Auf einem Auge blind

Zugegeben, auch ich mag keinen Lobbyismus. Schließlich ist die Interessenvertretung vorbei am Wähler eine ziemlich undemokratische Veranstaltung. Doch fällt immer wieder auf, wie einseitig das Gefühl der Bedrohung in der Bevölkerung ausgeprägt ist. Sogenannte NGOs nehmen nicht weniger Einfluss auf die Politik als private Unternehmen und lassen sich dabei noch vom Staat kräftig unter die Arme greifen. Immerhin sollte man sich klar machen, dass es nicht die Unternehmen sind, die zumindest implizit steigende Energiepreise oder teurere und kleinere Autos fordern. Deshalb weiß ich auch nicht, von wem ich mich mehr bedroht fühlen soll.

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5 Kommentare zu “Auf einem Auge blind”

  1. 4.01.2008 | 11:23

    Da haste Dir aber genau den richtigen Verein rausgesucht - wer greift wohl der der DUH am kräftigsten unter die Arme? Sicherlich nicht aus reiner Menschen- oder Umweltfreundlichkeit.

  2. 4.01.2008 | 12:28

    Nein, wohl auch, weil der Verein quasi eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für einen Ex-Staatssekretär ist. Also eine Art Staat im Staate.

  3. Karl Moritz Tellerrand
    4.01.2008 | 12:56

    Es ist aber, bei aller Zweifelhaftigkeit des konkreten Beispiels, grundsätzlich ein Unterschied, ob jemand nur für seine Ideale Lobbyismus betreibt (selbst wenn sie im Einzelfall fehlgeleitet sein mögen), oder ob er vor allem seine Geldbörse im Auge hat.

    Vielleicht solltest Du mal ein Auge auf die Solar- und Windenergiewirtschaft werfen… :)

  4. 4.01.2008 | 13:54

    Wo genau liegt der Unterschied zwischen monetären und ideellen Motiven für Lobbyismus? Schließlich ist das Geld für uns nur das Mittel zur Erfüllung unserer Ideale. Vor allem wo liegt er für die Betroffenen?

  5. Karl Moritz Tellerrand
    4.01.2008 | 14:26

    Das ist tatsächlich eine ziemlich gute Frage, wenn man mal drüber nachdenkt… Mir sind die Idealisten aber trotzdem sympathischer, auch wenn mir grade nicht einfällt, warum :)

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