10. August 2007
Bundesliga-Notizen 2007/2008, kurz vor dem ersten Spieltag
Darf ich dazu überhaupt was sagen? Man sollte meinen, es sei ein Luxus ganz besonderer Art, Fan von zwei Mannschaften zu sein, die nicht nur in der 1. Liga spielen, sondern auch noch durch eine Fanfreundschaft miteinander verbunden sind. Die hoffentlich die zwei Begegnungen dieses Jahres überlebt.
Kundige Leser dieses Blogs kennen meinen mit ziemlicher Sicherheit vererbten Defekt, Fan und Mitglied von Hertha BSC zu sein. Ich kann allen anderen nur sagen: Das ist etwas für die ganz Harten. Während Kollege Björn genüsslich die Liste der Bayern-Einkäufe durchgehen kann, endet meine bei der Zahl 2. Ja, richtig, “zwei”. Jugendliche Torhüter, die nur zur Bestückung der Amateurmannschaft und auf lange Sicht eingekauft wurden, zählen nicht. Erst recht nicht, wenn sie einen mindestens gleichwertigen Abgang kompensieren mussten. Es bleiben also die Herren Drobny und Lucio. Drobny ist ganz sicher der beste Griff von dem Hoeness-Üb überhaupt. Zwar hat sich Trainer Favre, für dessen Aufräumarbeiten ein Extra-Lob fällig wäre, nicht dazu durchringen können, den Schluss aller Beobachter zu ziehen und dem Torwart an den zahlreichen Gegentoren bei Eckstößen wenigstens eine Mitschuld zuzuschreiben, aber immerhin handelt er richtig. Drobny reagiert nicht schlechter als Fiedler, aber er fängt viel mehr ab.
Das Mittelfeld der Hertha ist jetzt echt brasilianisch. Ob die Berliner wohl tatsächlich irgendwann zu Autos “Fordschi” oder “Fiatschi” sagen? Egal, mit Gilberto, Mineiro und Lucio ist das Gütesiegel garantiert. Zwei davon sind Stammgäste der “Selecao”. Davon träumt doch der echte Hoeness, oder? Vergessen wir mal, dass der Berliner Lucio leider nicht der Bayern-Lucio ist. Warum zum Henker können sich diese schwulen Brasilianer keine richtigen Namen leisten!!!???
Reden wir lieber vom KSC. Eine üblere Saisonvorbereitung sucht ihresgleichen. Packungen allerorten, und im Pokal nur weiter gekommen, weil der Gegner vor dem Tor Manschetten bekam. So ein wenig beschleicht mich dann da doch die Sorge, was aus diesem Söldner-Trupp in der Liga werden soll. Und rede keiner vom Nachwuchs - der hat, q.e.d., die entsprechende Mentalität längst verinnerlicht. Aber lassen wir uns überraschen - noch nie konnte einer Meister und Absteiger hinreichend genau vorhersagen…
Verfasst von Rayson um 00:04 Uhr in der Kategorie International, Wirtschaft (Trackback)