Bundesliga-Notizen, 4. Spieltag

Aus Karlsruher Sicht war das ein Neun-Punkte-Wochenende: KSC gewonnen, Hertha gewonnen, Stuttgart verloren. Aus meiner Sicht nur eins mit sechs Punkten, aber ich gönne den Badenern die Schadenfreude… Als jemand, der Ungarn und die Ungarn ins Herz geschlossen hat, freue ich mich natürlich auch, dass in meinen beiden Lieblingsmannschaften Magyaren entscheidend tätig sind: Pál Dárdai bei Hertha und Tamás Hajnal beim KSC.

Bei Karlsruhe ist immer etwas Zittern dabei. Irgendwie scheint die Mannschaft noch nicht richtig in Liga 1 angekommen zu sein. Einzig Neuzugang Hajnal und Torhüter Miller bringen konstant bundesligareife Leistungen. Timm würde ich im Vergleich zu Federico als Enttäuschung betrachten, und dass Görlitz auf rechts besser sein soll als der Abgang Greis, müsste mir auch erst mal jemand belegen. Bleibt die Hoffnung, dass das Mittelfeld an Klasse zulegt, wenn Porcello wieder dabei sein kann.

Hertha hingegen gibt zu Zuversicht Anlass. Spielerisch ist die Handschrift des neuen Trainers allmählich zu erkennen. Sogar Pantelic scheint sich unterzuordnen und hilft hinten aus. Lucio auf links ist eine grandiose Verstärkung, und Okoronkwo zeigt unter Favre eine Durchschlagskraft, die im Moment keine Sturmsorgen aufkommen lässt. Ob der neue Brasilianer Lima mehr kann als ein paar Kabinettstückchen, muss sich erst noch zeigen: Als Herthaner ist man da Kummer gewohnt. Insgesamt aber scheint es der Mannschaft gut getan zu haben, dass man auf ein paar jüngere, offensichtlich schlecht beratene Spieler verzichtet hat.

Bayern wurde etwas entzaubert, aber das kann der Liga nur gut tun. Ich hoffe nur, dass man dazu nicht immer am Rande der Körperverletzung agieren muss.

Die Vereine des Ostens werden, da muss man kein Prophet sein, in dieser Saison echte Probleme bekommen. Wäre schön, wenn wenigstens einer drin bliebe (aber nicht vor dem KSC ;-)).

Werder Bremen ist einfach Werder Bremen. Abgänge, Verletzungssorgen, aber keine Hektik, sondern solide Arbeit. Wohl einer der effizientesten deutschen Klubs mit einem echten Händchen für Neueinkäufe.

Über den Rest lässt sich aus meiner Sicht noch nicht viel sagen. Erstaunlich höchstens die Mühe, die ein Verein wie Dortmund hat, wenn man sich dessen Personal vor Augen hält. Aber eine Ansammlung von guten Spielern gibt noch lange keine Mannschaft.

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3 Kommentare zu “Bundesliga-Notizen, 4. Spieltag”

  1. Chinaski
    4.09.2007 | 13:44

    *träller*
    KSC Olé,Olé, Superteam aus Baden….
    ;-)

  2. 4.09.2007 | 19:09

    Naja, abgerechnet wird nach 34 Spieltagen…

  3. Chinaski
    6.09.2007 | 9:59

    Das stimmt, aber das erste Saisonziel ist schon erreicht (Zuhause gegen den VFB gewinnen), das Zweite, nicht abzusteigen, wird auf vermutlich noch eine enge Kiste werden. Absolut positiv überrascht bin ich davon, wieviel Puntke Miller und Hajnal beim Kicker Management Spiel geben, dabei hatte ich die eher aus Lokalpatriotismus aufgestellt (jaja, ich weiss, Lokalpatriotismus ist das Glück des kleinen Mannes, aber so what)

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