Was zum Wachstum

Michael Burda, US-Import und Nummer 26 im deutschen VWL-Ranking, zeichnet ein positives Bild der deutschen Entwicklung.
(via Marginal Revolution)

Er tut das nicht ohne Witz. Meine Lieblingszitate:

Against the backdrop of previous expansions, it is intellectually challenging not to attribute a large part of the dramatic drop in German joblessness to the Hartz reforms implemented 2-3 years ago.

To me, the facts are fairly unconvertible in their support for a supply-side interpretation of the recovery. Naturally, many journalists, labour unionists and policymakers in Germany will want to read the tea-leaves differently; no one can deny them this right, just as one shouldn’t ban creationism or even saying that the world is flat.

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8 Kommentare zu “Was zum Wachstum”

  1. 24.07.2007 | 21:16

    ich mag Burda als Prof und im großen und ganzen liegt er ja auch nicht falsch mit dem, was er schreibt. aber ich finde, er ist mal wieder viel zu optimistisch… die deutsche Wirtschaft wird immer noch ausgebremst, sie könnte eigentlich weitaus besser dastehen. …und bei der Koalition herrscht statt Reformwillen Lähmung vor. außerdem bin ich noch nicht überzeugt, dass der Aufschwung wirklich so robust ist.

  2. Karl Moritz Tellerrand
    25.07.2007 | 7:38

    just as one shouldn’t ban creationism or even saying that the world is flat.

    Die unbegründete Arroganz dieser sogenannten Wirtschafts-”Wissenschaftler” ist einfach unerträglich. Zwischen den Spekulationen der VWL und den echten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der Biologie oder Astronomie liegen ja wohl Welten.

  3. 25.07.2007 | 9:54

    @ Tellerrand:

    Die da wären?

  4. Parker8
    25.07.2007 | 10:39

    Seltsam ist, wie Burda wünschen kann, die von ihm beschriebene “internal devaluation” werde zum nächsten Projekt in Italien und Frankreich.

  5. R.A.
    25.07.2007 | 11:14

    Peinlicher Typ.

    Er kann für seine These nicht mehr vorweisen als die zeitliche Korrelation - und diffamiert allen Widerspruch gleich mal als Spinnerei.

    Offenbar kennt er Hartz IV und die praktische Umsetzung nur aus dem Elfenbeinturm.

  6. 25.07.2007 | 12:23

    Sehe ich ebenso, @R.A.

    @SteffenH

    Die da wären?

    Die schwierigere empirische Überprüfbarkeit? Nachdem wir nicht Deutschland 2003 genauso wie es war reproduzieren können und lediglich die Hartz-Reformen weglassen können um dann zu schauen was passiert, bleibt Burdas Postulat Spekulation.

  7. 25.07.2007 | 13:12

    Es ist immer wieder amüsant, wenn Blinde von der Farbe reden. Zum Beispiel wie der werte Herr “Tellerrand”.

  8. R.A.
    25.07.2007 | 15:48

    Um nun mal andersrum zu fragen: Was sind denn wohl die wirklichen Gründe für die Belebung am Arbeitsmarkt?

    Meine Vermutung:
    Die deutsche Wirtschaft hat sich in den letzten zehn Jahren wettbewerbsfähig gemacht. Durch Umstrukturierungen (incl. Entlassungen), Produktionsverlagerung in Billigländer und Lohnzurückhaltung konnte die von der Politik verursachten Strukturprobleme (Steuersystem und Bürokratie-Überlastung) teilweise kompensiert werden - die deutschen Firmen sind SEHR wettbewerbsfähig geworden.

    Auslöser war dann der Regierungswechsel. Nicht daß die neue Regierung etwas positives beigetragen hätte - aber damit war das Warten auf bessere Zeiten erledigt.
    Und vor allem ausländische Investoren fanden D mit einer offiziell konservativen Kanzlerin attraktiver als unter rot/grün.

    Man sieht aber, daß die eigentlichen Probleme alle noch da sind: Obwohl die Arbeitslosigkeit nur zum kleinen Teil abgebaut wurde, fehlen schon wieder überall qualifizierte Arbeitskräfte.

    Die Firmen können es sich weiterhin nicht leisten Kandidaten einzustellen, die nicht zuverlässig und voll Produktivität bringen.
    Wer Schwierigkeiten im Lebenslauf hat, oder eine nicht mehr aktuelle Qualifikation, der bleibt beim AA hängen.

    Hartz IV war eben nur ein Verwaltungsumbau, die eigentlichen Reformen fehlen immer noch.

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