Warum eigentlich?

Wir sollten Menschen, die einen Einbürgerungsanspruch haben, dazu bewegen, nicht nur Staatsbewohner zu sein, sondern Staatsangehörige zu werden.

SPD-Innenpolitiker Sebastian Edathy in der “Berliner Zeitung

Warum? Also nicht: Warum sollten sie Staatsbürger sein? Sondern: Warum sollten “wir” (die Bundesregierung? Die SPD? Vier alle?) sie “dazu bewegen”?

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5 Kommentare zu “Warum eigentlich?”

  1. 13.07.2007 | 12:20

    Luhmann, der ein riesiges Theoriegebäude entwickelt hat nur um zu begründen, warum die Dinge so sind wie sie sind, hat mal geschrieben, dass “Personenänderung [...] ohnehin das gefährlichste Ziel [sei], das eine Politik sich setzen kann”.

  2. der gute don
    13.07.2007 | 13:06

    Wenn das Anspruchdenken einiger -vorwiegend muslimischer- Migranten nicht so traurig ernste Realität wäre, müsste man sich über solche politischen Allesversteher echt kaputt lachen.

    Unser Staat fordert echt Kraft, nachdem ich bis letzte Woche für meine Steuern gearbeitet habe, soll ich jetzt also weitere Staatsbürgerpflichten wahrnehmen - Also gut schickt mir ein paar Migranten am Wochenende nach Hause, ich übe dann mit denen Integrieren oder Differenzieren oder was auch immer …

  3. 13.07.2007 | 15:06

    @ der gute don: Volle Zustimmung.

  4. 13.07.2007 | 16:29

    Was habt ihr, es ist nur die unter Politikern weit verbreitete Ansicht, dass die Menschen nicht wissen, was sie wollen, weshalb man es ihnen eben sagen muss. Da stellt sich die Frage, ob und wie ein Einwanderer wirklich Staatsangehöriger werden will, gar nicht. Er hat es gefälligst zu wollen - deutscher Pass, deutscher Personalausweis, aber kein Mitglied des Kollektivs der Deutschen, wo kämen wir denn da hin?
    (Allein “Staatsangehöriger” statt “Staatsbürger” ist in meinen Ohren verräterisch.) Und wenn jemand trotzt deutschem Perso nicht “integriert” ist, dann nicht, weil er einen anderen Lebensstil mit anderen Werten vorzieht (was ja OK ist, solange er niemanden anders damit beeinträchtigt), oder gar für ihn vorteilhafte Bräuche der alten Heimat über in Deutschland geltende Gesetze stellt, dann ist nicht er dafür verantwortlich, sondern “wir”, weil “wir” ihn nicht dazu bewegt haben, ein ordentlicher Deutscher zu werden.

  5. 14.07.2007 | 3:28

    “der ein riesiges Theoriegebäude entwickelt hat nur um zu begründen, warum die Dinge so sind wie sie sind”

    Ist das nicht der einzig gute Grund, überhaupt eine Theorie zu entwickeln? Es sei denn, man ist Mathematiker?

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