Unvergessen

Sie sind gegen Fasschisten, Neoliberale und den Raubtierturbokapitalismus? Und Sie stehen vor dem Problem, für Ihren neugeborenen Jungen nicht den richtigen Namen zu finden? FAZ.NET lesen hilft:

Stalin González, einer der Hauptanführer bei den Demonstrationen gegen Chávez, stammt aus einer Familie der traditionellen Linken und nicht des reichen Bürgertums.

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20 Kommentare zu “Unvergessen”

  1. 3.12.2007 | 18:28

    Ha, meine These! Links ist, wer über die Dinge nachdenkt und sie auch mal hinterfragt. :-)

  2. googlehupf
    3.12.2007 | 20:45

    Das “L” steht also eigentlich für “Linke”?

  3. Die Stimme aus dem Off
    3.12.2007 | 22:26

    Kinder können einem heute schon leid tun. Entweder die Eltern wählen einen Namen gegen den sozialen Abstieg (also Charlotte, Marie-Sophie, Karl-Philip, etc.) oder aber einen Namen gegen die Provinzialisierung (sehr beliebt: Debbie, Justin, Marvin, oder natürlich auch KEVIN etc.). Tränen gelacht habe ich neulich bei EINEM kleinen Eave(sic!)-Joel.

    Bis quasi neulich waren ja auch diese Weltanschauungsnamen-Namen groß in Mode, insbesondere in den schwedischen Ikea-Ausführungen wie z.b. Janne. Adolf konnte sich dagegen bislang leider nicht mehr am Markt etablieren, warum bloß?

    Stalin ist da natürlich ein vollkommen neuer und auch ziemlich interessanter Ansatz.

  4. 3.12.2007 | 22:35

    Als wahr überliefert aus meinem Bekanntenkreis ist ein kleiner Willi Jean-Luc. Der Vater Trekkie, die Mutter offenbar Traditionalistin.
    Lustig soll auch sein, wie im Hallenser Umfeld kaum jemand den “Schonglühk” ohne Schwierigkeiten von der Zunge bekommt.

  5. Die Stimme aus dem Off
    3.12.2007 | 22:59

    *Ironie ein* Halle, auch eine schöne und interessante Stadt.*Ironie aus* Jedenfalls war sie das bis so ca. meiner 50. Übernachtung im Hotel Charlottenhof. Irgendwann kennt man die Stadt und kann auch das Ambiente im Charlottenhof leider nicht mehr genießen.

    Obwohl das Frühstück dort sicherlich zu den Besten mir jemals servierten gehört. Nicht unbedingt was die Auswahl angeht, aber das Ambiente und die Qualität war bei den Preisen wirklich spitze. Nur die im Hotel ständig präsente Werbung für die heimische Schokoladenspezialität ging mir gewaltig auf die Nerven. Selbst in den Fahrstühlen ließen sie einen damit nicht in Ruhe.

    Ob es wohl dieses wunderschön gelegene Maritim-Hotel an der Hochstraße noch gibt, in dem man auf den Fernsehern mit einer Zwei-Finger-Tastenkombination das an sich kostenpflichtige Pay-TV kostenlos anschauen konnte? Wer in Halle übernachten muss: Nicht im Maritim! Geht ins Charlottenhof, alles andere ist Mist.

    So schlimm ist das mit der Sprache in Halle aber eigentlich nicht, Boche. Ich konnte mich da über die Jahre ganz gut verständigen. Viel besser als im nicht weit entfernten Leipzig oder gar in Dresden.

  6. 3.12.2007 | 23:12

    Ich kenne Halle ein klein wenig aus der Nachwende-Zeit. So um 92/93 herum gab es dort eine richtig spannende Studenten-Alternativ-Kneipen-Szene. Die Hotel-Szene kenne ich nicht.
    Die Halloren-Kugeln fand ich schon zu DDR-Zeiten völlig überbewertet. ;-)

    So schlimm ist das mit der Sprache in Halle aber eigentlich nicht

    Stimmt. Die Sachsen-Anhaltiner sprechen keinen Dialekt, sie sprechen nur falsch. Wobei du das Jean-Luc bei deinem nächsten Aufenthalt ja mal einem Einheimischen als Sprechprobe aufgeben kannst. Und dann berichtest du hier, wie es klang. ;-)

  7. Die Stimme aus dem Off
    3.12.2007 | 23:28

    Urlaub?

    Das war ja wohl die schlimmste Frechheit die mir je gegenüber erdreistet wurde. ;-) Nicht nur das mir diese Bezeichnung einen schlechten Geschmack unterstellte, sie unterstellte mir auch noch Dummheit (wer verschwendet seinen Urlaub bitte in Halle???) und einen Hang zum Masochismus. Und das von Boche! *Ab jetzt habe ich auf diesem Blog wohl freie Hand, hehe.* ;-)

    Als ob man in Halle Urlaub machen könnte, dann doch lieber Milton Keynes, UK - die britische Antwort auf Halle an der Saale.

  8. 3.12.2007 | 23:33

    Ich hatte nichts von Urlaub geschrieben.
    War es denn einer, dessen du dich so schämst, um ihn derart zu leugnen? ;-)

  9. 3.12.2007 | 23:35

    Im übrigen wird man einst in Halle/Saale Urlaub machen. Nur, um zum nahe gelegenen Petersberg zu pilgern, wo der Boche anno 1988 die ersten Kontakte zur DDR-Opposition knüpfte und quasi politisiert wurde.

  10. Die Stimme aus dem Off
    3.12.2007 | 23:52

    Aufenthalt, verdammt. Wie ich auf Urlaub kam weiß ich leider auch nicht mehr. Wer kennt diese Reisen nicht, die von anderen als dringend notwendig bezahlt werden und eigentlich als persönlicher Vorteil zu versteuern wären? Die Tarnbezeichnungen lauten: Kongress (beliebt!), Dienstreise i.R.d.b.V., Sofortmaßnahme (das ist aber schon für die Fortgeschrittenen), Fortbildung, Auffrischungslehrgang oder auch Koordinationstreffen, -sitzung, -tagung.

    Gelobt sei wer dorthin darf. Leider waren die meisten Reisen dorthin doch ernsterer Natur, obwohl der Marktplatz in Halle gerade im Sommer seine Reize und Sehenswürdigkeiten hat. ;-)
    Wahrscheinlich hat mein Hirn beim Lesen auf Deutsch wieder einmal selbstständig übersetzt, beim Schreiben kam dann eine falsche deutsche Rückübersetzung heraus. Auf die Art und Weise überliste ich mich öfters selbst.

    *Mist, doch nicht freie Hand*

  11. googlehupf
    4.12.2007 | 2:36

    “Viel besser als im nicht weit entfernten Leipzig oder gar in Dresden.”

    Seltsam, normalerweise sagt man den Leipzigern einen stärkeren Akzent als den Dresdnern nach. Für mein norddeutsches Ohr hört es sich zumindest so an.

  12. Die Stimme aus dem Off
    4.12.2007 | 8:06

    Im übrigen wird man einst in Halle/Saale Urlaub machen. Nur, um zum nahe gelegenen Petersberg zu pilgern, wo der Boche anno 1988 die ersten Kontakte zur DDR-Opposition knüpfte und quasi politisiert wurde.

    :-)

    Seltsam, normalerweise sagt man den Leipzigern einen stärkeren Akzent als den Dresdnern nach.

    Das habe ich nie nachvollziehen können. Von den Dresdnern verstehe ich sehr oft kein einziges Wort.

  13. 4.12.2007 | 8:18

    Ohne mich als Betroffener allzu sehr einmischen zu wollen: googlehupf hat wohl im Prinzip recht, aber es kommt immer auf den Einzelfall an. Normalerweise sprechen Menschen mit guter Bildung auch in Sachsen nicht im Dialekt, man merkt aber an der Klangfarbe, woher sie stammen.

    Wenn man aber die Sprechweise in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Leipzig mit der entsprechenden Sprechweise in Dresden vergleicht, dann ist der Dialekt in Leipzig doch etwas ausgeprägter. Da denkt man in Leipzig manchmal, dass noch Walter Ulbricht mitfährt ;-)

  14. 4.12.2007 | 8:19

    @Stimme aus dem Off: Dann müssen wir wohl mal ein Wörtchen miteinander reden ;-)

  15. R.A.
    4.12.2007 | 11:45

    Blog-Diskussionen können schon skurill sein.
    Von Stalin innerhalb weniger Beiträge zu den Leipziger Busfahrern …

  16. 4.12.2007 | 12:48

    Normalerweise sprechen Menschen mit guter Bildung auch in Sachsen nicht im Dialekt, man merkt aber an der Klangfarbe, woher sie stammen.

    Hach, wie sich die Zeiten ändern; wenn man sich überlegt, daß Obersächsisch vor vielen Jahren mal als das allerfeinste Deutsch galt.

  17. 4.12.2007 | 14:36

    Das Hochdeutsch von Kai Plaume oder Eduard Prinz von Anhalt sprechen hat auch einen leicht sächsischen Einschlag, wenn man es weiß. Aber das klingt sehr schön - finde ich. Wir hatten mal einen Prof der sprach genauso und der kam aus Sachsen.

    Oder ist das Obersächsisch?

  18. 4.12.2007 | 14:38

    @R.A.: Jetzt weißt Du wie es mit meiner einen Großmutter läuft. Weswegen wir jahrelang zu Weihnachten Poch spielten. Damit bloß keine Debatte aufkommt.

  19. 4.12.2007 | 14:43

    Nein, denke ich nicht. Ich bin zwar kein großer Dialektexperte (sollte ich gelegentlich mal ändern) aber ich bin mir ziemlich sicher: Obersächsisch ist DAS Sächsisch…

  20. 4.12.2007 | 15:08

    Ach so, das Sam-Hawkins-Sächsisch aus den Karl May-Filmen?

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