1:2

NUB sagte:

Eigentlich ist es ja nur ein Fußballspiel. Eigentlich…

Ich antwortete:

Ganz ehrlich - mir tun alle aufrichtig leid, für die es etwas anderes ist…

Hier könnte man wirklich aufhören. Aber da ich ein Fußball-Fan bin, mache ich natürlich weiter. Hier also meine unmaßgebliche Meinung zu diesem Spiel:

In einem Match zwischen zwei hinreichend schlechten Mannschaften muss es keinen Sieger geben. Durch Zufall ist ein solcher jedoch möglich, und wir haben es erlebt. Wir wissen, die Engländer sollten es eigentlich besser können, wenn z.B. ein Gerrard dabei ist, und wir wissen, die Deutschen können es besser, wenn ein Ballack und ein Frings dabei sind.

Ok, Momentaufnahme mit witzigem “historischen” Bezug. Aber - wayne interessiert’s? Wir brauchen nicht lange über “Freundschaftsspiele” zu philosophieren. Wichtig (einigermaßen wichtig) ist, wer bei der EM dabei ist. Und da darf man, wenn man sich das Spiel anschaut und gedanklich die Verletzten einbaut, für Deutschland optimistischer sein als für England. Und das, nicht die heutige, völlig irrelevante Niederlage, ist der Prüfstein. Aber wenn man den Gazetten glauben darf, könnte dieses Spiel indirekt zu einer Verbesserung der englischen Chancen führen - durch eine Entlassung des Trainers.

Allerdings: Israel bei einer EM - das hätte was….

P.S.: Ich weiß nicht, ob ich bei solchen Begegnungen fanatisch national sein soll. Aber meine schottischen Freunde sind da wohl deutscher als ich…

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12 Kommentare zu “1:2”

  1. 23.08.2007 | 0:20

    ich find’s immer gut, wenn England verliert. die können das so schön. :-)

    …die Deutschen sind längst nicht so gute Gewinner wie die Engländer Verlierer sind.

  2. 23.08.2007 | 0:31

    Ich habe heute vor dem Fernseher so stark mitgefiebert wie schon seit Jahren bei keinem Freundschaftsspiel mehr. Das war zwar wirklich alles andere als ein schönes Spiel, aber spannend fand ich’s schon. Und gefreut habe ich mich auch. Einfach weil’s für die geschundene Fan-Seele nett ist nach sieben Jahren mal wieder einen der Großen aus dem Spiel heraus geschlagen zu haben.

  3. 23.08.2007 | 0:36

    Was wohl eher einem nostalgischen Bezug zur Größe zu verdanken ist…

    Aber seien wir ehrlich: In Europa wenigstens gibt es keine Nationalmannschaft mehr, die den anderen überlegen wäre.

    In Südamerika scheinen hingegen Argentinien und Brasilien sich etwas abgesetzt zu haben.

  4. 23.08.2007 | 1:21

    Auch wahr. Aber noch vor anderthalb Jahren hätte ich selbst unserer A-Elf nicht einmal einen Glückssieg gegen geschwächte Engländer zugetraut. Das Spiel heute, mit all seinen Macken, macht mir echt Hoffnung für die Zukunft der jungen DFB-Auswahl.

  5. 23.08.2007 | 7:04

    Das war wohl Klinis größte Leistung, dass er einfach wieder das Selbstvertrauen in die Truppe gebracht hat. Vor seiner Zeit wäre Lehmann der Mann mit den meisten Ballkontakten gewesen - von den eigenen Spielern aus dem Mittelfeld heraus angespielt, wohlgemerkt.

  6. R.A.
    23.08.2007 | 10:23

    > Aber meine
    > schottischen
    > Freunde sind da
    > wohl deutscher
    > als ich…
    Das erinnert mich an unseren Besuch in Edinburgh vor einigen Jahren.
    Da hat uns gleich nach Ankunft der Taxifahrer heftige Vorwürfe gemacht, weil die deutsche Mannschaft am Vorabend nur unentschieden gespielt hatte (was ihnen reichte) und damit die englische Mannschaft NICHT aus der Qualifikation geschossen hatte.
    Das haben die Schotten wohl sehr bedauert.

    Nun ja, in Schottland ist ja auch die Kenntnis gewisser deutscher Lieder viel verbreiteter als bei uns:
    http://ingeb.org/Lieder/heutewow.html

  7. NUB
    23.08.2007 | 13:05

    Die Deutschen haben gegen England den Vorteil, dass die Engländer keinen sonderlich kunstvollen, raffinierten Fußball spielen, sondern teilweise öden, aber disziplinierten, taktisch bisweilen guten — man könnte fast sagen — deutschen Fußball spielen.

    Hier und da ein paar Chancen herausbolzen und entweder die Chancen werden umgesetzt oder der Gegner setzt ein paar mehr Chancen um. Da ist nicht viel mit Rumgedribbel und südamerikanischem Feuerwerk — und Beckham, reden wir nicht davon. Da ist z.Zt. nur der Name…
    Ob “uns” der Ballack gefehlt hat, lassen wir aber auch mal dahingestellt. Lukas Podolski und Miroslav Klose haben m.E. mehr gefehlt.

  8. R.A.
    23.08.2007 | 14:20

    @NUB:
    > und Beckham,
    > reden wir nicht
    > davon.
    Nun ja, er ist jetzt 32 und damit nur noch wenige Jahre vom Altenteil weg …

    Ich bin nicht der große Fußballexperte, aber ich habe von Beckham einige so geniale Szenen gesehen, das ist schon ein Ausnahmespieler.

  9. 23.08.2007 | 15:43

    Auf der Gegenseite hat Beckham auch einige ziemlich schwarze Flecke in seiner Vitae. Jedes Mal wenn Beckham antritt einen entscheidenden Elfer zu verschießen, fange ich mit dem Fremdschämen an. Beckham war mal einer der ganz Großen, aber das ist halt auch schon wieder einige Jahre her. Und wenn man Beckhams Leistungen der letzten Jahre mit dem vergleicht, was beispielsweise der etwas ältere Herr Zidane noch so gerissen hat, dann merkt man da auch einen Unterschied.

    Die Schuld kann man Becks selbst nur bedingt anlasten: Das muss der englische Coach auf seine Kappe nehmen. Der hat Beckham zurückgeholt, weil er sonst keine Ideen hatte, wo der Fokus der Truppe liegen sollte. Obwohl eigentlich fast jeder Fußballfan inzwischen erkannt hatte, dass Beckham für die Rolle nicht mehr geeignet war. (Ein bisschen die Lothar-Matthäus-Situation die wir auch mal in den Neunzigern hatten.) Ich denke, die Engländer brauchen auch den einen großen Crash, der sie zwingt es mit einer jungen, hungrigen Mannschaft zu versuchen.

  10. 23.08.2007 | 16:19

    Ganz nebenbei: Wird’s nicht solangsam Zeit für das Nebenprojekt “Bolzende Liberale ohne Gnade”?

  11. 24.08.2007 | 15:12

    Da ginge nur die Einzahl…

  12. 24.08.2007 | 18:06

    hehe

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