Wech isser

Also doch - Oswald Metzger verlässt die “Grünen”. Ich würde mir so einen in der FDP wünschen, obwohl ich eher annehme, dass es ihn in die Oettinger-CDU zieht, quasi als Vorbereitung für eine schwarz-grüne Koalition nach der nächsten Landtagswahl.

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20 Kommentare zu “Wech isser”

  1. 27.11.2007 | 14:59

    Bemerkenswert finde ich vor allem zwei Aspekte: dass er sein Mandat zurück gibt - und dass sein Nachfolger Schlachter heißt und angeblich ähnliche Ansichten vertritt.

  2. 27.11.2007 | 15:19

    Diese Übergangsphase werde ich nutzen, um meine freiberufliche Tätigkeit als Publizist wieder verstärkt aufzunehmen.

    Noch ein paar Monate Abgeordnetendiäten falls das mit der freiberufliche Tätigkeit nicht so klappt. Schöner Neoliberaler. Reichen die Schecks vom INSM nicht aus ;-)

    Und noch grüner muss die “Oettinger-CDU” nicht werden …

  3. 27.11.2007 | 15:36

    Aus der von den Online-Qualitätsjournalisten aus mehreren Agentur-Meldungen zusammengestümperten SpOn-Meldung:

    2005 scheiterte er bei der Aufstellung der Wahlliste und vertritt die Partei seitdem im baden-württembergischen Landtag.

    Mir ist so, als sei dazwischen eine Landtagswahl gewesen, bei der OM kandidiert hätte, um dann aufgrund des Wahlergebnisses ein Landtagsmandat zu bekommen.

  4. Kenner_der_szene
    27.11.2007 | 17:05

    Schon in der letzten Legislaturperiode wechselte die Grünen-Abgeordnete Dederer zur CDU - den versprochenen Wahlkreis bekam sie nicht. Heute sitzt sie nicht mehr im Landtag von Baden-Württemberg. Der Oettinger-CDU kann man nicht trauen.

    Bliebe die FDP. Doch deren Personal ist von einer ihresgleichen bundesweit suchenden intellektuellen Ödnis und Kargheit geprägt, Pausenclowns wie Richard Drautz (nach Verlust seines Landtagsmandates beförderte man ihn zum Staatssekretär) und Sozialtanten wie Heiderose Berroth bestimmen das Bild, das nicht einmal landesbühnentauglich ist. Über Sachkompetenz verfügt weder die Partei noch die Fraktion im Südwesten - wenn man einmal von Justizminiser Ulrich Goll absieht, der von den Funktionären aber nicht geliebt wird. Ein Metzger wäre für dieses organisierte Mittelmaß eine manifeste Bedrohung. Die fürchten seinen Eintritt (den sie aus Imagegründen aber nicht ablehnen könnten) wie der Teufel das Weihwasser.

  5. 27.11.2007 | 17:59

    @kenner_der_szene:
    Yeap! Teile die gleiche Innenansicht. ;)

  6. 27.11.2007 | 18:14

    @Marian

    Und dass er sich zweimal vergeblich darum bemüht hat, einen “sicheren” Listenplatz für die Bundestagswahl zu bekommen (was dann eine mandatlose Periode von 2002-2005 zur Folge hatte), unterschlägt SPON auch.

    @Kenner_der_szene

    Exkurs: Ich komme bald nicht mehr mit dem Zählen mit, unter wievielen Nicks du hier kommentierst. Darf ich dich freundlicherweise daran erinnern, dass du aber auf jeden Fall eine korrekte E-Mail-Adresse angeben musst? Kannst ruhig die übliche nehmen, denn wir Bloggies sehen eh, wer du bist, und der Rest kriegt es nicht mit.

    Zum Inhalt: Diesmal hat Oettinger aber schon von vornherein verdeutlicht, dass ein Wechsel in eine Funktion sehr unwahrscheinlich ist. Versprechungen gibt es da nicht mehr. Im Fall des bundesweit bekannten Metzger aber braucht es diese auch gar nicht, da ist die CDU PR-erfahren genug.

    Was die FDP angeht, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich selbst als Mitglied in BaWü über diese Interna-Kenntnisse nicht verfüge. Mit den Karlsruhern bin ich eigentlich ganz zufrieden, obwohl auch hier parteiinterner Hickhack abschreckt. Aber wenn es stimmt, was du und Julius da berichtet, dann MUSS Metzger einfach zur FDP :)

  7. Parker8
    27.11.2007 | 18:15

    Die Frage ist doch, was Metzger der FDP zu bieten hätte. Wäre er beispielsweise Innenpolitiker - da ist die FDP ja nicht mehr soo deutlich aufgestellt -, dann wäre das was.

    Aber mittelstandsorientierte Wirtschafts- und Finanzpolitik - das ist doch die Kerndomäne der Partei. Ich kenne mich da zwar nicht im Detail aus, aber meine Intuition ist, dass sich bei jedem beliebigen Landesparteitag soviele Wirtschaftsprüfer versammeln, dass man problemlos ein Dutzend Jahresabschlüsse mittelgroßer Kapitalgesellschaften testiert bekäme.

  8. Kenner_der_szene
    27.11.2007 | 18:22

    @Rayson: Anonymitätsunterdrückungsfaschismus?

  9. Kenner_der_szene
    27.11.2007 | 18:25

    Die Biggi stellt schon mal die Rute ins Fenster:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,520002,00.html

    @Rayson: In Karlsruhe bist Du also Mitglied, wo JuLi-Irrlicht Leif Schubert ein bedingungsloses Grundeinkommen promotet, wie es die Grünen nicht einmal einführen wollen? Muhaha!

  10. 27.11.2007 | 18:25

    @Parker8

    Metzger kann verkaufen

  11. 27.11.2007 | 18:40

    @Parker8

    Ob Wirtschaftsprüfer besonders geeignet sind, eine mittelstandsorientierte Wirtschafts- und Finanzpolitik zu betreiben, wage ich mal zu bezweifeln.

    Aber eins ist richtig: Bei den Grünen fiel Metzger mit seiner Wirtschafts- und Finanzpolitik auf. Das würde ihm bei der FDP nicht mehr gelingen. Aber meine Hoffnung wäre, dass er dort dann die andere Seite von dem vertreten könnte, was er unter “Nachhaltigkeit” und “Generationengerechtigkeit” versteht.

    @Kenner

    Such dir den zu mir passenden Faschismus aus ;-) Aber ich hoffe, von dir richtig verstanden worden zu sein: Eine falsche E-Mail-Adresse ist weder notwendige noch hinreichende Bedingung für Anonymität.

    Was den guten Leif angeht, so habe ich ihn nicht als “Karlsruher” wahrgenommen in dem Sinn, wie ich das gemeint hatte, also als jemand, der kommunalpolitisch in der Stadt engagiert ist. Dass er nach “Höherem” strebt, sieht ein Blinder mit Krückstock. Wenn ich solche Leute damals bei der JU nicht schon im Dutzend erlebt hätte, würde ich ihn vielleicht wichtiger nehmen.

  12. 27.11.2007 | 18:55

    Dirk,

    Metzger kann verkaufen

    Es gibt Verkäufer, die können alles verkaufen. Und es gibt Verkäufer, die sich mit einem einzigen Produkt besonders gut auskennen und von diesem besonders überzeugt sind.

    Metzger gehört IMHO zur zweiten Kategorie. Und sein Produkt heißt: Oswald Metzger.

    Wenn OM allerdings den quotierten FDP-Talkshowplatz zu Lasten von Brüderle besetzen würde, dann wäre das zumindest für mich ein Gewinn.

  13. 27.11.2007 | 19:10

    Ich halte nicht allzu viel von dem Herrn. Als Grüner mag sich das, was er gesagt hat, irgendwie “revolutionär” angehört haben, in der FDP würde er damit nicht auffallen. Wahrscheinlich wird er deshalb NICHT zur FDP gehen.

  14. 27.11.2007 | 20:41

    Irgendwo las ich, dass OM für einige (wie die INSM) nur deswegen interessant sei, weil er der Renommier-Neger ein Grüner ist. Ich fand das sehr schlüssig.

  15. 27.11.2007 | 20:46

    @Marc

    Verschwörungstheorien bestechen meist durch ihre Schlüssigkeit. Deren Problem sind nur die Fakten.

  16. stefanolix
    27.11.2007 | 20:53

    Marc hat vielleicht nicht ganz unrecht. Aus der Sicht des Marketings war Oswald Metzger sicher ganz gut für die INSM.

    Aber gleich eine Bemerkung für alle [neuen] Gäste: das einfache Erwähnen der INSM sollte im folgenden nicht der Anlass für eine Runde »auf-die-INSM-Einprügeln« sein. Es gibt dafür ein spezielles Blog, das ohnehin und zu recht kaum Kommentare bekommt … Differenzierte Beiträge zur Diskussion sind natürlich willkommen.

  17. 27.11.2007 | 21:01

    Ach, stefanolix, wayne interessiert denn die INSM? Doch nur Verschwörungstheoretiker.

  18. 27.11.2007 | 21:18

    Na, wenn das schon eine Verschwörung ist … Aber ich streiche auch gerne das Beispiel INSM. Auch dann bleibt es für mich schlüssig.

  19. stefanolix
    27.11.2007 | 21:29

    Ach Rayson, mir musst Du das nicht sagen. Aber wer weiß, was bei manchen durch diese Abkürzung ausgelöst werden könnte …

  20. 27.11.2007 | 21:45

    Metzger gehört IMHO zur zweiten Kategorie. Und sein Produkt heißt: Oswald Metzger.

    Durchaus. Wie (fast) jeder Politiker. Aber wen stört es, wenn er das Produkt an den Mann bringt?

    Wenn OM allerdings den quotierten FDP-Talkshowplatz zu Lasten von Brüderle besetzen würde, dann wäre das zumindest für mich ein Gewinn.

    Eben. (-:

    Übrigens hat Metzger noch etwas anderes. Als ehemaliger Grüner wirkt er glaubwürdig. Kann man anderen vorwerfen, liberale Wirtschaftspolitik nur aus Eigeninteresse zu betreiben, fällt dies bei Metzger schwerer.

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