Mal wieder nur die Hälfte

Es ist so normal, dass es kaum mehr der Erwähnung wert ist: Minister, die sich mit Großzügigkeit beim Verteilen fremder Leute Geld in Szene setzen.

Heute ist es der Herr Gabriel. Geld für Eigenheimbesitzer (also eher den gehobenen Mittelstand, der das Steuergeld dafür wohl auch hauptsächlich aufgebracht hat; aber lassen wir diese Spitzfindigkeiten, die keinen Politiker interessieren), wenn sie sich neue Heizungen und eine Solarwärmeanlage kaufen.

Dazu sagt der Mann:

Das hilft dem Klimaschutz und gleichzeitig dem Handwerk und der mittelständischen Industrie

Lassen wir den Klimaschutz (und alle Wut über dieses dumme Pauschal”argument”) mal beiseite. Dann fällt mir dazu auch mal wieder nur ein, die passende Stelle bei Bastiat zu verlinken.
Aber was hilft’s: Vernunft und Logik ist Sache solcher, sich über Verteilen fremden Gelds definierenden Politiker natürlich nicht.

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11 Kommentare zu “Mal wieder nur die Hälfte”

  1. 24.10.2007 | 13:48

    Herr Gabriel macht nur das, wofür ihm sein ignorantes Volk den meisten Beifall klatscht.

  2. Dirk
    24.10.2007 | 15:56

    Aber so wird wenigstens ein Teil der Bevölkerung in 50 Jashren positiv über Gabriel zu berichten wissen “Aber er hat auch Solardächer gebaut.”

  3. R.A.
    24.10.2007 | 15:57

    @Dirk:
    Boah, der war hart ;-)

  4. 24.10.2007 | 15:59

    Man kann nicht anders, als dem Prinzip Bewunderung zollen:

    Da nimmt man den Leuten das Geld weg und “schenkt” es ihnen anschließend (natürlich abzüglich Verwaltungskosten) für Dinge, die man für sie aussucht. Und die Leute freuen sich drüber.

    Genial.

  5. 24.10.2007 | 16:02

    Sogar noch geiler als Wichteln.

  6. Spruance
    24.10.2007 | 17:30

    @David:
    Äh, was issn Wichteln?

  7. 24.10.2007 | 17:53

    Kennst Du nicht? Mußt Du eine schöne Kindheit gehabt haben. Es handelt sich dabei um eine oft nicht so recht vermeidbare (dann) Zwangsveranstaltung, bei der kindliche oder erwachsene Kinder die Namen ihrer Mitkinder aus einer Urne ziehen müssen (jeder einen, geheim) und die heilige Pflicht auferlegt bekommen, den so Zugeteilten zu beschenken.

  8. 24.10.2007 | 21:35

    Wichteln heißt in Norddeutschland auch Julklapp. :-)

    Aber ich will mal nicht so sein: Wichteln in der Wikipedia. Ganz nett für Weihnachtsfeiern. Aber die letzten Geschenke sollte man auf einmal verteilen, da die Aufmerksamkeit zunehmend nachlässt.

  9. 25.10.2007 | 11:28

    Irgendwie scheint jeder zu glauben, dass er auf diese Weise anderen Leuten mit gutem Gewissen in die Taschen greifen kann. Nur merken die wenigsten, dass dieses Prinzip nur funktioniert, wenn man ignoriert, dass einem selbst permanent in die Tasche gegriffen wird. Ken Schoollands Geschichte von Jonathan Gullible illustriert das hervorragend in Kapitel 14 (Der Pavillion der Interessenvertretung).

  10. 25.10.2007 | 11:38

    Schöne Geschichte.

  11. 25.10.2007 | 18:32

    [...] Mit dem Kopf voran 25.10.2007 um 18:31 UhrDas "grüne Paradoxon" der Umweltpolitikvon: steffenh   Kategorie: Klimaschutz Man kann es nicht oft genug wiederholen: Der hier und anderswo beklagte klimapolitische Aderlaß zu Gunsten von Anbietern erneuerbarer Energieträger und Herstellern von Energiesparkühlschränken & Co. ist nicht nur schmerzhaft für den Steuerzahler, sondern für den Klimaschutz wohl auch vollkommen wirkungslos. Die Ergebnisse  der diesjährigen Thünen-Vorlesung von Hans-Werner Sinn sollten daher Pflichtlektüre für jeden Umweltpolitiker sein. Nach seiner Ansicht bestimmen nicht unsere Bundeskanzlerin, sondern die Rohstoffanbieter, wie schnell fossile Rohstoffe verbrannt werden. Die ökonomische Logik intertemporaler Rohstoffmärkte legt nahe, dass alle politischen Signale, die zu einer Entwertung der Rohstofflagerstätten in der Zukunft führen, einen Vorzieheffekt bei der Rohstoffextraktion auslösen. Ob und wie stark sie damit auch das Ausmaß des Klimawandels bestimmen, ist dagegen noch nicht klar. 0 Kommentare | VerlinkenKommentare zu diesem Eintrag:Diesen Eintrag kommentierenDein Name: [...]

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