mangelt. Zudem sind solche Umfragen auch immer aus dem Gesamtkontext Bundesrepublik gerissen, erst die Summe vieler Regelungen breitet sich dann als fatale Wirkung aus. So wäre ein Mindestlohn an sich vielleicht sogar noch vertretbar, wenn wir nicht die Summe an Regularien im Arbeitsmarkt und der Besteuerung hätten, wie wir sie nunmal eben leider haben.

    Jetzt gibt es aus meiner Sicht zwei Optionen, entweder der Bürger (und Wähler) erlangt diese notwendige Erkenntnis selbst oder die Politik geht verantworlich damit um. Na klasse. Habe ich jetzt weitere Optionen übersehen?

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