Erziehungsdiktaturkommission

Beim nächsten (oder übernächsten) Kind könnte ich per Gesetz gezwungen werden, zu Hause bei Frau und Kind eine Auszeit zu nehmen.

Klingt verrückt? Ist EU-Politik. Modisch korrekt begründet mit dem Antidiskriminierungsquatsch.

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78 Kommentare zu “Erziehungsdiktaturkommission”

  1. 18.07.2007 | 17:55

    Ich sage es gerne noch einmal: Die EU ist nichts weiter als ein Putsch der Bürokratie gegen die Freiheit der Bürger, der mit idealistischen Motiven verbrämt wird.

  2. 18.07.2007 | 17:57

    Es kommt ja auch noch besser. Der EU-Bürokrat maßt sich auch Eingriffe in die Lohnfindung an:

    Neben der einseitigen Belastung der Frauen durch Haushalt und Familie kritisierte der Sozialkommissar auch die in vielen Unternehmen üblichen Gehaltssteigerungen nach Dienstalter: „Alle Senioritätssysteme sind eigentlich negativ für Frauen.“

    „Wie kann es sein, dass eine Supermarktkassiererin weniger verdient als ihr Kollege, der im Lager arbeitet?“, fragte der Sozialkommissar. Auch dass Krankenschwestern in vielen Ländern schlechter bezahlt würden als Polizisten, sei sachlich unbegründet: Vom Ausbildungsniveau vergleichbare Tätigkeiten müssten auch gleich bezahlt werden, forderte Spidla.

  3. 18.07.2007 | 18:38

    Hui. Bevor ich noch der letzte Trottel bin, der diese Scheiße verteidigen muss, werde ich mit dem heutigen Tag zum EU-Gegner und fordere ab sofort, dass wir uns aus dem Verein zurückziehen. Wobei dieser aktuelle Unsinn natürlich nur der Tropfen ist, der ein seit längerem angestautes Fass zum Überlaufen bringt…

  4. 18.07.2007 | 20:24

    Die Diskriminierung von Frauen ist nicht komplett bekämpft, so lange die noch schwanger werden können, und somit für mehrere Monate aus dem Berufsleben ausgeschlossen sind. Daher sollte die EU und dringendst die Schwängerung von Frauen verbieten, alle Benachteiligungen der Frau, die ihr rund um das Kinderkriegen erwachsen, wären mit einem Schritt aus der Welt geschafft, mit dem schönen Nebeneffekt, dass keine weiteren Generationen der (supra-)staatlichen Bevormundung ausgesetzt werden…

  5. Hardy
    18.07.2007 | 20:32

    @Karsten
    “dass wir uns aus dem Verein zurückziehen”
    Schön wär’s ja wenn es ginge, ist jedoch leider illusorisch. Die früher gute EG hat sich leider zu einem alles verschlingendem Bürokratiemonster gewandelt. Da kommt keiner mehr raus, selbst wenn es die Mehrheit der Bevölkerung wollen würde.

  6. 18.07.2007 | 21:18

    @Hardy

    Ich glaube zwar auch nicht, dass aktuell ein Herauskommen ginge. Aber wenn es seitens eines der großen Mitspieler politisch wirklich gewollt wäre, könnte ich mir durchaus mindestens ein Erzwingen einer loseren Verbindung vorstellen.

  7. 18.07.2007 | 22:33

    …die Verbindung ist ja nicht das Problem an der EU. …Mist ist Mist, egal ob er von einem “Nationalstaat” oder von der EU fabriziert wird, und Mist hat es auch schon lange vor der EU gegeben.

    …zu dem Artikel: das klingt erstmal erschreckend, aber ich glaube nicht, dass die Verantwortlichen sowas letztendlich zulassen werden. die volkswirtschaftlichen Risiken sind einfach zu enorm …wenn sonst schon nichts, wenigstens das müssen sie einsehen. allerdings ist es schlimm genug, dass wahnsinnige Beamte immer wieder solche Vorschläge öffentlich machen können, ohne ihrem Job zu verlieren.

  8. 18.07.2007 | 22:46

    Das wird alles nur halb so heiß gegessen wie es gekocht wird. Leider würde unser heiß geliebtes Verfassungsgericht ja sogar diesen Verfassungsbruch durchwinken, weil es Grundrechtsverletzungen durch den EuGH (der diesen Quatsch aber wohl absägen wird) nur noch in krassesten Fällen durch Urteil aus der Welt schaffen will. Einzelne Verfassungsbrüche durch den EuGH werden ja leider durch Karlsruhe ausdrücklich toleriert.

  9. Dirk
    18.07.2007 | 23:16

    Immer wenn man denkt “schlimmer geht’s nimmer”, kommt ein Politiker….

    Unglaublich! Austreten aus diesem Verein! Es ist ja richtig, dass Mist auch von Nationalstaaten fabriziert wird. Aber dieser ist gemessen am Gestank dem der EU einige Jahre hinterher. Vor allem wenn ihn im Verbindung mit dem Demokratiedefizit sieht.

    Ich habe übrigens gerade wieder Gewaltfantasien - genau wie vorgestern beim Beitrag zum “Flatratesaufen”. Kann man nicht gemäß Dienstleistungsrichtlinie ein paar Polen bestellen, die dem Kommissar mal so richtig in die Eier treten?

    Macht man für Moslems eigentlcih eine Ausnahme?

  10. 19.07.2007 | 7:38

    Nanana, vernehme ich hier einen striken Antieuroäismus? Früher hörte man als Antieuropäer immer gleich Nazi-Vorwürfe. Beliebt ist auch der Vorwurf mit den wirtschaftlichen Schäden im Falle eines EU-Austritts. Ist das aus ökonomischer Sicht eigentlich was drann?

  11. NUB
    19.07.2007 | 8:19

    Bis jetzt hatte ich noch Zweifel, aber mit diesem Eingriff in die individuelle Lebensgestaltung sehe ich eine “Europäische Sowjetunion” in Reichweite. Unglaublich.

  12. 19.07.2007 | 8:26

    [...] Jul 19th, 2007 by NUB Männer-”Windelauszeit” soll Pflicht werden (via B.L.O.G. [...]

  13. 19.07.2007 | 11:01

    “Europäische Sowjetunion” gefällt mir gut, hehe. Ich muss schnell meine Aufenthaltserlaubnis für Griechenland beantragen.

  14. 19.07.2007 | 11:22

    @MO

    Darf ich dir ein Geheimnis verraten? Griechenland ist auch in der EU. Die haben sogar den Euro…

  15. 19.07.2007 | 11:34

    Es wird einfach Zeit, daß Diskriminierung wieder modisch wird!

  16. Dirk
    19.07.2007 | 11:39

    Jetzt mal ernsthaft: Aufhalten können die EUDSSR starke gesellschaftliche Institutionen, die dem Staat/der EU ein Gegengewicht sind. Da wir keine selbstbewusste Bügergesellschaft haben und auch unsere Kirche mittlerweile kaum Autorität besitzt, liegt der Ball beim Islam. Auf geht’s: Türkei in die EU.

  17. 19.07.2007 | 11:41

    Momo, deine Logik ist mir zu simpel gestrickt, als dass ich sie ernst nehmen könnte.
    Wer Totalüberwachung blöd findet, muss Copyright-Verletzungen nicht mögen.

  18. Hardy
    19.07.2007 | 11:43

    ESU ist wirklich gut. Aber mal im ernst: es ist doch wirklich erstaunlich, in wie weit sich in Europa die einzelnen Regierungen(freiwillig!) ihre Macht nehmen lassen, während in den USA die einzelnen Bundesstaaten ihre Rechte wahren.

  19. 19.07.2007 | 11:52

    @Hardy

    Aber lassen sich die Regierungen denn tatsächlich die Macht wegnehmen? Die bestimmen doch über den Ministerrat, was gemacht wird.

    Es sind doch eher die nationalen Parlamente und damit die Bürger, die hier um die ihnen zustehende Macht betrogen werden.

  20. NUB
    19.07.2007 | 11:52

    @MomoRules

    Es ist bei solchen Schlagwörtern wie Diskriminierung auch wichtig sich zu fragen, wer über Bedeutung und Grenzen des Begriffes bestimmt. Es kann doch nicht sein, dass jeder das, was ihm gerade nicht gefällt, Diskriminierung nennen kann und ein Gesetz dagegen bastelt. Außerdem hölt der inflationäre Gebrauch solcher Begriffe den Sinn völlig aus, macht sie zu Blabla-Geschwätz.

    Es ist völlig offensichtlich, dass man die Freiheit total abschaffen müsste, um ein menschliches Zusammenleben völlig ohne Diskriminierung zu erhalten. So eine totale Kontrolle und Steuerung kann man nur wünschen, wenn man einem Wahn erlegen ist. Wer Diskriminierung grundsätzlich illegal machen will, der will die freie Entscheidung des Einzelnen illegal machen.

  21. 19.07.2007 | 11:55

    @Boche:

    Mir geht es schlicht auf den Sack, wie Du Themen wie “Antidiskriminierung” in irgendwelchen Nebensätzen zur reinen Mode erklärst. Ob das die geschilderten, politischen Maßnahmen rechtfertigt, das ist dann noch mal ‘ne ganz andere Frage.

  22. 19.07.2007 | 12:03

    @NUB:

    Klar stimmt die erste Hälfte, das legitimiert aber nicht dieses Stammtisch-Abgewatsche in Nebensätzen. Sind doch hier nicht bei PI..

    “Es ist völlig offensichtlich, dass man die Freiheit total abschaffen müsste, um ein menschliches Zusammenleben völlig ohne Diskriminierung zu erhalten.”

    Biste ‘n Evidenztheoretiker?

    Was ist denn da Deine Conclusio? Diskriminierung fördern, weil nur ein Leben mit ihr Freiheit ermöglicht?

  23. 19.07.2007 | 12:09

    @Momo

    Antidiskriminierung ist nun mal gerade Mode bei unseren Erziehern Politikern.

    Wenn ich dagegen bin, dass die Politik ein Thema missbraucht, um in unsere Freiheit einzugreifen, sage ich noch lange nichts über das Thema selbst. So viel solltest du doch in deiner geduldigen Auseinandersetzung mit uns Liberalen doch inzwischen begriffen haben.

  24. 19.07.2007 | 12:13

    @MR

    Wir wollen bei dem Thema doch nicht religiös werden.

    “Er hat das Wort beschmutzt! Steinigt ihn!”

  25. Dirk
    19.07.2007 | 12:14

    @MomoRules

    Kannst Du bitte mal “Diskriminierung” definieren? Ich habe ständig den Verdacht, dass Gesellschaftswissenschaftler gerne Begriffe benutzen, die sie nicht klar definieren und damit mehr über die Konnotation argumentieren, als über das tatsächlich objektiv bezeichnete. Du hast jetzt die Chance, mich zu widerlegen. Danke.

    Im Gegenzog biete ich Dir meine Definition an: Diskriminierung ist eine negativ bewertete Andersbehandlung. Folglich wäre eine Gesellschaft ohne Diskriminierung entweder eine Gesellschaft in der Jeder gleich behandelt wird, oder jede noch vorhandene Andersbehandlung als “gut” gewertet wird (von wem eigentlich?). Eine solche kann man wohl kaum freiheitlich nennen, dem einzelnen bleibt ja keine Wahl. Er muss so handeln, wie es die Gesellschaft wünscht, oder alle gleich behandeln. Damit wäre der Beweis für die von NUB aufgestellte These erbracht.

  26. NUB
    19.07.2007 | 12:26

    MomoRules

    Du hast nicht verstanden, dass ich mit Diskriminierung eine bewusste Ungleichbehandlung meine, die alltäglich ist. Das hat nichts mit Stammtisch zu tun. Wenn Du diskriminierendes Verhalten aberziehen willst, musst Du mühsame Überzeugungsarbeit leisten und nicht die richtige Gesinnung per Gesetz verordnen. So wird eine Frau, die unemanzipiert in einer Ehe lebt, nicht emanzipiert, weil der Staat entsprechende Gesetze erlässt. Es ist schlicht nicht die Aufgabe des Staates, seine Bürger zu erziehen. Es ist die Aufgabe aller, die Diskriminierungen sehen, darauf hinzuweisen und sich dagegen auszusprechen. Was Du z.B. auch tust. Das ist völlig in Ordnung. Aber weshalb für alles Staat und Gesetze? Davon, Diskriminierung zu fördern, hat hier wohl niemand gesprochen…

  27. 19.07.2007 | 12:43

    @Dirk:

    Ich wäre euch doch dankbar, wenn ihr Leute, die Sozialwissenschaften studiert haben, nicht ständig als “Geisteswissenschaftler” bezeichnen würdet, und Philosophie ist abgesehen davon auch keine Geisteswissenschaft. Wenn schon, dann eine “Begriffswissenschaft”.

    Und dieser ganze Kladderadatsch von wegen, man würde über Konnotationen reden und nicht über Fakten, sorry, das ist selbst eine Form von Diskriminierung, bzgl. derer ich aber keinerlei unterbindende Rechstsprechung fordern würde. Nenn mir mal irgendeinen nicht-konnotierten Begriff, das gibt’s gar nicht. Und ein bißchen Studium der Sozial- und Begriffs-wissenschaften hätte Dir auch nicht geschadet, dann würdest Du nich in so schlichten Alternativen wie Identität und Unterschied denken und wüßtest auch, was ein Beweis ist.

    Zum Thema: Diskriminierung ist für mich, wenn jemand Schwarzen in der U-Bahn zuruft, sie sollten doch in den Busch zurück gehen, wo sie herkommen. Oder ihm keine Wohnung zu vermieten, WEIL er aus der Türkei kommt. Diskriminierung ist, wenn eine Fernsehsendung dahingehend kritisert wird, daß sie zu schwul sei, während keiner eine Sendung kritisieren würde dahingehend, daß sie zu hetero sei. Diskriminierung ist, einer Frau keinen Job zu geben, weil man befürchtet, daß sie ja in den Mutterschaftsurlaub gehen könnte. Diskriminierung ist, Schüler gar nicht erst zum Bewerbungsgespräch zu laden, weil sie auf einer Schule auf St. Pauli waren. Kurz: Wenn vom Mainstream abweichende, nicht von der Person verursachte Eigenschaften dazu genutzt werden, diese Person abzuwerten und daraus dann Schlüsse für Handlungen abzuleiten.

    Die Thematisierung solcher Phänomene als reine “Mode” zu bezeichnen ist schlicht menschenverachtend, sogar im engeren Sinne.

    Ob das eine wie auch immer geartete Rechtssprechung nach sich ziehen sollte, zudem noch eine mit einer in der Tat hanebüchenen Beweislastumkehr oder dem Zwang von Männern zum Erziehungsurlaub, die armen Kinder, wenn das Männer machen, die das gar nicht wollen, das ist eine völlig andere Frage.

    Aber dieser “politisch unkorrekte” Quatsch, daß es gar keine Diskriminierung gäbe, weil das alles ja nur ‘ne Mode sei, nee, sorry. Boche legitimiert mit dem Mist, den er da schreibt, pardonnez-moi, ist so in diesem Fall, einfach all jene, die nach Herzenslust mal wieder ihrem ach so vertrauten Rassismus fröhnen wollen. Herzlichen Glückwunsch!

    Wenn er recht hätte, dann wäre auch der Liberalismus nur irgendeine modische Netz-Erscheinung …

  28. 19.07.2007 | 12:46

    @MR

    Ob das eine wie auch immer geartete Rechtssprechung nach sich ziehen sollte, zudem noch eine mit einer in der Tat hanebüchenen Beweislastumkehr oder dem Zwang von Männern zum Erziehungsurlaub, die armen Kinder, wenn das Männer machen, die das gar nicht wollen, das ist eine völlig andere Frage.

    Das ist keine ‘andere’ Frage. Das ist die Frage, um die es hier eigentlich ging. Was du nicht verstanden hast, worauf ich dich aufmerksam machen wollte. Ist mir bislang nicht gelungen. Jetzt?

  29. 19.07.2007 | 12:47

    @NUB:

    Ich fordere aktuell gar keine Rechtssprechung, sondern lediglich zur Kenntnis zu nehmen, das Antidiskrimierungsforderungen keine Mode sind.

  30. NUB
    19.07.2007 | 12:52

    MomoRules

    >Zum Thema: Diskriminierung ist für mich, wenn jemand Schwarzen in der U-Bahn zuruft, sie sollten doch in den Busch zurück gehen, wo sie herkommen. Oder ihm keine Wohnung zu vermieten, WEIL er aus der Türkei kommt….

    Entschuldige, ich verstehe, dass Dich so etwas ärgert. Aber wäre es wirklich ein Fortschritt wenn der Vermieter, der den türkischstämmigen Mitbürger nicht als Mieter will, diesem Umstand nicht Ausdruck verleiht, sondern irgendeinen Vorwand erfindet, obwohl ihn eigentlich doch die Herkunft stört? Oder wäre es wirklich ein Vorteil, wenn sich der Rassist in der U-Bahn seinen Spruch verkneift, dafür aber dasselbe denkt und bei Gelegenheit in einer Seitenstraße vielleicht auch in die Tat umsetzt?

    Ist nicht das was Du eigentlich erreichen willst - egal ob es voll mit mir übereinstimmt - eine Veränderung in der Einstellung der Menschen, die sich dann auf die Taten der Menschen auswirkt? Und bedeutet das nicht wiederum, dass kein Weg daran vorbeiführt, einem Rassisten vor Augen zu führen, dass er falsch liegt und nur einen Sündenbock oder ein Hass-Subjekt braucht? Oder meinst Du, es ist damit getan, die Diskriminierer zu diskrimineren? Ich denke, die lassen sich schon was Neues einfallen, solange sie nicht ihre Meinung ändern…

  31. 19.07.2007 | 12:54

    @Boche:

    Das ist mir doch klar, daß Du glaubst, daß es darum ginge. Dann laß doch aber Sätze wie den folgenden einfach mal bleiben, meine Güte:

    “Modisch korrekt begründet mit dem Antidiskriminierungsquatsch.”

    Bin heute aber auch streitlustig, gebe ich ja zu ;-) … belebt doch aber auch die Diskussion?

  32. 19.07.2007 | 12:59

    @NUB:

    “Ist nicht das was Du eigentlich erreichen willst - egal ob es voll mit mir übereinstimmt - eine Veränderung in der Einstellung der Menschen, die sich dann auf die Taten der Menschen auswirkt?”

    Ja, das ist es, und ich bin mir mit mir selbst nicht einig, ob’s da Gesetze braucht oder nicht, plädiere hier aktuell aber gerade mal nicht füpr welche.

    Geärgert habe ich mich nur und ausschließlich über Boches Schlußsatz seine Kritik am Erziehungszwang für Männer verstehe ich hingegen vollkommen.

  33. 19.07.2007 | 12:59

    @MR

    Streitlust ist doch was Schönes!

    Aber das Schlagwort “Antidiskriminierung” im Munde von Politikern, die damit nur wild in der Gesellschaft herumregulieren wollen, bezeichne ich auch zukünftig als Quatsch.

    Gegen private Initiative gegen diskriminierendes Verhalten habe ich gar nichts. Im Gegenteil.
    Weswegen ich zum Beispiel die Motivation von Leuten wie Che sehr schätze, die sich z.B. für Flüchtlinge oder gegen Rassismus einsetzen.
    (Interessanterweise ist ja selbst da der Hauptverursacher des Übels der Staat. Aber das liegt natürlich auch am Thema “Einwanderung/Asyl”.)

  34. NUB
    19.07.2007 | 13:02

    >Ich fordere aktuell gar keine Rechtssprechung, sondern lediglich zur Kenntnis zu nehmen, das Antidiskrimierungsforderungen keine Mode sind.

    Also ich stimme Dir sofort zu. So allgemein wie Du das schreibst.

    Das Eintreten gegen Diskriminierung ist grundsätzlich richtig. Auch politisch. Politiker können sich äußern und gegen Diskriminierung engagieren, auch ohne neue Verbote auszusprechen o.Ä.

    Aber dessen ungeachtet kann doch eine einzelne Maßnahme oder die Herangehensweise eines Politikers kritisiert werden.

    Ich glaube nicht, dass Boche da mit seiner Polemik irgendwas anderem Tür und Tor öffnen möchte. Aber seitdem gewisse Blogs extrem stark nach rechts gerutscht sind… u.s.w., die Story ist bekannt, lasse ich Deine Befürchtungen prinzipiell unwidersprochen stehen.

  35. 19.07.2007 | 13:05

    @MR

    Am Rande angemerkt: Solche Sätze wie “Das ist mir doch klar, daß Du glaubst, daß es darum ginge.” empfinde ich in einer Diskussion übrigens als recht arrogant. In einer Sitzung bei meinem Psychiater (hätte ich denn einen) würde ich das vielleicht als passend hinnehmen.
    Mir im Wettstreit der Argumente von anderen aber vorhalten zu lassen, sie wüssten besser als ich, was ich eigentlich sagen wolle … nee, das ist sehr unschön.

    PS: Dass ein zu Arroganz Neigender besonders feine Arroganz-Sensoren haben könnte - diese Möglichkeit sei zugestanden. ;-)

  36. 19.07.2007 | 13:06

    @MR

    Ich glaube, es hülfe, wenn du Boches Kommentar weiter oben genau studiertest.

    Wenn jemand sagt, Antidiskriminierung sei bei Politikern in Mode, sagt er damit nicht, dass Antidiskriminierung nur eine Mode sei.

    Wenn ich sagte, die Reform der Sozialsysteme sei bei Politikern eine zeitlang in Mode gewesen, würdest du wohl sicher auch nicht auf die Idee kommen, ich wäre der Ansicht, diese Reformen seien nur eine Modeerscheinung.

    Kurzum: Dein Textverständnis wird von dem verfälscht, was du dem Aussagenden als Denke von vornherein unterstellst.

  37. 19.07.2007 | 13:08

    @Boche + NUB:

    Na, dann sind wir ja final sogar fast einig ;-)

  38. 19.07.2007 | 13:11

    @Boche:

    Politikern pauschal nur modisches Gerede zu unterstellen ist aber auch ‘ne Form von Arroganz … gibt ja auch welche, die sich durchaus Mühe geben.

    @Rayson:

    Wir haben uns doch fast schon wieder lieb …

  39. 19.07.2007 | 13:18

    @MR

    So pauschal habe ich das ja nicht unterstellt.

  40. Dirk
    19.07.2007 | 13:38

    @MR

    Deinen ersten beiden Absätze bestätigen meine Vermutung.Eine Definition- und spätestens in dem Moment, indem Diskriminierung justiziable wird, braucht es eine - lässt sich übrigens via Beispiele erreichen.

    Wenn vom Mainstream abweichende, nicht von der Person verursachte Eigenschaften dazu genutzt werden, diese Person abzuwerten und daraus dann Schlüsse für Handlungen abzuleiten.

    Okay, das taugt wenigstens formell als Definition. Aber eie ist es mit dem Blinden, der nicht Pilot werden darf. Blindheit ist offensichtlich eine “vom Mainstream abweichende” in aller Regel “nicht von der Person verursachte” Eigenschaft, die einen Menschen in der Tauglichkeitsanalyse ziemlich sicher abwertet. Ist diese konkrete Andersbehandlung von Blinden Diskriminierung oder nicht?

  41. 19.07.2007 | 14:13

    @Dirk:

    Das wäre dann ein Argument, das mit dem Blinden, wenn Du da ernsthaft Analogien zur potenziellen Nicht-Eignung von Schwarzen zum Mathematiker, Frauen zur Führungskraft oder Türken zum Bewohnen von Wohnungen herstellen wollen würdest …

  42. Llarian
    19.07.2007 | 14:14

    Schön das alle gegen Diskriminierung sind. Ich bins nicht. Ich lege sogar wert darauf zu diskriminieren zu dürfen. Was soll der Quatsch auch ? Ich entscheide immer noch selber wessen Nase mir nicht passt und es ist mehr als befremdlich von Staats wegen zum Gegenteil gezwungen zu werden.

    Ob eine Person ihre Eigenschaften verursacht hat oder nicht, ist mir doch schlicht wumpe. Ich sitze doch nicht zu Gericht, es gibt keinen Schaden, den ich verursache, weil ich mit jemandem keine Geschäfte mache oder mit ihm nix zu tun haben will. Aber wenn ich jemanden einstelle, dem ich vertrauen muss, dann ist es doch absolut trivial jemanden zu nehmen, bei dem die Wahrscheinlichkeit, dass das eine gute Entscheidung ist, am höchsten ist. Es wird geheult, weil ich keine Frau einstelle, weil die in Mutterschaft gehen könnte. Na und ? Welcher Hirnverbrannte hat denn das Gesetz gemacht, dass mich in diesem Zusammenhang ruinieren kann ? Ich sicher nicht. Schonmal daran gedacht, wie diskriminierend es ist, dass so viele Männer auf Frauen mit großen Ohren stehen ? Oder mit langen Beinen ? Ich wüsste nicht, dass irgendeine Frau was dafür kann, dass sie keine langen Beine, respektive große Ohren hat (mal ab von der Idee zum Plastikdoktor zu gehen). Ist das nicht eine ausgesprochen fiese Diskriminierung ? (Übrigens eine, die in der Praxis sehr oft erheblich verletzender und verheerender ist, als die Diskriminierung eine Wohnung nicht zu bekommen.)

    Dieses ganze generelle Diskriminierungsgequake ist vor allem eins: Ganz grosser Müll. Wir diskriminieren sowohl als einzelner wie auch als Gesellschaft an jeder Ecke und jeden Tag. Wir diskriminieren Kluge von Dummen, Dünne von Dicken, Große von Kleinen, Schöne von Hässlichen. Daran ist nichts daramatisches. Es ist normal, dass Menschen ihre Sympathien persönlich festlegen und das wirtschaftliche Entscheidungen so getroffen werden, dass sie den maximalen Profit bringen. Wir sind nicht der Staat. Wir sitzen nicht zu Gericht. Wir entscheiden einfach selber, wen wir sch…. finden und wen nicht.
    Die ganze Unehrlichkeit der politischen Debatte (und Boche hat vollkommen recht, wenn er das eine Mode nennt) kann man wohl daran erkennen wie selektiv der Staat bestimmt, was böse ist und was nicht. So kann ein Skinhead leider nicht auf einen Mietvertrag klagen, denn seine Andersheit ist ja selber gewählt. Klar, weil fies sein kann man nur zu Schwulen, Frauen, Moslems, Schwarzen oder wer sich sonst gerade unterdrückt wähnt. Nicht fies kann man zu mental herausgeforderten Jungdeutschen mit weissen Schnürsenkeln sein und wenn doch, wen juckts ? Nicht das mich letzteres so besonders stört, aber die Verlogenheit ist schon sehr deutlich.

  43. 19.07.2007 | 14:17

    Ich plädiere dafür, noch nicht mal Llarian zu diskrimieren …

  44. 19.07.2007 | 14:34

    @Llarian

    Größtenteils bin ich deiner Meinung.

    So lange man den Staat raushält und nur auf der rein privaten Ebene redet, bin ich allerdings schon für Überzeugungsarbeit.
    Aber selbst diese könnte man unter dein Plädoyer für das Recht auf Diskriminierung unterordnen:
    Ich möchte das Recht haben, Leute zu diskriminieren, die zum Beispiel einen Menschen nicht mögen und ihn anderen gegenüber benachteiligen, weil er schwarzer Hautfarbe ist.

  45. 19.07.2007 | 15:23

    @ Rayson: Ja, das ist das Gute an Griechenland. Noch fegen sie jede Menge Geld ab. Wenn sie erst einmal zahlen sollen, hat sich das mit der EU erledigt. :D

  46. NUB
    19.07.2007 | 15:29

    Für die EU gilt in vielen Punkten: Gut gemeint, aber nicht gut gemacht.

  47. Llarian
    19.07.2007 | 15:35

    @MR: Du kannst mich soviel diskriminieren, wie Du willst. Und ich nehme mir die selbe Freiheit mit Dir.

    @Boche: Dein letzter Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Ich möchte das Recht dazu haben, einen Rassisten scheisse zu finden und auch so zu behandeln, bzw. ich will das nicht nur, ich mach das einfach, denn ich lass mir nicht befehlen, was ich richtig und falsch finde.

  48. Dirk
    19.07.2007 | 15:55

    @MR

    Das wäre dann ein Argument, das mit dem Blinden, wenn Du da ernsthaft Analogien zur potenziellen Nicht-Eignung von Schwarzen zum Mathematiker, Frauen zur Führungskraft oder Türken zum Bewohnen von Wohnungen herstellen wollen würdest …

    Du verstehst nicht. Du hast eine Definition gegeben und nach dieser würde der Blinde diskriminiert. Aber anscheinend kannst Du tatsächlich Definitionen von Beispielen nicht auseinanderhalten. Anstatt eine allgemeine Definition zu geben, entscheidest Du von Fall zu Fall (Schwarze, Frauen, aber nicht der Blinde), was Du für Diskriminierung hälst.

    @Llarian

    Ich stimme Dir völlig zu. Die Bezeichnung “Diskriminierung” basiert immer auf einer Wertung von “gut” und “böse”, was dem liberalem Verständni eines neutralen Staates widerspricht. Ich möchte übrigens auch genauso das Recht haben “Rassist” zu sein, auch wenn ich davon keinen Gebrauch machen möchte.

  49. NUB
    19.07.2007 | 16:00

    Dirk

    >Ich möchte übrigens auch genauso das Recht haben “Rassist” zu sein, auch wenn ich davon keinen Gebrauch machen möchte.

    Und deshalb hat MomoRules die Bedenken, dass mit der Umsetzung des liberalen Ansatzes echte Rassisten “freie Hand” haben. Er sieht sich jetzt schon außer Stande, diejenigen Kräfte der Gesellschaft aufzuhalten, die er für besonders verwerflich hält. Ein liberaler Staat wäre für ihn dann wahrscheinlich ein gegenüber dem braunen Mob gänzlich hilfloser Staat… Wenn man das aus seiner Sicht sieht, kann man seine Befürchtungen verstehen.

    Da Extremisten regelmäßig für sich Rechte einklagen, die sie ihren Gegnern verweigern, würde ein Neonazi natürlich zunächst von liberaler Politik bzgl. Diskriminierung profitieren. Natürlich würde der Neonazi es anderen nicht gestatten, ihn zu diskriminieren. Für MomoRules ist das einfach extrem unbefriedigend, da keine Handhabe zu haben.

  50. 19.07.2007 | 16:14

    @NUB:

    Also, jetzt in der 3. Person hier über mich zu reden, das finde ich nicht nett.

    Und ich bin noch nicht mal sicher, ob ich nicht die skandinavische oder US-Rechtsprechung Nazis gegenüber für richtiger halte … und setze ganz naiv auf Überzeugung.

    Natürlich gibt’s es auch kooperationsunfähige Egomanen wie Llarian, aber damit kann ich leben (womit ich gerade über jemanden in der 3. Person geredet habe, aber Llarian will ja angeblich auch immer in Ruhe gelassen werden. Zudem man selbst da, da ja Sprach- und Handlungsfähigkeit offenkundig gegeben sind, die Hoffnung nicht aufgeben sollte).

    @Dirk:

    Nö. Du kannst die Begründung einer Regel - darum handelt es sich ja, nicht um eine “Definition” - nicht von ihrer Anwendung unterscheiden und praktische Vernunft nicht von theoretischer. Von daher ist das auch keine Fall-zu-Fall-Entscheidung, sondern ein weiteres Kriterium, das hinzutritt, nämlich das “Können”.

  51. NUB
    19.07.2007 | 16:28

    MomoRules

    >und setze ganz naiv auf Überzeugung.

    Ich glaube gar nicht, dass es naiv wäre. Leute, die nämlich wirklich darauf fixiert sind, jemanden zu diskriminieren, brauchen ein Feindbild und einen Sündenbock. Sie brauchen ihn gewissermaßen zum Leben… Damit haben sie eindeutig selber ein Problem, nicht bloß ein Problem mit jemand anders. Demzufolge ist es durchaus realistisch, Neonazi-Aussteiger sind das beste Beispiel, wenn Leute sich und ihre Gefühle identifizieren.

    Das andere mit den Alltagsdiskriminierungen haben wir ja bereits besprochen.

    Eine Aussage von Llarian ist zumindest nachdenkenswert, auch wenn sein Beitrag mit dem Unterton “Das ist alles normal, nix Dramatisches, so weitermachen” daherkommt:

    Wir diskriminieren sowohl als einzelner wie auch als Gesellschaft an jeder Ecke und jeden Tag. Wir diskriminieren Kluge von Dummen, Dünne von Dicken, Große von Kleinen, Schöne von Hässlichen.

    Da will ich jetzt keinen Bezug zu den anderen Diskriminierungen herstellen, um die Sache noch schwieriger zu machen, aber ganz sicher illustriert die Aussage eines: Die Anfälligkeit und Bereitschaft des Menschen (vor)schnell über andere zu urteilen und Vorurteile zu bilden.

  52. 19.07.2007 | 16:31

    Immer diese Unterton-Interpretationsexperten…

    Im Übrigen sind viele Vorurteile schlicht und einfach notwendige Ökonomie, um als Mensch in einer komplexen Welt zurecht zu kommen.

  53. NUB
    19.07.2007 | 16:34

    @Boche

    Zitat: “Dieses ganze generelle Diskriminierungsgequake ist vor allem eins: Ganz grosser Müll.”

    Mit Unterton war ich noch freundlich.

  54. NUB
    19.07.2007 | 16:35

    Boche

    Im Übrigen sind viele Vorurteile schlicht und einfach notwendige Ökonomie, um als Mensch in einer komplexen Welt zurecht zu kommen.

    Das. Oder auch, um es sich selber möglichst leicht zu machen, Kosten/Nutzen…

  55. 19.07.2007 | 16:40

    @NUB:

    An den Dicken und Häßlichen, da ist schon was dran hinsichtlich dessen, was Llarian schreibt.

    Aber ansonsten ist ja schon konstatierbar, wo es sich einfach um individuelle Präferenzen im Sinne von Geschmacksfragen handelt, auf deren Ebene argumentiert Llarian ja grundsätzlich, und wo sehr viele Leute in einer Gesellschaft sich auf die gleichen “Opfergruppen” stürzen und denen das Leben schwer machen, ihnen weh tun, sie systematisch verletzen und ihnen ständig Steine in den Weg legen. F

    Das ist ja nun zudem auch ein Unterschied, ob rechte Skins selbst bei Abwesenheit körperlicher Gewalt Schwarze anpöbeln, die durch ihr Dorf spazieren, oder ob man eben einfach nur schwarz ist und sonst auch gar nichts weiter macht als eben einfach nur schwarz zu sein und auch nur sein Leben leben will.

  56. 19.07.2007 | 16:46

    Ich habe Llarian nicht so verstanden, dass er die Belästigung und Bedrohung von Schwarzen durch Skinheads gutheißen würde.

    @NUB

    Den Freundlichkeitsvorsprung hast du, keine Frage.

    Und: Kosten/Nutzen. Das ist es.

  57. Llarian
    19.07.2007 | 16:49

    @Dirk:
    Klasse Formulierung. Vom Recht ein Rassist sein zu dürfen. Darüber liesse sich sicher ein ganz hevrorragendes Essay schreiben.

    @MR: Der koopertionsunfähige Egomane ist nett. Alleine die schöne Sammlung von Beinamen, die man so zugeteilt bekommt, ist doch immer wieder ein Grund nochwas zu schreiben. Ich weiss noch nicht wie ich das jetzt mit dem fundamentalistischen Haustroll zusammenbekomme, aber da wird mir schon was einfallen. Aber selbst wenn ich offenbar einen Nerv getroffen habe, solltest Du trotzdem nicht ganz so grossen Unsinn von Dir geben. Ich würde wohl kaum hier auch nur irgendetwas schreiben, wenn ich (auch noch “immer”) in Ruhe gelassen werden wollte. Soweit ich mich erinnere habe ich diese Bitte hier genau einmal und einer Person gegenüber geäussert, die sich sogar im Groben daran hält.
    Übrigens gestatte ich Dir auch soviel über mich in der dritten Person zu reden, wie es Dir beliebt. Weder finde ich es besonders unnett noch fühle ich mich dadurch in irgendeiner Form diskriminiert, im Gegenteil, ich finde den drolligen Selbstwiderspruch mancher Menschen sehr erheiternd.

  58. Llarian
    19.07.2007 | 17:13

    @NUB:
    Sorry wenn ich schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Das ist ne Eigenart von mir, da kann ich eigentlich gar nix für, das war schon immer so (und wenn mich jemand deswegen diskriminiert ist das fiiiiieeeees…..).
    Spass beiseite, ich habe nicht umsonst das Wort generell dort eingeschoben. Denn die generelle Diskussion ist ganz grosser Käse. Man kann sich über einzelnen Fälle von Diskriminierung unterhalten. Zum Beispiel über die, die vom Staat ausgeht und die zurecht verboten ist (”Alle sind vor dem Gesetz gleich”). Aber der generelle Begriff ist ein ganz anderer, denn er schliesst eben auch die Unterscheidung zwischen Frauen mit großen und kleinen Ohren ein. Jedem Menschen müsste klar sein, wie blödsinnig es wäre, das als Diskriminierung zu verurteilen (das weiss übrigens auch der kooperationsbefähigte Altrumane MR, er ist nur zu eitel zuzugeben, was für ein Stuss seine Definition ist).

    Ich finde auch Vorurteile nicht über die Maßen dramatisch, sondern notwendig. Nehmen wir an, Du suchst einen Klemptner. Und ich melde mich bei Dir. Ich kann Dir zwar nicht beweisen, dass ich klemptnern kann, aber das ist genaugenommen kein Beleg, dass ich es nicht kann. Es wäre möglich. Dein Vorurteil und es IST ein Vorurteil über mich sagt Dir aber, die Wahrscheinlichkeit, dass der das kann ist gering. Der tatsächlich Handwerksmeister der daneben steht hat eine viel höhere Wahrscheinlichkeit es zu können. Deswegen nimmst Du (natürlich) den. Warum eigentlich ? Fair ist das nicht, Du hast Dir vorschnell eine Meinung über mich gebildet.
    Vorurteile sind oftmals (nicht immer) akkumulierte Wahrscheinlichkeiten im Zusammenspiel mit Lebenserfahrung. Das wird dem Einzelnen nie gerecht. Muss es aber auch nicht. Es ist nicht deine Aufgabe mir gerecht zu werden, Du bist nicht der Staat. Du hast das volle Recht dein Leben so zu leben, wie Du meinst und das bedeutet auch die Wahrscheinlichkeiten zu maximieren, dass Du gut mit einem Klemptner fährst.

  59. Dirk
    19.07.2007 | 17:16

    @MR

    Du magst eine Definition gerne “Regel nennen” und Beispiele mit dem Wort “Anwendung der Regel” bezeichnen.

    Das ändert nichts daran, dass die von dir aufgestellte Regel/Definition auf den Blinden, der nicht Pilot werden darf, zutrifft und Du dich trotzdem weigerst diese Andersbehandlung Diskriminierung zu nennen, weil ein Blinder eben weder schwarz ist noch i.a. weiblich oder sonst eine Behandlung vorliegt, die - und das ist der entscheidende Punkt - Dir missfällt.

    Sprich: Du belegst gerade, dass man mit Dir nicht diskutieren kannt, weil Du nur in den Kategorien “gut” und “böse” denkst und somit nicht einmal ansatzweise in der Lage bist, wissenschaftlich zu denken. Solche Schöngeister sind in der Tat in der Philosophie besser aufgehoben als überall sonst. Entweder Du kannst “Diskriminierung” definieren, oder Du kannst nicht darüber sprechen. Und worüber man nicht sprechen kann soll man ja bekanntlcih schweigen.

  60. Dirk
    19.07.2007 | 17:21

    Vorurteile entsprechen dem wissenschaftlcihem Prinzip. Sie bilden ein einfaches “Modell” einer komplexen Wirklichkeit. In manchen Fällen mag das Modell jedoch zu einfach sein, um die Wirklichkeit hinreichend genau zu beschreiben und dann sollte (das ist jetzt kein politischer Imperativ) man bereit sein, seine Modellannahmen nochmal zu prüfen.

  61. NUB
    19.07.2007 | 17:25

    Llarian

    Gut, aber manche Vorurteile, Stereotype sind nun wirklich auf ideologische, religiöse und rassentheoretische “Dogmen” zurückzuführen, die geschichtlich zurückverfolgt werden können. Sie sind nicht akkumulierte Erfahrungswerte oder spontan-individuelle Präferenzen.

    Schwarze (”Neger”), Juden (Antisemitismus und Antijudaismus als Summe relig. Vorurteile und Diskriminierungen), Araber, Moslems, es gibt auch Moslemhasser, diverse Kommentare auf PI und Blogs sind da ganz offen raus … viele sind systematischen Diskriminierungen ausgesetzt. Da wäre es politisch völlig instinktlos und blöd so zu tun als seien das einfach nur individuelle Vorlieben, Abneigungen od. ökonomisch sinnvolle, weil werterhaltende Spontanentscheidungen… Es gibt u.a. - nicht nur - die Diskriminierung mit dem Ziel der Herabwürdigung, Legitimation von Ausbeutung, Ausgrenzung und sogar mit dem Ziel der physischen Auslöschung.

    Dabei ist (bei Meinungsäußerungen im Gegensatz zu Straftaten) nicht der Staat und nicht das Gesetz das erste Mittel, sondern Aufklärung und Diskussion. Aber man sollte eben nicht so tun, als sei jede Diskriminierung einfach eine eigene Meinung, die jedem zusteht anstelle einer übernommenen und verbreiteten Gesinnung. Manchmal steckt System dahinter.

  62. 19.07.2007 | 17:44

    Eine Bitte an alle: Ich fände es großartig, wenn Argumente sich auch austauschen ließen, ohne irgendwann die andere Seite mit Verbalinjurien zu belegen. Und wenn sie einem noch so sehr auf den Wecker gehen mag - das Gefühl hat man immer sehr individuell.

    Bis auf die bekannte Ausnahme sind doch eigentlich alle zu (im Wesentlichen - dass man gerne auch mal die Sau rauslässt, ist ja normal) sachlicher Diskussion in der Lage, oder?

  63. 19.07.2007 | 18:07

    Ich habe keinerlei Probleme mit Verbalinjurien gegen mich … nur zur Klarstellung. Immerhin belustigen Llarian und ich uns so gerade wechselseitig. Und das ist ja immerhin auch ‘ne Form von Kooperation, da liegt dann in der Tat ein Selbstwiderspruch vor.

    @Llarian:

    Das mit dem “in Ruhe lassen” hattest Du tatsächlich in einer längeren Diskusion mal geschrieben …

    @Dirk:

    “Das ändert nichts daran, dass die von dir aufgestellte Regel/Definition auf den Blinden, der nicht Pilot werden darf, zutrifft und Du dich trotzdem weigerst diese Andersbehandlung Diskriminierung zu nennen, weil ein Blinder eben weder schwarz ist noch i.a. weiblich oder sonst eine Behandlung vorliegt, die - und das ist der entscheidende Punkt - Dir missfällt.”

    Quatsch. Was machst Du denn eigentlich sonst so im Leben? Wissenschaft ja wahrscheinlich nicht …

    Es ist unsinnig, von Diskriminierung zu sprechen, wenn offenkundig ist, daß sie einen Job gar nicht ausüben können könnte. Gäbe es - wie im Falle anderer Behinderungen - Hilfsmittel, die eine Pilotenlaufbahn erlaubten, so wäre es Diskriminierung, ja.

    Soll den Unterschied zwischen der Begründung einer Handlungsregel und einer Definition noch mal erläutern?

    Um noch mal neuerdings verpönte Beispiele zu mißbrauchen: Straßenverkehrsordnungen sind Handlungsregeln, Höflichkeitsregeln auch. Definieren kann man z.B., was im Falle einer Wirtschaftstheorie “Nullwachstum” bedeutet. Das ist ein Spezialfall von Verwendungsregeln für Begriffe.

  64. Llarian
    19.07.2007 | 18:08

    @NUB:

    Selbst wenn dem so ist, so ist es doch unmöglich das von aussen zu beurteilen. Nehmen wir an, jemand habe in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Menschen mit roten Augen gemacht. Er mag solche Leute nicht und stellt auch keine solchen ein. Wer sind wir, dass wir ihm jetzt vorschreiben, was er zu emfinden hat, was ein “berechtigtes” Vorurteil ist und was nicht ? Das Fahrwasser in das wir uns da begeben ist doch reichlich heiss.
    Ich bin kein Rassist (auch wenns mir gerne an den Kopf geworfen wird) und ich mag auch Rassisten nicht besonders, da ich Rassismus für eine besonders abstossende Form der Blödheit halte. Aber ich tu mich schwer damit einem Rassisten seinen Rassismus verbieten zu wollen. Wenn jemand keine Schwarzen mag, so ist das nichts was ich an einem Menschen auch nur einen Funken mögen würde, aber ich tu mich schwer damit, es ihm verbieten zu wollen. Von meinem persönlichen Emfinden habe ich keinen Schaden davon, wenn Rassisten ihre Meinung nicht mehr äussern dürfen, weder habe ich das Bedürfnis mich rassistisch äussern zu müssen, noch zähle ich solche Leute zu meinem Freundeskreis. Aber es gibt andere Dinge, wo ich vielleichht das eine oder andere Vorurteil vertrete, dass mir unsere “nationale Ethikbehörde” dann auch nicht zugestehen wird. Die äussere Beurteilung was ein berechtigtes oder unberechtigtes Vorurteil ist, ist für mich eine Horrorvorstellung.

    Ich denke man muss irgendwo damit leben, dass Menschen auch ausgesprochen dumme Dinge glauben und nach ausgesprochen dummen Aussagen handeln, alleine um des Zweifels willen dass die Dummheit ganz auf unserer Seite liegt. Ich finde es mehr als problematisch die Dummheit verbieten zu wollen. Ich habe eher ein Vertrauen darin, dass die breite Masse so dumm nicht ist. (Und selbst wenn sie es wäre, würden wir sie kaum mit Gesetzen davon abhalten können.)
    Ich finde man kann unserer Gesellschaft eins zugestehen, der Grund warum sie so weltoffen und sozial ist, liegt nicht in den Gesetzen, sondern in den Menschen. Und das ist gut so.

  65. NUB
    19.07.2007 | 18:49

    Llarian

    Weiter oben habe ich erklärt, dass ich und warum ich gegen ein Gesinnungsgesetz bzw. Gesinnungsverbot bin. Das heißt aber nicht, dass sich Politiker und jeder Einzelne nicht gegen Rassismus etwa gegen Schwarze aussprechen darf, wo er meint, diesen vorzufinden. In einer Gruppe Menschen, sei es auf der Arbeit oder im Freundeskreis oder in der Familie wird es immer kontroverse Diskussionen geben; dass Dir dabei hier und dort vorgeworfen wird, Du seist ein Rassist, ist wohl Bestandteil der Kontroversen.

    Würde man bei Neonazis aber einfach sagen “Ich denke man muss irgendwo damit leben, dass Menschen auch ausgesprochen dumme Dinge glauben und nach ausgesprochen dummen Aussagen handeln”, dann könnte das auch dazu führen, dass man nicht mal mehr etwas dagegen sagt, weil es einem wurscht ist. Du würdest ja auch versuchen, Deinen Sohn oder Deine Tochter in Diskussionen von Nazigedankengut abzubringen oder besser von vornherein fernzuhalten, oder? Man nennt das auch Engagement und Zivilcourage — im Gegensatz zu staatlich verordneter Gesinnung oder Gesetzen… Und für Engagement und Zivilcourage gibt es eben keinen Anlass mehr, wenn man sich einfach mit allem so abfindet und sagt: Es gibt halt Dumme, Pech, es haben halt viele Vorurteile, ihre Sache u.s.w. Es ist ok, wenn sich viele dagegen aussprechen und eine andere Meinung vertreten, oder auch die Diskriminierer diskriminieren, aber es ist nicht gut, wenn versucht wird, Meinungen per Gesetz zu verbieten. Das meine ich.

  66. 19.07.2007 | 19:02

    @MR

    Stimmt. Ich habe das Problem mit Verbalinjurien in diesem Blog.

  67. Dirk
    19.07.2007 | 20:24

    Das sehe ich nicht als Verbalinjurie, sondern als erziehersiche, belehrende Tätigkeit. Bekanntlich heisst es ja: Was trifft, das trifft auch zu. Und als schönes Nebenprodukt erhalte ich belustigende Antworten. Jetzt schon drei an der Zahl, ohne dass MR die Frage “Was ist Diskriminierung” beantwortet hat.

    @MR

    Ziemlich sinnloser Begriff, wenn man nicht sagen kann, was er bezeichnet. Nicht wahr? Und wie nennt man Dein Geschwätz, das sich aus sinnlosen Worten generiert? Na….? Komm schon! Genau!

  68. 19.07.2007 | 20:32

    @Dirk

    Das sehe ich nicht als Verbalinjurie, sondern als erziehersiche, belehrende Tätigkeit.

    Diesen Eindruck teilst du sicher mit allen Beleidigern dieser Welt.

  69. 19.07.2007 | 20:36

    @Rayson:

    Außerdem, wenn hier schon vertreten wird, es gebe ein Recht darauf, Rassist zu sein, dann ist’s doch albern, hier auch nur irgendeine Verhaltensregel bzgl. Formen des Sich-Äußerns aufstellen zu wollen …

    @Llarian:

    “Ich denke man muss irgendwo damit leben, dass Menschen auch ausgesprochen dumme Dinge glauben und nach ausgesprochen dummen Aussagen handeln, alleine um des Zweifels willen dass die Dummheit ganz auf unserer Seite liegt.”

    Das gilt dann aber auch für jene, die aus eurer Perspektive so dumm oder anmaßend sind, Antidiskriminierungsgesetze erlassen zu wollen …

    @Dirk:

    Knutsch! Ich mag junge, aufgewühlte Männer …

  70. Dirk
    19.07.2007 | 20:47

    Immerhin habe ich ihm schon abgewöhnt mit Philosophennamen um sich zu ballern. Noch vor einem Jahr hat er keinen Satz rausgebracht, in dem nicht drei neue Namen völlig zusammenhandslos aufgelistet wurden. Dann war er beleidigt, zog sich kurz zurück und seitdem unterlässt er wenigstens diesen quatsch. Wenn alle Beleidiger dieser Welt eine solche Erfolgsbilanz haben, dann wäre es mal ein an der Zeit, ein Loblied anzustimmen.

    @MR

    Du gehst der Antwort aus dem Weg.

  71. 19.07.2007 | 21:41

    Nein, ich habe es bereits beantwortet. Lies noch mal durch, was ich geschrieben habe, und dann formuliere Argumente. Dann kann ich da auch drauf eingehen. So’n Rumgezicke ist ja kein Einwand, und das sind auch keine 3 Versionen.

    Der Großteil stammte übrigens von Habermas, geht aber im wesentlichen auf Wittgenstein zurück, braucht aber tatsächlich auch eine pragmatische, keine rein semantische Ausarbeitung. Die Analyse von Ausschlußmechanismen in Gesellschaften übernehme ich im wesentlichen von Foucault ;-)

  72. 19.07.2007 | 21:51

    Das waren jetzt nur zwei, und keine neuen. Also bitte etwas mehr Anstrengung, MR ;-)

  73. 19.07.2007 | 21:52

    Ups, hab ausgerechnet den Wittgenstein überlesen. Also Quote quantitativ erfüllt, qualitativ aber immer noch nicht.

  74. Llarian
    20.07.2007 | 0:15

    @NUB: Wir sind (fast) einer Meinung, oder zumindest glaube ich das. Mit Abfinden meine ich auch nicht, dass man Rassismus einfach mit einem Schulterzucken hinnehmen sollte. Wie schon gesagt, ich umgebe mich nicht mit Rassisten, das ist meine Reaktion dazu. Ich sage es jemandem recht unverblümt, wenn er rassistische oder faschistoide Gedanken offenbart. Nur befehle ich ihm nicht anders zu sein.

    @MR: Der Unterschied ist das das, was die “Antidiskriminierer” in meine Freiheit ganz aktiv eingreift. Und damit muss ich eben nicht leben. Der Rassist hat auch kein Recht in die Freiheit eines anderen einzugreifen, das habe ich ihm auch nicht eingeräumt. Ich räume dem Antidiskriminierer auch seine Meinung ein, ihr dürft denken was ihr wollt und ich will sicher niemanden dazu zwingen liberal zu denken. Aber eure Gesetze könnt ihr Euch sparen. Ich kann ebenso auf ein Antidiskriminierungsgesetz verzichten wie auf ein Diskriminierungsetz der DVU. Sprich: Jeder darf so blöd sein wie er will, aber die Blödheit soll er bitte auf sich beschränken.

    Jetzt weiss ich auch wieder in welchem Kontext das immer in Ruhe lassen gefallen ist. Ich dachte das wäre der Disput mit Rayson gewesen, aber das war eher die Erklärung, was ich unter Liberalismus verstehe. Dann nehme ich den Vorwurf des Blödsinns zurück, in dem Sinne des damals gesagten will ich wirklich immer in Ruhe gelassen werden. Passt sehr gut in dieses Thema.

  75. 20.07.2007 | 8:17

    @Rayson:

    Lese mich gerade in Baudrillard ein, vielleicht kommt ja bald wirklich was neues ;-) …. stimmt aber, ich muß da mal wieder erweitern, sonst wird das langweilig. Gibt aber leider auch nicht viel neues, relevantes unter den Philosophen seit Habermas und Foucault … Agamben vielleicht, aber den mag ich noch nicht wirklich.

    @Llarian:

    Na, den Kant mag ich ja auch. Sehe mich ja sozusagen als Linkskantianer.

    “Der Rassist hat auch kein Recht in die Freiheit eines anderen einzugreifen, das habe ich ihm auch nicht eingeräumt.”

    Soweit kann ja sogar ich mich schon wieder damit anfreunden, aber wenn ich da jetzt richtig drauf eingehe, dann geht das hier alles von vorne los …

  76. R.A.
    20.07.2007 | 15:37

    Was das Inhaltliche betrifft, hat Llarian schon alles Nötige hervorragend ausgeführt, da schließe ich mich einfach an.

    Aber was die EU betrifft: Fallt doch nicht auf dieses Sündenbock-Theater rein.

    Es mag auch mal spinnerte Ideen geben, die von den Eurokraten selber ausgebrütet werden. Aber das ist die Ausnahme.

    Im wesentlichen sind es die NATIONALEN Politiker, die sich all’ diesen Dummfug ausdenken - aber das zu Hause nicht durchsetzen können und vor allem nicht dafür gerade stehen wollen.

    Und die machen dann Druck in Brüssel, bis es dort zu einer Richtlinie kommt.
    Und die muß dann leider, leider in den Nationalstaaten umgesetzt werden (und bei der Durchführungsverordnung kann man noch unbemerkt etwas draufsatteln).

    Diskriminierungs-Gesetz und ähnlicher Schwachsinn ist zuförderst auch von deutschen Politikern erfunden und beschlossen worden.
    Die EU dient da nur als Camouflage.

  77. 20.07.2007 | 15:52

    @R.A.

    Im Grunde ist es egal, wer es erfunden hat. Vielleicht waren es ja auch die Schweizer…

    Das Problem liegt eben darin, dass die EU so funktioniert. Und es gehört nicht viel Fantasie dazu, damit zu rechnen, dass die Eigenmächtigkeiten der Eurokraten immer mehr zunehmen werden. So geht die Bürokratielogik halt.

    Ein europäischer Oberstaat ist wohl das Letzte, was wir noch gebrauchen können.

  78. R.A.
    20.07.2007 | 16:07

    @Rayson:
    > Im Grunde ist es egal,
    > wer es erfunden hat.
    Glaube ich nicht.
    Es ist m. E. schon wichtig zu wissen, wer denn die eigentlichen Gegner sind.

    Das läuft doch wie früher, als sich ein Herrscher einen bösen Großwesir / Hofjuden / Minister hielt: Auf den konzentrierte sich der Haß des Volkes, der Herrscher blieb populär.

    Analog später der Spruch “Wenn das der Führer wüßte …”

    Die EU und diverse institutionelle Entartungen dort sehe ich auch kritisch.

    Aber wir sollten uns hier nicht auf einen Popanz einschießen und die wahren Drahtzieher übersehen.

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