2. August 2007
Erbin
Ich höre gerade Charlotte Gainsbourgs “5:55″. Es ist sicher keiner Rede wert, dass keines der Stücke auf diesem Album fünf Minuten und fünfundfünfzig Sekunden dauert. Das ist genau so logisch, wie die Tochter Serge Gainsbourgs Englisch singen zu lassen. Und damit wieder irgendwie richtig. Jedenfalls haben die legitimen Nachfolger Jean-Michel Jarres, Air, hier zu Recht ihren Fingerabdruck hinterlassen.
Uns, die wir “Je t’aime, moi non plus” noch im Ohr haben, tut die Konfrontation mit dem Ergebnis dieses so musikalischen Gestöhnes wirklich gut. Hinterlassen wir also eine Metro-Fahrkarte auf dem Grab von Serge, und folgen wir seiner Tochter im französischen Pop.
Nachtrag:
Auf dem Friedhof “Montparnasse” in Paris ist nicht nur Serge Gainsbourg begraben. Es gibt auch Menschen, die wegen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, diesen Ort aufsuchen. Sollen sie gerne. Das Grab von Raymond Aron auf demselben Friedhof ist sehr schmucklos. Man möge es mir nachsehen, wenn ich die Größe dieser Menschen als umgekehrt proportional zu ihren Begräbnissen einstufe…
Verfasst von Rayson um 01:45 Uhr in der Kategorie Politik, Steckenpferde der Autoren (Trackback)