Bundesliga-Notizen, 12. Spieltag

Muss man Angst um den HSV bekommen? Bisher wurde noch jeder als solcher ausgerufene “Bayern-Jäger” gnadenlos abgestraft.

Beobachtung: Angeblich gilt bei Abseits die Regel “im Zweifel für den Stürmer”. Bei gefühlten über 90% der strittigen Abseitsentscheidungen wurde konsequent im Zweifel gegen den Stürmer entschieden. Was taugt eigentlich eine Regel, die nicht angewendet wird? Auch Bundestagsabgeordnete dürfen dabei ruhig mal aufhorchen…

Werder Bremen ist das Murmeltier der Liga. Jedes Jahr bedienen sich der FC Bayern und ausländische Klubs bei deren Stars, und jedes Jahr kommen sie mit neuen wieder. Wer die Amateure gegen St. Pauli hat spielen sehen, ahnt, warum. Bei Werder Bremen wird schon in den jüngeren und unteren Mannschaften eine Fußball-”Philosophie” gelebt. Das macht es leichter, die richtigen neuen Spieler zu finden und zu integrieren. So macht man Stars, statt sie zu kaufen.

Für eine Mannschaft ohne Stürmer schlägt sich der KSC ganz gut.

Negatives über meine Hertha? So schlecht, wie sie diesmal gemacht wurde, fand ich sie gar nicht. In der Winterpause ein neues Mittelfeld, ein paar neue Stürmer, und schon läuft das wie geschmiert. Mehr als vier bis sechs Spieler müssen dafür nicht ausgestauscht werden.

Wolfsburg ist für mich wie Hertha letztes Jahr. Ich prophezeihe dieser Truppe von Selbstdarstellern einen tiefen Absturz in der zweiten Saisonhälfte.

Und zum Schluss noch ein Ausflug in Liga 2: Dem SC Freiburg gebührt Dank für die nachhaltige Widerlegung des Gerüchtes, es käme auf den Trainer an. Schon Finke hat das letzte Saison widerlegt, als man ihn abschoss. Und jetzt widerlegt es sein Nachfolger, den nicht nur gute Wünsche begleiteten. Sicher, es kommt auch auf die Zusammensetzung des Kaders an, und damit ist auch Finke noch am Erfolg der diesjährigen Mannschaft beteiligt. Aber gerade das spricht für langfristig orientierte Engagements und gegen “Feuerwehrmänner”.

Ähnliche Beiträge


3 Kommentare zu “Bundesliga-Notizen, 12. Spieltag”

  1. 5.11.2007 | 17:25

    Das mit dem “im Zweifel für den Stürmer” funktioniert in der Praxis nicht, weil Schiedsrichter und Linienrichter sich immer sicher sind, auch wenn das ganze Stadion im Zweifel ist.

  2. dagny
    6.11.2007 | 10:37

    Was ist schlecht daran, Stars zu kaufen?

  3. 6.11.2007 | 11:19

    Das Wagnis einzugehen, ein bislang unbekanntes Produkt zum Erfolg zu machen, statt ein schon eingeführtes für das eigene Unternehmen zu kaufen, das unterscheidet den Unternehmer vom Manager.

    Damit ist nicht gesagt, dass das Kaufen etwas schlechtes sei - nur zolle ich dem Wagnis mehr Anerkennung.

Bad Behavior has blocked 970 access attempts in the last 7 days.