Staatsaufgaben und Blog-Redundanz

Die Diskussion beim A-Team über die Aufgaben des Staates ist in zweierlei Hinsicht ein Klassiker. Zum einen, weil die Frage “Was sollen die Aufgaben des Staates sein?” einer der Hauptkonfliktherde zwischen Liberalen und Nicht-Liberalen ist. Zum anderen ist die Diskussion und ihr Standort ein Klassiker der Blog-Probleme:

Eine Diskussion, die so oder so ähnlich schon mehrere dutzend Mal in Blogs geführt worden ist, entsteht zufällig im Kommentarbereich zu einem Blog-Eintrag, ohne dass der Eintrags-Titel oder der Text des Blog-Eintrags darauf hindeuten. Wenn man sich nicht eines Hilfsmittels wie z.B. del.icio.us bedient, findet diese Diskussion kein Mensch mehr wieder und man ist gezwungen, die gleiche Diskussion nächste Woche wieder zu führen - und zwar startend bei Null. Diese Redundanz kann sich doch kein normaler Mensch leisten. Für uns könnte man daraus den Schluß ziehen: Es wird Zeit für ein B.L.O.G.-Wiki.

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17 Kommentare zu “Staatsaufgaben und Blog-Redundanz”

  1. 29.10.2007 | 11:59

    Es wird Zeit für ein B.L.O.G.-Wiki.

    Mein Reden!

  2. R.A.
    29.10.2007 | 12:07

    Jou.
    Aber das Urheberrecht für diese Idee möchte ich schon beanspruchen (und dann viel Geld damit scheffeln, har har).

    Ansonsten an Marian:
    Den del.icio.us Button habe ich bisher noch nirgends gefunden - noch nicht einmal bei Euch.
    Sind die wirklich so selten?

  3. 29.10.2007 | 12:14

    R.A.,

    Aber das Urheberrecht für diese Idee möchte ich schon beanspruchen

    Das Urheberrecht steht Dir ohne Zweifel zu. Ich habe mich bemüht, Deine Ausführungen, die Du mir während des Seminars ins Ohr geflüstert hast, während vorne der Referent vor sich hinkantelte, möglichst wortgetreu wiederzugeben. Abhängig von der Umsetzung, müsstest Du Dir allerdings die Millionen-Erlöse mit Joel teilen, weil der sich für Blogs das Wiki als Startseite gewünscht hat.

  4. 29.10.2007 | 12:19

    Und was den del.icio.us button angeht: Schau Dir mal einen x-beliebigen Blogeintrag von Manfred Messmer an. Am Ende des Beitrags findest Du die Rubrik “Tags” und darunter

    “Diesen Artikel bookmarken bei…”,

    gefolgt von neun Symbolen. Das del.icio.us-Symbol ist das zweite von links. Klick einfach mal drauf uns schau’, was passiert.

    Wir haben sowas nicht. Außer mir sind hier alle innovationsfeindlich ;-).

  5. 29.10.2007 | 13:25

    Wenns ums Geld geht, hört der Spaß auf!
    Zur Not ziehe ich Rayson heran, der mit meinen Mails meine Vaterschaft für etwas Ähnliches wie das B.L.O.G.-Wiki beweisen können dürfte. ;-)

    PS: Dieses del.icio.us streikt bei mir irgendwie. Ich schaffe es nicht, mich an meinem gerade angelegten Konto anzumelden.

  6. 29.10.2007 | 13:32

    PS: Das Anmeldeproblem hat sich geklärt. Entschuldigung für meine Voreile.

  7. R.A.
    29.10.2007 | 15:38

    @Marian:
    > Das Urheberrecht
    > steht Dir ohne
    > Zweifel zu.
    Für die Zweifel in dieser Frage ist Steffen zuständig.

    > während vorne
    > der Referent
    > vor sich
    > hinkantelte,
    Willst Du etwa andeuten, ich hätte die Ausführungen des selbsternannten “grand old man” der deutschen Bloggerszene nicht in ehrfurchtsvollem Schweigen verfolgt?

    > del.icio.us
    Nur als Typ für Dich: In Gummersbach hat mir ein Experte empfohlen, diigo.com wäre noch deutlich besser ;-)

  8. R.A.
    29.10.2007 | 15:40

    @Boche:
    > Wenns ums Geld
    > geht, hört der
    > Spaß auf!
    Aber sicher doch.
    Deswegen habe ich doch gleich eingegrätscht, als hier das Thema hochkam.

    > Zur Not ziehe
    > ich Rayson heran
    Wie?
    Da Ihr beide nicht dabei wart, müßt Ihr erst einmal beweisen, daß es Euch auch real gibt.

    Virtuelle Existenzen haben keine Rechte ;-)

  9. 29.10.2007 | 15:46

    Virtuelle Existenzen haben keine Rechte ;-)

    In virtuellen Belangen schon, wie mir der Admin-Bildschirm dieses Blogs zeigt…

  10. 29.10.2007 | 15:56

    R.A.,

    Willst Du etwa andeuten, ich hätte die Ausführungen des selbsternannten “grand old man” der deutschen Bloggerszene nicht in ehrfurchtsvollem Schweigen verfolgt?

    Er will als “grumpy old man” bezeichnet werden, das solltest Du beachten. Und von ehrfurchtsvollem Schweigen kann nun wirklich nicht die Rede sein; das wäre Mythen-Klitterung.

  11. R.A.
    29.10.2007 | 16:14

    @Rayson:
    > wie mir der
    > Admin-Bildschirm
    > dieses Blogs
    > zeigt…
    Ups, er zeigt mir die Werkzeuge ;-)

    @Marian:
    > Er will als
    > “grumpy old man”
    > bezeichnet
    > werden,
    Ah, das hatte ich akustisch falsch mitbekommen.
    Habe offenbar zu viel mit meinem Nebenmann geschwätzt.

    Mails kann ich erst heute spät abend lesen.

  12. 29.10.2007 | 16:16

    “Ups, er zeigt mir die Werkzeuge ;-)”

    Und da zwinkerst Du noch verschmitzt? R.A., Du wurdest doch wohl nicht in einem pakistanischen Terrorcamp gestählt?

  13. 29.10.2007 | 16:21

    Er weiß, dass ich vorher noch viele Versuche unternehme, ihn auf den rechten Weg zurückzuführen und seinen Sünden abzuschwören.

  14. 29.10.2007 | 16:22

    “ihn seine Sünden abschwören zu lassen”

  15. R.A.
    29.10.2007 | 16:37

    @David:
    > Du wurdest doch
    > wohl nicht in
    > einem
    > pakistanischen
    > Terrorcamp
    > gestählt?
    Nein - aber in der Wacholderstube.
    Wer das übersteht, ist jedem Taliban überlegen.

    @Rayson:
    Nachdem ich Steffen von seinen Sünden losgesprochen habe, mache ich das auch gerne bei mir selber.
    Mit Bier geht alles …

  16. 29.10.2007 | 23:13

    [...] … nämlich: Blog-Redundanz. Wobei ich zum beigesellten Begriff 'Staatsaufgaben' 'mal ausnahmsweise niX sage (wär' eh redundant, sprech ich ja kaum von was anderem); also: Blog-Redundanz. [...]

  17. 30.10.2007 | 8:47

    Das ist in der Schweiz ein bekanntes und online wie offline schon oft diskutiertes Problem; der erste Lösungsvorschlag datiert meines Wissens auf 2005:
    http://www.freilich.ch/blog/?p=64

    Da haben wir gedacht, dass wir etwas wie ein Wortgefecht hinbekommen, das vor allem vor den eidgenössischen Abstimmungen stattfinden sollte.

    Gescheitert ist das Ganze (vorläufig) an einer Lapalie: An Zeit. Das Format scheint eine Schwelle, die (zu) viel Argumentation abverlangt. Umgekehrt heisst das für mich, dass die Motivation zum Austausch stark aus Ärger, Mitteilungsbedürfnis und Geltungsdrang kommt und nicht aus dem Bedürfnis nach differenzierter Abhandlung.

    Übrigens ein Problem, das die Demokratie ja seit jeher beschäftigt.

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