Von kleinen Fingern und ganzen Händen

Wer in den Ferien mal zum politischen Nachdenken kommt und das Bedürfnis nach aktiver Mitarbeit im “real life” verspürt, kann ja mal hier mitmachen.

Und vielleicht eine Regelmäßigkeit staatlichen Handelns erkennen: Die Instrumente staatlicher Macht werden in der Praxis immer und grundsätzlich zu anderen Zwecken eingesetzt als die Begründung bei ihrer Einführung suggerieren sollte. “Mautstationen” werden zu Bewegungsmeldern, mit Maßnahmen gegen den Terrorismus fängt man die Teilnehmer von “File Sharing”, und die Kontoüberwachung für die bösen Steuerhinterzieher trifft die armen Hartz-IV-Empfänger.

So fängt es an:

“Keine Sorge - wir wissen zwar, dass wir damit die Möglichkeit haben, euch weiter zu überwachen und zu gängeln, aber wir werden jede Menge Restriktionen und Bremsen ins Gesetz schreiben, damit der Einsatzzweck auch klar begrenzt wird.”

So hört es auf:

“Hm, aber wo wir das schon mal haben… Es wird doch kein vernünftig denkender Mensch begreifen, dass wir das nur für den ursprünglich vorgesehenen Zweck einsetzen, obwohl es uns doch auch helfen könnte, Mörder, Terroristen, Kinderschänder oder gar Steuerhinterzieher zu fassen. Aber wirklich nur die, wir schwören!” *fingerkreuz*

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3 Kommentare zu “Von kleinen Fingern und ganzen Händen”

  1. 4.08.2007 | 4:22

    [...] B.L.O.G. - Bissige Liberale ohne Gnade » Von kleinen Fingern und ganzen Händen (tags: bissige-liberale bürgerrechte rayson schäuble) [...]

  2. 4.08.2007 | 13:22

    Darum: wir brauchen imperative Mandate - wenn Politiker abwählbar sind dann werden sie auch dazu gezwungen das zu tun was sie versprochen haben.

  3. 5.08.2007 | 18:25

    @kilminister:

    Dann kann man sich die Abgeordneten ja eigentlich auch ganz sparen und z. B. durch Populisten ersetzen… ;)

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