Wettbewerb

In Sachen Volkserziehung will sich die Politik natürlich nicht überbieten lassen. Diese Ansammlung von Anmaßungen sollte sich jeder Selbstdenker auf der Zunge zergehen lassen, bevor er das nächste Mal überlegt, ob er überhaupt wählen geht und wenn ja, was er dann wählen soll.

Ähnliche Beiträge


24 Kommentare zu “Wettbewerb”

  1. 20.07.2007 | 0:34

    Kann man nicht einfach warten bis möglichst viele Politiker ins Sommerloch gesprungen sind (siehe auch: Söder, Markus spricht über 1, Sat), dann ‘nen großen Bagger kommen lassen und das Ding ein für alle mal verschließen? Oder, weniger lustig, den Hinterbänklern (von den im Artikel genannten Politikern kannte ich nicht einen) einfach über den Sommer Redeverbot erteilen?

  2. Buenavista
    20.07.2007 | 13:16

    Was mich an der Geschichte viel mehr interessieren würde: Was kostet das Ganze jetzt den ÖR (und damit uns?)

  3. 20.07.2007 | 13:37

    @Buenavista

    Warum interessiert dich das? Kannst doch eh nichts dran ändern. Weder für den aktuellen noch für vergleichbare zukünftige Fälle.

  4. Buenavista
    20.07.2007 | 14:00

    Es interessiert mich insofern, als ich es mitbezahle. Was SAT1 macht, ist mir herzlich egal, denn die bezahle ich nicht.
    Aber wenn die ÖR die Berichterstattung abbrechen, möchte ich wissen_
    Gibt es diese Ausstiegsklausel wirklich? Bekommen die ÖR also ihr Geld zurück?
    Welche sonstige Kosten verursacht der Ausstieg?
    Warum steigt man wegen einer einzigen A-Probe aus? Was, wenn die B-Probe negativ ist?
    Hat man wirklich geglaubt, es werde auf der Tour keine Dopingfälle mehr geben?

  5. 20.07.2007 | 14:10

    Du bezahlst es aber in jedem Fall.
    Egal, wie deine Fragen beantwortet werden.
    Und auch für zukünftige Fälle dieser Art nutzt dir dein Wissen eben nichts.

  6. Buenavista
    20.07.2007 | 14:20

    Du bist also der Meinung, dass Zuschauer nicht den geringsten Einfluss auf das haben, was die ÖR tun und senden?

  7. 20.07.2007 | 14:26

    Ich halte den Einfluss für so indirekt, dass er für Fälle und Entscheidungen wie diese vernachlässigenswert ist.

  8. 20.07.2007 | 14:27

    Aber ich bin sehr interessiert daran, dass du mir Möglichkeiten aufzeigst, wie ich die Programmpolitik der ÖR beeinflussen könnte.

  9. Buenavista
    20.07.2007 | 14:37

    1) Auch ÖR brauchen Quoten
    2) ÖR brauchen GEZ Zahler. So etwas fördert die Zahlungsmoral nicht.
    3) Je mehr Leute Aufklärung über die Finanzierung von Dopingabenteuer verlangen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass man weiter macht wie bisher

    Es wäre ein Skandal, wenn die ÖR Millionen für ein Event ausgeben, dessen Dopingvergangenheit bekannt ist, um sich dann davon zurückzuziehen, nur weil eine einzige A-Probe positiv ausfällt. Das ist Gebührenverschwendung hoch drei.

  10. 20.07.2007 | 14:41

    1) Auch ÖR brauchen Quoten

    Der aktuelle Fall spricht nicht unbedingt dafür, dass dies die Entscheidungsfindung allzu stark beeinflusst.

    2) ÖR brauchen GEZ Zahler. So etwas fördert die Zahlungsmoral nicht.

    Musikantenstadl und dämliche Kopien guter Privat-Formate auch nicht.

    3) Je mehr Leute Aufklärung über die Finanzierung von Dopingabenteuer verlangen, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass man weiter macht wie bisher

    Als Jugendlicher habe ich Eingaben an Honecker geschrieben. Ich weiß, das ist ein arg polemischer Vergleich - aber meine Hoffnung ähnelte der deinen.

  11. NUB
    20.07.2007 | 14:42

    >Es wäre ein Skandal, wenn die ÖR Millionen für ein Event ausgeben, dessen Dopingvergangenheit

    Warum überlässt man das nicht privaten Pay-TV-Sendern? Ach ja, weil ja der Sport nicht nur einem exklusiven Publikum zur Verfügung stehen soll… Aber echte Fußball(-Bundesliga)fans haben ja auch ihr Arena-Abo oder was da gerade lauffähig ist, warum sollen dann Radsportfans unbedingt über GEZ auf ihre Kosten kommen. Mir ist der Radsport relativ wurscht.

  12. Buenavista
    20.07.2007 | 15:06

    Nun ich denke das öffentliche Interesse am Spiel Bayern gegen Mailand wäre auch größer gewesen als nachmittägliches Dopingradeln.

    @Boche, ich will deine resignative Sichtweise nicht grundsätzlich in Frage stellen, aber wer von vorneherein aufgibt, hat in jedem Fall verloren.. auch in der politischen Diskussion.

    Wie sinnvoll (und hoffentlich nicht nachteilig für dich) deine Eingaben an Honni waren, weiß ich natürlich nicht. Aber in manchen Fällen hätte Honecker bei 100000 gleichlautenden Eingaben doch reagiert?

  13. 20.07.2007 | 15:16

    @Buenavista

    Wie sinnvoll (und hoffentlich nicht nachteilig für dich) deine Eingaben an Honni waren, weiß ich natürlich nicht.

    Nachteilig waren die Eingaben nicht. Das war ein erlaubtes und akzeptiertes Mittel, die Herrscher demütig um die Gnade zu bitten, ein konkretes Problem zu betrachten. Das gab es bei früheren Formen absolutistischer Herrschaft ja auch.

    Aber in manchen Fällen hätte Honecker bei 100000 gleichlautenden Eingaben doch reagiert?

    Ja, das ist möglich. Schließlich hängt auch ein unfreies System bis zu einem bestimmten Grad davon ab, dass die Untertanen nicht allzu unzufrieden sind.
    Ok, in ähnlicher Form mag es wohl tatsächlich die von dir erhoffte Einflussmöglichkeit des Zwangszahlers auf die ÖR geben.

  14. 20.07.2007 | 18:37

    @Buenavista: Indiskretion Ehrensache weiß mehr über die Kosten. Allerdings könnten die erwähnten 10 Millionen Euro aus dem “Springerschen Paralleluniversum” stammen, wie Kommentator Jens warnt.

  15. Hardy
    20.07.2007 | 19:11

    @Buenavista
    “ÖR brauchen GEZ Zahler. So etwas fördert die Zahlungsmoral nicht.”
    Du scheinst zu vergessen, dass allein der Besitz eines Empfangsgerätes zum Zahlen der GEZ-Gebühren verpflichtet. Selbst wenn Du das Gerät so umgebaut hättest, dass nur der Empfang von Pay-TV möglich wäre.

  16. Hardy
    20.07.2007 | 20:06

    @Rayson
    OT: Also ich empfand auch Sudel-Ede als eine absolute Comedy Sendung- bis mir dann jemand sagte, dass der den Müll wirklich ernst meint. Danach musste ich allerdings noch mehr lachen wenn ich dessen Sendung mal sah.

  17. Buenavista
    20.07.2007 | 20:11

    @Hardy
    Das ist mir schon klar.
    Unter mangelnder Zahlungsmoral verstehe ich: Gerät abmelden, Anfragen der GEZ ignorieren und GEZ-Kontrolleure (aka “Schergen”) nicht ins Haus zu lassen.

    Und das tun nicht wenige.

    Apropos Sudel-Ede. Da gab es ja das westliche Pendant, den Löwenthal.
    Ich hätte zu gern eine Diskussion zwischen den beiden erlebt.

  18. 20.07.2007 | 20:17

    @Buenavista

    Die Sendungen von Löwenthal und Schnitzler kann man nicht vergleichen.

    Schnitzler hat immer Berichte des westdeutschen Fernsehens gezeigt, in denen über Missstände im westlichen Deutschland berichtet wurde, um danach in einem derartigen Tonfall seine Suada loszulassen, dass man sich unwillkürlich fragte, ob die hinterher immer die Kamera abwischen mussten.

    Löwenthal hat eigene Filmberichte gebracht.

    Und es gab noch einen anderen Unterschied: Löwenthal hat untertrieben.

  19. Buenavista
    20.07.2007 | 20:29

    Schon klar, was die Zustände im Osten betraf.
    Allerdings waren Löwenthals Tiraden gegen Brandt schon bösartig.

  20. 20.07.2007 | 20:35

    Im Osten hat übrigens kaum einer in meiner Bekanntschaft Schnitzler geguckt. Das Publikum bestand, soweit ich das in Erinnerung habe, nur aus denen, die damals die “105-Prozentigen” waren.
    Ich glaube auch nicht, dass man bei uns das damals als Satire empfinden konnte. Während ich verstehe, dass man das aus sicherer Entfernung nur als solche zu sehen vermochte.

  21. 20.07.2007 | 20:38

    @Buenavista

    Das war dann wohl vor meiner Zeit ;-)

  22. Hardy
    20.07.2007 | 22:39

    @Buenavista
    Eine Diskussion zwischen denen wäre allerdings extrem erheiternd gewesen. Und was die Triaden auf Weinbrand-Willi angeht- sie waren manchmal hart. Aber bedenke mal wie herrlich Wehner im Bundestag einige Leute nass gemacht hat- und das wurde im Fernsehen übertragen.
    @Boche
    Stimmt, hier in West-Berlin waren wir ja relativ sicher. Und im Osten haben doch alle bei “Schni” abgeschaltet.

  23. Buenavista
    20.07.2007 | 23:44

    Immerhin hatten zu diesen Zeiten Bundestagsdebatten noch echten Unterhaltungswert.

    Niemand konnte das Wort “Herr” so beleidigend aussprechen wie Wehner.

  24. Llarian
    21.07.2007 | 12:07

    Selbst wenn die Rechte zehn Millionen gekostet haben und die jetzt im Orkus sind, das ist gemessen an der gigantischen Geldverschwendung ÖR nun wirklich kaum ein Tropfen auf den Stein. Der ÖR hat einen Etat von über sieben Milliarden Euro pro Jahr, somit also über den Daumen 20 Millionen am Tag. Da kratzen 10 Millionen nicht wirklich.

    Und was die Zahlungsmoral angeht, so kann man zwar den GEZ-Mann vor der Tür lassen, aber umso mehr das machen, umso schneller werden wir schlicht ne Grundgebühr bekommen, die jeder zu zahlen hat. Für den einen oder anderen Ex-Stasi Mann wird das zwar traurig, wenn er ein zweites mal arbeitslos wird, aber kommen wird das sicher.

Bad Behavior has blocked 769 access attempts in the last 7 days.