23. Juli 2007
Kein Glückwunsch für Herrn Islam. Oder: Wie man Phobien besser nicht bekämpfen sollte…
Der Islam ist ja heutzutage schlimmen Anfeindungen ausgesetzt.
Als wäre mit Taliban, Hamas, Steinigungen, Aufhängen von Homosexuellen, kulturellem Stillstand, Terrorplanungen in Moscheen und der Frage, warum praktisch alle heute im größeren Umfang tätigen Terroristen Moslems sind (während selbstverständlich nicht alle Moslems Terroristen sind), nicht schon genug Angriffsfläche gegeben, kommen auch noch solche “Verteidiger” des rechten Glaubens als Problem hinzu.
Da werden einige Äußerungen des Herrn Yussuf Islam (früher Cat Stevens) bezüglich der Fatwa (auf Deutsch: Mordaufruf) gegen Salman Rushdie als “ungeschickt” bezeichnet.
Das finde ich wiederum mindestens ungeschickt.
Denn wenn es stimmt, dass der Herr Musikant den Mordaufruf gegen Salman Rushdie begrüßt, sich als Vollstrecker angeboten und den Mordbuben versprochen haben soll, Rushdies Versteck zu verraten, so er es denn wüsste (was alles hier behauptet wird) - dann ist es dem Kampf gegen die Islamophobie sicher nicht zuträglich, derlei als “ungeschickt” zu relativieren.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass man von selbsternannten Verteidigern einer Sache nicht auf die Sache selbst schließen darf.
Verfasst von Boche um 16:03 Uhr in der Kategorie Allgemein, Blogosphäre, Politik (Trackback)