Bloggen für Anfänger: Wie lösche ich einen Blog-Eintrag?

Die Hemmschwelle fürs Bloggen ist hoch, und wer nicht von dem Gefühl seiner eigenen Bedeutung für die Weltgeschichte tief durchdrungen ist oder unter einer soziopathischen Persönlichkeitsstörung leidet, die ihm einen Kontakt mit anderen Menschen im richtigen Leben unmöglich macht, der wird wahrscheinlich erst gar nicht damit anfangen.

Wer aber einmal mit dem Bloggen angefangen hat, wird sich früher oder später vor dem Problem sehen, einen Blog-Eintrag veröffentlicht zu haben, den er im Nachhinein am liebsten ungeschehen machen möchte. Das Problem ist: die zu dem Eintrag gehörende URL ist in der Welt und kann aufgerufen werden – und zwar so lange, bis der letzte Mensch vom Netz geht.

Was ist in einem solchen Fall zu tun?

Mir sind zwei Fälle bekannt, die sehr anschaulich zeigen, wie man es nicht machen sollte. Der erste ist schon eine Weile her und betraf ein paar großkopferte Journalisten. Der zweite ist ganz frisch und betrifft ebenfalls großkopferte Journalisten. Zum letzteren Fall schrieb Rayson gerade:

P.S.: Kontrovers diskutierte Beiträge, die keine Rechtsverstöße enthalten, nachträglich aus einem Blog zu nehmen, ist ein Armutszeugnis.

Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen: Einen Beitrag ohne Erklärung aus einem Blog zu nehmen, ist selbst dann ein Armutszeugnis, wenn der entfernte Beitrag weder kontrovers noch rechtlich unbedenklich ist. Besonders arm ist ein solches Verhalten aber dann, wenn der betreffende Beitrag schon mehrfach verlinkt worden ist. Dann stehen nämlich erstmal alle, die den Eintrag verlinkt haben, als Deppen da. Und andere Blogger ausschließlich aufgrund eigenen Verhaltens als Depp dastehen zu lassen – das geht nun gar nicht.

Deshalb hier, extra für Christoph Keese sowie die GbR Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner, Michael Miersch zwei Vorschläge für die nächste Lösch-Aktion:

Variante A:

Sehr geehrte Besucherin! Sehr geehrter Besucher!

Es tut uns leid, dass Sie sich umsonst herbemüht haben. Der ursprünglich hier stehende Beitrag wurde von uns gelöscht, und zwar aus folgenden Gründen:

-

-

Auf Wiederlesen!

Variante B:

Sehr geehrte Besucherin! Sehr geehrter Besucher!

Es tut uns leid, dass Sie sich umsonst herbemüht haben. Der ursprünglich hier stehende Beitrag wurde von uns gelöscht. Zu den Gründen für die Löschung werden wir keine Stellungnahme abgeben. Das müssen wir auch nicht, denn es ist unser Blog.

Auf Wiederlesen!

Niemand ist gezwungen oder auch nur angehalten, diese Vorgehensweise zu übernehmen. Aber jeder, der es nicht tut, muss damit leben, dass ich seinen heiligen Blogger-Status anzweifele und ihn verdächtige, nur auf den Blog-Zug aufgesprungen zu sein, weil Blogs “in” sind und “die jungen Leute” bald nur noch dort lesen werden, wenn sie denn überhaupt lesen.

Dies schreibe ich in dem Bewusstsein, dass es Schlimmeres im Leben gibt, als von mir mit der Aberkennung des heiligen Blogger-Status’ bedroht zu werden. (Der Ex-Verlobte von Barbara Schöneberger zu sein, ist zum Beispiel noch schlimmer. Könnte ich mir jedenfalls vorstellen.)

P.S.: Da ich schonmal bei der Achse des Guten bin: Ich finde, drei Artikel über den Teddybär innerhalb von 24 Stunden sind ein bisschen viel. Löschen Sie doch einfach zwei (selbstverständlich nicht den von Oliver).

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33 Kommentare zu “Bloggen für Anfänger: Wie lösche ich einen Blog-Eintrag?”

  1. 27.11.2007 | 22:07

    .

  2. 27.11.2007 | 22:41

    Natürlich gibt es schriftliche Einlassungen von mir (nicht nur Blogeinträge), die ich heute anders formulieren würde. Aber löschen würde ich sie denn doch nicht.

    Andererseits: Wenn man sich arg vergaloppiert, sollte es einem auch möglich sein, diese Sachen wieder zu löschen. Ich wäre daher mit MH nicht so streng wie Du.

    Danke übrigens, dass Du ausgerechnet meinen Teddybär stehen lassen willst ;-) Im Ernst: Ich glaube, dass im Sudan nicht viel bei der Geschichte herumkommt. Die Sudanesen rudern kräftig zurück. Aber dieser beschwichtigende Ton bei William Hague, den ich eigentlich sehr schätze, hat mich irritiert.

  3. 27.11.2007 | 23:08

    Liebe B.L.O.G.,

    ich bin Liberaler und kein Sektenmitglied, deshalb möchte ich ausnahmsweise mal ein wenig das eigene Nest beschmutzen: Ich kann dem obigen Beitrag nur voll und ganz zustimmen. Die Löschung des Beitrages wurde mir mitgeteilt. Überflüssig zu sagen, dass ich nicht einverstanden bin.
    Ich habe kein Wort zurückzunehmen. Wer den Gegendarstellungen von “Che” oder “Classless” Glauben schenken möchte, der soll das tun. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, zu was Antifas fähig sind. Ich habe bis heute Angst, dass sie ihre Drohungen gegen mich oder Freunde wahr machen. Und ich habe bis heute ein schlechtes Gewissen, zu welchen Untaten ich geschwiegen habe.
    Es sollte sich ja von selbst verstehen, aber: ich freue mich, wenn hier oder anderswo kontrovers diskutiert wird.

    liebe antitotalitäre Grüße,
    MH

  4. 27.11.2007 | 23:16

    Oliver,

    sollte es einem auch möglich sein, diese Sachen wieder zu löschen. Ich wäre daher mit MH nicht so streng wie Du.

    Ich habe extra versucht, es auf den technischen Aspekt zu reduzieren. Heute morgen zum Beispiel habe ich nach der chinesischen Juristin gegoogelt, deren Berufung zum WTO Appellate Body gerade von Taiwan blockiert wird. Eine von den Google News – Fundstellen führte zum Guardian, der folgende typisch britische (hehe) Meldung ausspuckte:

    We haven’t been able to serve the page you asked for.

    (Nein, Du bist nicht zu doof, einem Link zu folgen. Und der, der den Link gesetzt hat, trägt auch keine Schuld.)

    If you typed in a URL, please make sure you have typed it correctly. In particular, make sure that the URL you typed is all in lower case.

    (Vielleicht bist Du ja doch ein bisschen doof oder gehst seltsamen Hobbies wie “Guardian-Links händisch eingeben” nach.)

    If you require further assistance, please contact our user help staff at the following address userhelp[at]guardian.co.uk

    (Egal, wessen Schuld es ist, dass Du nicht findest, was Du suchst: Wir helfen Dir. Wir wollen ja, dass Du wiederkommst.)

    Eine solche Meldung versetzt mich auch nicht in Entzücken, aber es ist immer noch besser, als die Leute auf die Startseite zu lenken – wo sie heute wenigstens eine Zeitlang Glück im Unglück hatten, Deinen Teddy-Artikel dort vorzufinden.

    Eben mal zu sagen: “Nein, Du, lieber Surfer, hast nichts falsch gemacht. Aus irgendwelchen Gründen, die wir Dir erläutern (oder auch nicht) findest Du trotzdem hier nicht das, was Du suchst.” finde ich nicht zu viel verlangt.

    Bei Online-Auftritten der Zeitungen ist das Standard; wieso sollte die Blogosphäre diesen Standard nicht übernehmen?

  5. 27.11.2007 | 23:27

    Michael Holmes,

    deshalb möchte ich ausnahmsweise mal ein wenig das eigene Nest beschmutzen: Ich kann dem obigen Beitrag nur voll und ganz zustimmen.

    Ähhh…also…ich habe ja nun schon einiges erlebt, aber das hat mich dann doch für einige Nanosekunden kommunikationsunfähig gemacht.

    Überflüssig zu sagen, dass ich nicht einverstanden bin.

    Nö, nicht überflüssig. Ich zumindest war davon ausgegangen, dass die Entfernung Deines Beitrages auf Deine Veranlassung hin geschehen ist.

    Wir haben übrigens eine Kategorie “Gastbeiträge”. Wenn ich zur Abstimmung stellen würde, Deine Wortmeldung bei uns einzustellen, wäre das Ergebnis wohl dasselbe wie bei unserer jüngsten Autorenschar-Erweiterung.

    Nestbeschmutzung ist wohl doch eine liberale USP ;-) .

  6. admin
    27.11.2007 | 23:31

    Bliebe noch die Frage, ob jemand, der hier als Michael Holmes auftritt, auch tatsächlich Michael Holmes ist…

  7. 27.11.2007 | 23:42

    @Oliver M. H.

    Hat der gute Michael sich denn so sehr vergaloppiert?

  8. stefanolix
    27.11.2007 | 23:50

    Wenn der Artikel noch existiert, sollte man ihn — um der Meinungsfreiheit willen — der Nachwelt erhalten ;-)

  9. 27.11.2007 | 23:54

    Ich habe ihn nicht mehr. Vielleicht hilft uns Michael aus?

  10. 27.11.2007 | 23:56

    Er hängt auch bei uns im Spam-Filter :-) .

  11. stefanolix
    28.11.2007 | 0:02

    Ja, aber in etwas eigenwilliger Form …

  12. 28.11.2007 | 0:35

    Eine Voraussetzung für ein Blog ist für mich die Eigenverantwortung. Jeder muss selbst zu seinen Texten stehen, selbst verantworten, was er geschrieben hat, und auch selbst überprüfen, ob die Kommentare irgendwelche Grenzen überschreiten. Ein Grund, warum jegliche Politikerblogs überhaupt nicht gehen und zumeist sinnlos sind (wenn der Urheber und Verantwortliche schon gelogen ist, war es das wohl mit der Glaubwürdigkeit).

    Insofern könnte ich es ja akzeptieren, wenn Michael Holmes selbst seinen Artikel aus dem Netz genommen hat (auch, wenn ich Marian mit seinen Anmerkungen zur Art des Entfernens Recht gebe). Immerhin verantwortet er das ja mit seinem Namen, und vielleicht hat er es sich anders überlegt. Aber wenn JEMAND ANDERS wirklich diesen Beitrag gelöscht hat, dann sind wir in einem Bereich von Herrschaft und Markentreue, der im Bereich des Bloggens nix zu suchen hat.

    Wenn hier bei BLOG mal einer meiner Beiträge von jemand anderem gelöscht würde (und sei es auch nach einem unserer manchmal sehr ausführlichen Powwows), dann würde ich die BLOG-Gemeinschaft sofort verlassen und anschließend vermutlich Jahre damit verbringen, in meinem neuen Blog immer wieder gegen Euch zu schießen. Aber das wird nicht geschehen. Ich denke, selbst im Extremfall würden sich nur alle anderen Autoren genötigt fühlen, eine Gegenposition online zu stellen, aber das wäre es dann auch…

  13. 28.11.2007 | 0:37

    [...] haben, oder? RSS Kommentar-Feed ❘ Trackback-URI ❘ Druckansicht ❘ Beitrag senden Tags: Liberalismus,Philosophisches [...]

  14. 28.11.2007 | 0:46

    Lieber Admin, der, der hier als Michael Holmes auftritt, ist tatsächlich Michael Holmes. Ich habe heute mit ihm gesprochen, und es stimmt tatsächlich, was er hier schreibt. Anstatt zu diskutieren, was an seinem Text stimmt oder nicht stimmt, wurde dieser von den Achsen-Verantwortlichen gelöscht. Warum, liegt noch ein wenig im Dunkeln. Anscheinend gab es Kritik von Außen. Warum die Achse, die doch dem eigenen Anspruch gemäß mit kontroversen Beiträgen den “Mainstream” herausfordern will, vor solcher Kritik einknickt, ist mir allerdings schleierhaft. Zumal, wie gesagt, Micks inhaltliche Ausführungen m.E. keineswegs überzeugend widerlegt wurden. Verrannt? Wohin denn?

    P.S.: Wenn Du, lieber Admin, auch an meiner Identität zweifelst, kontaktiere mich getrost über E-Mail.

  15. Buenavista
    28.11.2007 | 0:47
  16. 28.11.2007 | 1:12

    Ingo,

    P.S.: Wenn Du, lieber Admin, auch an meiner Identität zweifelst, kontaktiere mich getrost über E-Mail.

    Vergleiche mal bitte den Link, mit dem Dein Name hier verlinkt ist mit dem Link, mit dem der Name “Michael Holmes” unterlegt ist. Vielleicht kannst Du dann die Zweifel des admins nachvollziehen.

  17. 28.11.2007 | 1:15

    Nachvollziehen kann ich sie, aber wie gesagt, der Beitrag stammt von Michael Holmes, und es stimmt leider wirklich, was er sagt.

  18. FG
    28.11.2007 | 5:05

    Erstaunlich finde ich in dem Zusammenhang auch, dass andere Einträge, die ein Mensch mit etwas Anstand nicht unter seinem Namen sehen möchte, unbeanstandet auf der Achse bleiben, wie z.B. der verleumdnerische Beitrag vom Herrn Harnasch über die vermeindliche Bloggerei von Murat Kurnaz.

  19. 28.11.2007 | 7:13

    [...] … wollte ich ja nur einige gemeine Bemerkungen zum ‘horro vacui‘ der Bloggerszene machen (eben noch da, jeZZ wech: existenzielle Leere heideggerschen Ausmasses – und der Sherlock Holmes iss ‘n richtiger kleiner Feigling [edit 28.11.07: iss’a nicht: siehe Kommentare] / war wohl nur zu peinlich, dass er sich als Ehemaliger des Unnennbaren geoutet hatte …). Sehe dann aber bei den B.L.O.G.ern zwei viel skandalösere Meinungsdarbringungen: “Immer wieder findet man in den intelligentesten Menschen zugleich die liberalsten und in den Ungebildetsten die radikalsten.” und ” Bürger zur Sonne, zur Freiheit!” [...]

  20. 28.11.2007 | 8:15

    @Marian: Wenn Du das auf den technischen Aspekt reduzieren willst, dann hast Du Recht.
    @Rayson: Ob sich MH vergaloppiert hat, kann ich schlecht beurteilen. Dazu müsste ich den Text noch einmal lesen ;-) Ich war aber auch davon ausgegangen, dass er ihn selbst gelöscht hatte, also dass ihm der Text selbst nicht mehr zusagte. Und dieses Recht würde ich jedem Blogger zugestehen wollen (von mir aus auch mit dem von Marian angeregten Hinweis).
    @MH: Ich kann mir vorstellen, dass Du nicht einverstanden bist – vor allem, wenn Dir nicht einmal Gründe für die Löschung genannt werden.

  21. Die Stimme aus dem Off
    28.11.2007 | 8:47

    Ich glaube Boche war es, der neulich dem Begriff “Achsenmächte” eine völlig neue Bedeutung gab. Ich habe danach ernsthaft überlegt den Wikipedia-Artikel umzuschreiben und auf die neue Bedeutung hinzuweisen. Der Duden-Verlag und Brockhaus kamen gerade auch gerade noch einmal so an einem Brief von mir vorbei. :-)
    Keine Angst, die Bezeichnung “Achsenmächte” für Broder und Co ist schon Ok. Herr Broder hat ein ganz gesundes Selbstbewusstsein und kann scharfe Kritik und gelegentliche Polemik ab, schließlich ist er mit ihnen vertraut. Es gibt da Gerichte in Deutschland, die das übrigens wohl ganz ähnlich gesehen haben.

    Wer löscht eigentlich Broders Artikel bei den Achsenmächten? In Bezug auf seinen – höchstpersönlichen und nicht bei den Achsenmächten erscheinenden – Podcast hätte ich da schon einen “Beitrag”, nämlich seinen Freitagskommentar zur Titanic und den Maddie-Eltern. Ein Glanzbeispiel dafür, wie man auf zwei wehrlose und am Boden liegende verbal eindrischt und dabei nicht nur die Unschuldsvermutung missachtet sondern auch noch Stil- und Geschmacklos wird. Der schwarze Kanal hätte sich so so etwas nicht unbedingt hinreißen lassen, die Beiträge dort waren meistens deutlich fairer und vor allem auch stilvoller (jawohl im Sozialismus!) als diese Entgleisung.

    Und das schreibe ich im Bewusstsein, dass die Eltern von Maddie durchaus schuldig sein können in Bezug auf eine versehentliche Überdosierung von Beruhigungsmitteln. Egal was sie für eine öffentliche Show abgezogen haben, sie haben ein Kind verloren. Es gibt da gewisse Worte und Vergleiche, die man in einem solchen Zusammenhang einfach nicht gebraucht, nicht wahr Herr Broder?

    Was mir ein bisschen Angst macht ist, dass so ein Verhalten auf einem sog. Blog stattfindet. Warum mir das Angst macht?

    Ich habe die letzten zehn Tage versucht einen Journalisten zu finden, der gewisse Kriterien erfüllt. Ich hatte vor diesen Menschen mal auf ein paar Unstimmigkeiten hinzuweisen bei der Berichterstattung über den Kölner Amoklauf. Deswegen habe ich auch die Berichterstattung dazu in der deutschen Presselandschaft ziemlich genau verfolgt.

    Um es kurz zu machen: Nur Schrott, nur Blödsinn. Ein Lichtblick war – zu meiner Überraschung – die TAZ. Diese erreichte aber leider auch nicht mehr als die Note “ausreichend”. Den Kern des Problems erfasste auch die TAZ leider nicht.

    Wenn dieses Zensurverhalten also quasi eigenverantwortlich ist, dann ist von der Presse doch erst Recht nicht ein klügeres Verhalten zu erwarten. Dann kann eine grottenschlechte Berichterstattung doch nur an den Personen liegen, die wohl leider doch so schlecht sind wie es erscheint. Es ist nämlich kein System das sie an besserer Arbeit hindert, es ist ihre Unfähigkeit.

    Aktuelles Beispiel: Die Berichterstattung über die “geschönten” Statistiken in Magdeburg.
    Che2001 demonstriert vermutlich schon wieder.

    Ich muss weg. Aktuell sind es 15 Grad zu Hause.

  22. Die Stimme aus dem Off
    28.11.2007 | 9:15

    Ich sollte mir angewöhnen meine Kommentare in Word zu schreiben und erst nach einer Durchsicht auf Rechtschreibfehler zu veröffentlichen.

  23. R.A.
    28.11.2007 | 10:05

    Das ist ja nun wirklich krass.

    Es mag höchstens mal Fälle geben, wo die Blog-Verantwortlichen (also die, die im Zweifelsfall dafür vor Gericht stehen) einen Beitrag schnell und ohne Rücksprache löschen müssen, weil sonst juristischer Ärger droht.

    Das war hier aber bestimmt nicht der Fall, und deswegen gelten Karstens Ausführungen ohne Abstrich.

    Ich wüßte auch wirklich nicht, warum dieser Beitrag nicht den üblichen Achsen-Sitten entsprechen sollte, dort wird ja gerne einmal pointiert geschrieben.

  24. 28.11.2007 | 10:15

    Selbstverständlich hat jeder das Recht, eigene Texte wieder zu löschen. Ein Armutszeugnis bliebe es aber, zumindest in politischen Blogs, und erst recht, wenn er längst verlinkt und diskutiert wurde. Denn entweder hätte derjenige vorher nicht richtig nachgedacht, oder er drückte sich vor Verantwortung.

    Bloginterne Zensur aber sagt ja auch was über das Blog aus.

  25. 28.11.2007 | 18:16

    Eine Spiegelung des Textes von Michael Holmes findet ihr hier…

  26. 28.11.2007 | 19:12

    Liebe B.L.O.G., liebe Interessierte,

    hier wird nur über die Achse diskutiert und dabei droht ein weiterer Skandal aus dem Blickfeld zu geraten. Wer wissen will, wie es um diese “Szene” bestellt ist, der möge sich bitte den “Text”: “Holmes vs. Realität” auf dem Bad Blog zu Gemüte führen. Da heißt es unter anderem: “Mittels des an Höhepunkten und Erkenntnissen armen bzw. lahmen Textes stellt sich der selbsternannte Geisterjäger Holmes selbst ein Armutszeugnis aus. Ohne es selbst auch nur ansatzweise zu bemerken, beweist er, dass es eben keine Frage des politischen Standpunktes oder der Moral ist, ob man als politisch zurechnungsfähig zu gelten hat, oder eben nicht”. Das alles ist natürlich nicht weiter verwunderlich. Und als ich diesen Text das erste Mal gelesen habe, hat er mich einfach nicht interessiert. Schließlich ist der Bad Blog ein Antifa Blog und da erwarte ich nichts anderes.
    Wenn aber dann dieser Text beim “Victory Castle Conspirer” steht, dann sollten wir uns das merken. Schauen Sie sich mal in Ruhe an, wer bei diesem coolen “Conspirer” so alles schreibt. Dann lesen sie noch einmal die Diffamierung gegen mich vom Bad Blog. Und nun denken Sie noch einmal über all diese Denker nach.
    Nein, niemand stört sich daran! Antifa heißt eben Angriff. Und da bleibt keine Zeit für Reflexion – für Reflexion über den Umgang miteinander, über Autoritarismus in den eigenen Reihen, über Vernunft und Toleranz – für Reflexion, die so bitter nötig wäre.
    Es ist schade. Und traurig. Ich werde die Opfer der Antifa nicht verraten, wie es diese Szene tut. Ich habe Schuld auf mich geladen und habe einiges wieder gut zu machen. Ich sehe Menschen vor mir, denen das Blut über das Gesicht strömt.
    Ich sehe bestens organisierte Antifas, die kein Erbarmen kennen, die noch am Boden liegende mißhandeln. Und ich sehe viele, viele Antifasitzungen, in denen wir über die Verbrechen des Imperialismus diskutieren und über viel naheliegendere Dinge, von denen wir alle wissen, schweigen. Wie der Bad Blog. Wie der Bad Blog auf dem “Victory Castle Conspirer”.
    Aber die offene Gesellschaft bietet die besten Möglichkeiten eine Sekte zu verlassen. Man muss nur die Augen aufmachen und – Oha! – der Kaiser trägt keine Kleider mehr. Und man hat wenigstens ein wenig Spaß.

    Und eines noch: es ist mir nicht egal. Ich stehe nicht über allem. Die Heldenpose sollten wir den Bad Blogs dieser Welt überlassen.

    liebe Grüße,
    Michael Holmes

  27. 28.11.2007 | 20:20

    @Michael Holmes

    Von Bloggern, die einen Rechtsstaat als für ihre persönliche Selbstinszenierung besonders störend empfinden, diffamiert zu werden, muss als Auszeichnung verstanden werden. Es ist aber in der Tat verwunderlich, wie sehr der Gedanke, dass der Feind meines Feindes mein Freund ist, trotz einschlägiger negativer Erfahrungen immer noch in den Köpfen vieler verankert ist.

  28. 28.11.2007 | 20:28

    Michael,

    hier wird nur über die Achse diskutiert

    Jein. Eigentlich wird über das Löschen von Blogeinträgen diskutiert und unter welchen Voraussetzungen und nach welchem Verfahren sowas ablaufen könnte.

    Ausnahmsweise bleiben sogar alle bei dem vom Autor des Blogeintrags gewünschten Thema.

    Wenn Du über die Antifa diskutieren willst, hast Du folgende Möglichkeiten:

    1.) Du nimmst unser Angebot an, Deinen Text hier nochmal zu veröffentlichen.

    2.) Du veröffentlichst den Text in einem anderen Blog.

    3.) Du beteiligst Dich an den Antifa-Diskussionen, die hier und in anderen Blogs der Liberalosphäre laufen.

    4.) Du beteiligst Dich an den Antifa-Diskussionen, die in Blogs laufen, die eher der Antifa nahestehen, wie das von Dir genannte.

    und dabei droht ein weiterer Skandal aus dem Blickfeld zu geraten

    Gefühlte 50% der Beiträge und Kommentare der hier schreibenden Blogger beschäftigen sich seit zwei Wochen mit der Antifa. Von “aus dem Blickfeld” geraten kann da nun wirklich keine Rede sein, sorry.

  29. 29.11.2007 | 1:03

    @Marion Wirth

    Ihren Beitrag verstehe ich nicht. Ich wollte genau das schreiben, was ich geschrieben habe – und nicht vier andere Möglichkeiten angeboten bekommen.

  30. 29.11.2007 | 6:18

    Michael Holmes,

    Ihren Beitrag verstehe ich nicht.

    Damit müssen wir beide dann wohl leben. Ich für meinen Teil möchte es dabei belassen, da ich alles gesagt habe, was ich zu sagen hatte.

  31. 30.11.2007 | 12:27

    [...] Also eigentlich iss es mir ja schnurzpiepegal, wer mit wem ‘rummacht und wie. Die ganzen Kämpfe und Liebesakte unter der weltweiten Decke verfolge ich nicht. Natürlich kann ich nicht immer wegsehen, weghören + weglesen: das Ächsische Geklimper mit der Wimper (Schmutz im Auge des Hurricanes) stand einfach zu bräsig + unerwartet vor mir ‘rum, um es angemessen ignorieren zu können. Aber da ich nun einmal meine Monade geöffnet habe, gleich ein richtiger Schritt in die Kacke richtige Bloggerwelt: hier. [...]

  32. 30.11.2007 | 15:23

    @ Michael Holmes

    “Wenn aber dann dieser Text beim “Victory Castle Conspirer” steht, dann sollten wir uns das merken. Schauen Sie sich mal in Ruhe an, wer bei diesem coolen “Conspirer” so alles schreibt. Dann lesen sie noch einmal die Diffamierung gegen mich vom Bad Blog. Und nun denken Sie noch einmal über all diese Denker nach.”

    Wie soll ich das denn verstehen!? Der Conspirer ist eine tolle Sache, die endlich realisiert wurde, oder etwas nicht? Im übrigen schreibt niemand beim VCC, das ist ein Aggregat, das zusammenträgt was Leute woanders schreiben. Und das muß nicht notwendigerweise in jedem Punkt miteinander übereinstimmen.

  33. Freie Radikale
    1.12.2007 | 14:54

    Ich fände es auch schön, wenn man sich für gelöschte Beiträge entschuldigt. Guter Ton. Aber was ist dagegen einzuwenden, wenn man es durch einen leeren Platzhalter ersetzt? Die Zeit ist die erste Dimension, was gestern existierte, kann heute Geschichte sein. So what?

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