Bundesliga-Notizen, 13. Spieltag

Woran merkt man, dass die Bundesliga sich gegen den FC Bayern keine Chance ausrechnet? Dass die erste Niederlage am 13. Spieltag zur Krise “hochsterilisiert” (B. Labbadia, der muss als Ex-Bayer hier einfach zitiert werden) wird.

Die einmalige Stellung des FC Bayern zeigt sich auch darin, dass sein Führungspersonal gegen alle Regeln des modernen Managements verstößt und das als völlig normal angesehen wird.

Diese Bremer - mal kicken sie grottenschlecht, aber wenn sie von der Muse geküsst werden (die ihre Bussis meist dem Herrn Diego angedeihen lässt), dann spielen sie wie keine zweite Mannschaft auf dieser Welt. Aber was nutzen hundert Tore gegen Bielefeld und Karlsruhe, wenn man gegen Barcelona oder Rom nicht mal vier macht?

Woran erkennt man einen erfolgreichen HSV? Man kritisiert den Trainer wegen der Art, wie er spielen lässt. Das bedeutet: Wegen des Tabellenplatzes gibt es nichts zu motzen.

Es gibt immer mindestens eine Mannschaft, die im einen Jahr zu hoch und im nächsten zu tief gehandelt wird. Diesmal ist es Nürnberg. Der Schnitt der beiden Spielzeiten wird vielleicht die wahre Leistungsfähigkeit dieser Mannschaft abbilden, nur kann der statistische Mittelfeldplatz zum Abstieg führen…

Was ist mit Schalke? Ganz einfach: Die werden nie mehr Deutscher Meister.

Noch was? Ach ja. Liga 2: Ist es ein Kennzeichen der heutigen Zeit, dass die TSG SAP und der SV Britta viel besser dastehen als der 1. FC Köln oder Kaiserslautern?

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7 Kommentare zu “Bundesliga-Notizen, 13. Spieltag”

  1. 12.11.2007 | 10:29

    Tschaja - aber was nützt den Bayern ein genial-konfuses Management, wenn sie noch nicht einmal gegen Barcelona oder Rom spielen dürfen? Und warum reden die Bayern ihre Krise denn selber herbei? Es sind ja nicht die anderen …

  2. dagny
    12.11.2007 | 10:39

    Denke es koennte hier dazupassen.

    Der Kaiser (einst als die einzige Person bezeichnet, die in Bayern ein Direktmandat fuer die PDS holen koennte) hat erklaert, das staatliche Wettmonopol kostet die deutsche Fussballliga etwa 200-300 Mio Euro und dies koenne sich die Liga nicht leisten.

    http://www.sportgate.de/fussball/bundesliga/artikel/beckenbauer-gegen-staatliches-wettmonopol-2402/

    Hoffe mal, die Sportpolitiker kommen nicht auf die Idee, der Liga ueber die Fernsehgebuehren zu helfen, sondern lassen das Wettmonopol sein. Vielleicht ist der Fussball (’Spiele’) ja staerker als das Brot (’Einnahmen aus dem Wettmonopol’).

  3. 12.11.2007 | 16:46

    Lieber Rayson,

    hast du als Fußball-Fachmann auch eine Erklärung dafür, daß in der Tabelle für die erste Halbzeit der VfL Bochum mit 18 Punkten und 12:9 Toren auf Platz 6 steht?

    Und daß das immer schon so war, seit Zeiten des Stadions an der Castroper Straße - der VfL verliert in der zweiten Halbzeit, und da vor allem in der letzten Viertelstunde?

    Herzlich und fragend,

    Zettel

  4. Max
    12.11.2007 | 19:40

    Hmm, also so überzeugt hat mich Bremen nicht… Die sahen bis zum glücklichen 1:0 recht schwach aus und kamen gegen eine eigentlich Angriffsschwache Mannschaft (kein gescheiter Stürmer) wie den KSC ganz schön ins Schwitzen.
    Jemand der auf europäischem Niveau spielen mag, sollte hier wesentlich mehr bieten (gerade bei dem Preis/Leistungsverhältnis).

    Es hätte auch ganz anders ausgehen können, da gefallen mir die Bayern normalerweise wesentlich besser (bis auf die Tatsache, dass sie für eine so teure Mannschaft europäische Spiele leistungsmäßig nur schwer verkraften)…

  5. 12.11.2007 | 21:42

    Die Bayern hätten weniger Krise, wenn sie Torchancen für eine Spitzenmannschaft ordentlich verwerten würden. Gegen Dortmund, Frankfurt und Bolton hätte man locker mit zwei oder mehr Toren Unterschied gewinnen können. Das sind in der Liga immerhin vier verschenkte Zähler. Und im UEFA-Cup kann sich das auch noch rächen.

  6. 12.11.2007 | 22:19

    @Zettel

    Ich bin ja kein Fachmann, sondern nur ein Beobachter. Ein Nachlassen in der zweiten Halbzeit deutet eigentlich auf mangelnde Kondition hin. Dass in der letzten Viertelstunde überproportional viele Tore fallen, ist ja eigentlich eine Binse - warum sie überwiegend gegen Bochum fallen, nun ja, dafür hätte ich eben nur diese Erklärung anzubieten.

    Wobei es nicht wirklich mangelnde Kondition sein muss, sondern auch die Konsequenz daraus, mit einer Truppe antreten zu müssen, die es nur mit viel Kampf und Laufbereitschaft schafft, mit den Gegnern einigermaßen mitzuhalten, und deswegen naturgemäß zum Schluss immer etwas schwächelt.

  7. 12.11.2007 | 23:39

    Ja, das wird es wohl sein, lieber Rayson. Es leuchtet mir jedenfalls ein. Der VfL Bochum lebt sozusagen immer über seine Verhältnisse, er muß Technik und Spielwitz durch Kampf und Begeisterung wettmachen.

    Jedenfalls sind dort die “Gegentore in letzter Minute” Standard; kürzlich ja auch wieder durch die Stuttgarter, wenn ich mich recht erinnere.

    Herzlich, Zettel

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