Ich mach mir die Welt… wiki-wiki-wie sie mir gefällt

Nach der großen Internetkritik, die in den letzten Wochen in der Süddeutschen, der FAZ und im Tagesspiegel entbrannte, stellt sich doch die Frage, wer bei der folgenden Geschichte schlechter darsteht: Die Unfug verzapfende Wikipedia oder die schlecht recherchierenden Journalisten und Redenschreiber des Bundeshorsts?

Wer die richtige Antwort kennt, der kann ein Kaffeeservice und ein Bügelbrett gewinnen.

[Nachtrag: Bernd Graff von der SZ nimmt es offenbar auch nicht so genau mit der Recherche darüber, wen er sich das als Chefankläger gegen das "Web 0.0" ins Boot holt.]

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7 Kommentare zu “Ich mach mir die Welt… wiki-wiki-wie sie mir gefällt”

  1. 17.12.2007 | 23:12

    Zeit für die Umformulierung eines bekannten Bonmots:

    Die schärfsten Kritiker der Molche nutzen auch nur eben solche.

  2. 17.12.2007 | 23:19

    Ich habe mal in allen im Verlinkten Artikel genannten ebensolchen nachgesehen; bisher hat nur SpOn die Sache, mit entsprechender Anmerkung, korrigiert. Bei den anderen Artikeln fand ich weder Korrekturen noch Richtigstellungen.
    Ich weiß nicht, was das zu bedeuten hat.

  3. Lina
    18.12.2007 | 7:29

    …oder Wilhelm Busch: “Oft ist das Denken schwer, indes / Das Schreiben geht auch ohne es.”

    Das alte Lied: in Konkurrenz keine Zeit mehr für die Recherche. Und weil das so ist, stehen wohl die Journalisten mit ihrem immer wieder laut proklamierten Berufsethos hier eindeutig schlechter da als die nur sich selbst als unverbindliches Angebotsmedium verpflichtete Wikipedia. Verlass ist auf keinen von beiden mehr…

    Und auf Dich, Björn? Krieg’ ich das Bügelbrett? Das Kaffeservice kannst Du gern behalten ;-)!

  4. Jan
    18.12.2007 | 10:05

    Ja, schon famos.

    Aber mal ganz ohne Flachs: Ich verstehe nicht, wieso meinetwegen Redakteure von Spiegel Online eher bei Wikipedia abschreiben, als sich entsprechende informationen aus dem vermutlich ebenso ergiebigen Spiegel-Archiv zu besorgen. Und wenn das doch nichts taugt, dann wäre die Anschaffung einer DVD-Ausgabe des Brockhaus doch immer noch irgendwo erschwinglich für so ein Unternehmen.

    Beides dürfte doch wohl nur unwesentlich aufwendiger sein, als ne Wikipedia-Recherche, oder?

  5. 18.12.2007 | 10:09

    Aber Lina, mit dem Bügelbrett ist es wie mit Belgien… das hat es vielleicht nie wirklich gegeben. ;)

  6. 18.12.2007 | 10:20

    Jan,

    wieso meinetwegen Redakteure von Spiegel Online eher bei Wikipedia abschreiben, als sich entsprechende informationen aus dem vermutlich ebenso ergiebigen Spiegel-Archiv zu besorgen.

    Gute Frage. Vielleicht haben sie ihr Passwort gerade nicht parat. Oder sie müssen 0.50 Euronen Nutzungsentgelt entrichten.

    DVD-Ausgabe des Brockhaus

    Über die für SpOn wichtigen Personen der unmittelbaren Gegenwart steht da aber nix drin ;-).

  7. Bernieboy80
    20.12.2007 | 13:11

    Im verlinkten “Tagesspiegel”-Artikel, fünfter Absatz:

    Es ist überhaupt kein Fortschritt, wenn die früheren Klosprüche heute die Wände des Internets verunzieren.

    Gruselige Verallgemeinerung in einem über weite Strecken recht ausgewogenen und vernünftigen Artikel. Da musste ich spontan an “Mr. Klowand” J.-R. v. M. denken ;-)

    Ansonsten traf der Verfasser eine ungewohnt sachliche Analyse: Das Internet ist weder besser noch schlechter als die Gesellschaft; entscheidend für den Einzelnen ist, was er draus macht und wie er’s nutzt. Darauf lässt sich durchaus aufbauen, finde ich.

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